Kurz vor dem Start ins Wochenende

Kurzer Wochenrückblick, obwohl die Woche noch gar nicht rum ist. Aber wer sagt schon wann eine Woche anfängt und wann sie aufhört? 😉

Montag hatte ich mein zweites Spontandate (Mein zweites Spontandate) und war draußen beim Daygamen. Das Date war für die Tonne. Aber darum ging es gar nicht. Wichtig ist, dass man Referenzerfahrungen sammelt. Damit wird das nächste Spontandate „normaler“. Dinge müssen in Fleisch und Blut übergehen. Nur darum geht es. Das ist alles. Die einzelne Frau ist beim Sammeln von Erfahrungen nicht wichtig. Wichtig ist man selbst. Die einzelne Frau ist erst dann wichtig, wenn auch ich ihr wichtig bin.

Dienstag gab es ein 2 zu 2. Ich schrieb schon über die Bedienung (Zwei sind manchmal eins zuviel) und meine Autopanne. Das 2 zu 2 war im Nachhinein betrachtet kurios.
Über das 1 zu 1 an dem Tag hab ich noch gar nichts geschrieben. Das hole ich hier nach. Es war für mich der schönste Approach des Dezembers 2016.
Ich lief in eine Drogerie, nach Feierabend. Manchmal, wenn noch etwas Zeit ist vor dem nach Hause gehen, laufe ich noch in verschiedene Läden auf dem Weg. Drogerien bieten sich da einfach an. Bitte nicht in der Kosmetikabteilung. Sondern bei den Lebensmitteln. Quinoa, Kokosblütenzucker und solche Dinge.

Denn in der Kosmetikabteilung findest Du folgenden Typ Frau (bzw. eher Kiddy-Mädchen!):
Vorwiegend südländischer Typ (schwarze Haare, braune Augen), schwarze enge Jeans oder Leggings, gefälschte schwarze Lederstiefel bzw. Sneakers mit Sneakerssocken (wie lächerlich im Winter!), viel Makeup, oft roter Lippenstift, Jacke mit gefälschtem Tierfell-Kragen. Eine ist cooler als die andere. Und alle merken sie nicht, dass sie etwas gemeinsam haben: Eine ist tussiger als die andere.

In der Lebensmittelabteilung findest Du folgenden Typ Frau (keine Kiddy-Mädchen!):

Alter ab 25, fast ausschließlich Inländerinnen, gut gekleidet in Richtung Business (top!) oder alternativ gekleidet in Naturfarben (Öko – oh je). Viel mehr kann man dazu nicht sagen, denn es ist hier komplett individuell. Jedenfalls sind die Frauen hier nicht so ekelhaft geschminkt und der Bildungsgrad ist wesentlich höher. Irgendwie aber auch logisch, eine Packung Quinoa kostet einfach mehr als eine Packung von dem sonstigen Füllstoff wie z. B. Nudeln (Lebensmittel kann man dazu nicht sagen, es ist nur ein Füllstoff!). Höhere Kosten heißt höheres Einkommen. Höheres Einkommen heißt in aller Regel (ich spreche nicht von Ausnahmen, die gibt es natürlich auch!) auch höherer Bildungsgrad. Und das kommt mir sehr entgegen, ich bin nämlich inzwischen davon überzeugt, dass die Herzlichkeit und das Menschliche einer Frau nicht vom Einkommen oder der Bildung abhängt.

Warum?
Ganz einfach: Ich habe mich in den letzten Monaten (teils bewusst und absichtlich!) mit „dämlichen“ Frauen unterhalten. Um heraus zu finden, ob diese eben menschlicher sind als die oben genannten Öko- und Business-Frauen.
Ich nehme das Ergebnis vorweg: Nein sind sie nicht!

Eine eher weniger gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „He Alter, verpiss Disch.“
Eine gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „Nett von Dir, ich hab schon einen Freund.“

Das Ergebnis ist das Gleiche. Also ist es nur eine Frage der Verpackung.
Da fällt mir einer meiner alten Artikel dazu sein: Philosophischer Sonntag – Der Unterschied zwischen “Du Arschloch” und “Sie Arschloch”

Das ist jetzt natürlich etwas arg überspitzt. Aber es geht hier ja um den Kern der Sache.

Das wars. Das ist alles. Und da das so zu sein scheint, halte ich mich erst mal lieber noch an die gebildeten Frauen. Dann hab ich da wenigstens nicht das Problem mit Einkommen, Unselbstständigkeit, Unzuverlässigkeit und Abhängigkeit.
Der Grund warum man dann noch zusammen kommt, sollte ausschließlich „echte Liebe“ sein (empfindet oder kennt das noch jemand auf der Welt außer mir – dieses Ding mit „echter Liebe“?!).

Deswegen findet Ihr mich jedenfalls nur in der Lebensmittelabteilung in den Drogerien. 😉
So, jetzt hab ich alle Klischees bedient. Gut gell.
Mensch bin ich froh, dass das mein eigener Blog ist. Da kann ich tun und lassen was ich will. Keine Zensur. Keine fremden Meinungen. Einfach ich. Keine Lügenpresse mit geschmierten Chef-Redakteuren. Bei gibts nur die Wahrheit. Wenn auch nur meine Wahrheit. Keine Mainstream-Artikel. Sondern das echte Leben. Und das Schreiben macht mir echt unglaublich Spaß. Hehe.

Übrigens: Falls jetzt der eine oder andere Südländer oder die eine oder andere Südländerin auf die Idee kommt, dass ich sie alle pauschal dämlich finde… nein. Stopp. Halt. Ist so nicht. Hab ich so auch nie gesagt. Aber die Tendenz zum niedrigeren Bildungsstand gibt es natürlich schon. Thilo Sarrazin lässt grüßen oder wie? Ja, vielleicht. Ich bin selbst nur halb-deutsch. Deshalb nehme ich mir das Recht raus, das zu sagen. Punkt. Wenn mir das jemand nicht glaubt, dass das so ist:
Bitte schaut mal in die Gymnasien rein. Nehmt die Gesamtzahl aller Schüler und schaut prozentual wieviele Menschen mit Migrationshintergrund in den Klassen sitzen. Dann schaut Euch den prozentualen Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber der Gesamtbevölkerung an und man wird feststellen: Das klafft so weit auseinander wie der Termin der Fertigstellung des berliner Flughafens mit der Realität. Ist nicht meine Erfindung. Es ist die Realität.
Nicht gut, nicht schlecht. Es ist wie es ist.

Jedenfalls verlief das Gespräch mit der Frau in der Lebensmittelabteilung einer großen Drogerie-Kette wirklich toll. Es war der schönste Approach des Dezembers 2016. Sie sieht sich eine Packung Erdmandeln an. Was zum Teufel sind Erdmandeln?!
Ah, perfekter Aufhänger. Genau so spreche ich sie an. Ich stelle mich daneben und frag sie einfach was Erdmandeln sind. Kein hallo. Kein schnick-schnack. Das ist Daygame in Reinkultur.
Sie erklärt sofort viel und locker, lässig. Viel Lachen auf beiden Seiten. Und zum ersten Mal seit langem kommt in mir so ein spontanes Gefühl von „Gefühle auf den ersten Blick“ auf. Aufgrund des Gesprächs, nicht aufgrund ihres Äußeren. Sie war wirklich nett, wir haben uns sogar zufällig wild gestikulierend im Gespräch berührt. Ich musste dafür gar keine absichtlichen und künstlichen Berührungen einbauen. Solche kleinen Dinge sind es, die ich inzwischen schätze. Wir verstanden uns jedenfalls super, sie stellte viele Fragen und sie wohnt nicht weit weg. Für das Wochenende haben wir auch noch gleich ein Date vereinbart.
Da bin ich mal gespannt.

Normal schreibe ich nichts über intime Details auf meinem Weg im Projekt. Zu gestern Abend aber noch ein paar Worte. Weil es etwas „seltenes“ war.
Donnerstag:
Ich hab einen Freund zufällig bzw. sehr spontan in einer Bar getroffen. Kurze Begrüßung. Er war schon mit zwei Frauen im Gespräch, die er wohl schon kannte. Ich saß auf meinem Barhocker und tippte in meinem Handy herum. Meine Laune war da nicht so gut, ich wollte etwas Ruhe haben. Und saß da. Auf einmal kommen zwei Frauen rein in die Bar, ich hab die beiden kaum wahrgenommen. Dazu war ich zu gedankenversunken mit meinem Handy beschäftigt. Ich sah nur wie mein Wingman nun plötzlich von vier Frauen umgeben war. Hat mich gefreut, dann war er wenigstens gut unterhalten. Ich hab kurz hoch geblickt und wieder in mein Handy geschaut.Jedenfalls begrüßt mich so eine blonde große Dame dann energisch, gibt mir die Hand, stellt sich mir vor und fragt mich wie ich heiße.
Na na. Du Pickupperin, dachte ich mir.
Kurzer Smalltalk und die restliche Zeit kaute sie mir fast mein Ohr ab. Puh, hast Du viel geredet. Puh. Normal mache ich das immer, viel reden. Aber das war echt mal toll. Eine Frau die reden kann. Dann muss ich nicht immer den Pausenclown spielen. Es langweilt tierisch, dass man immer den Unterhalter mimen muss. Weil Frau
a) nicht in der Lage ist zu reden
und
b) nicht reden will
und
c) auch sonst meist irgend ein dämlicher Grund dagegen spricht, dass Frau einfach redet.

Sie war anders. Selbstbewusst, starkes auftreten. Und leicht touchy. Das Wort finde ich cool. Touchy. Das wurde mir zuletzt ein paar mal gesagt, dass ich beim Reden den Frauen gerne mal an den Oberarm fasse oder streichle usw. Dass ich „touchy“ wäre. Ja klar. Darum geht es doch! Oder wie sonst kommen die Kinder auf die Welt. Worte alleine reichen nicht.
Aber sie gestern, sie war touchy. Da wurde ich gedrückt, da wurde ich massiert. Da wurde mir in meinem Gesicht herum gestreichelt. Anschließend hab ich mich noch mit ihrer Freundin unterhalten. Nette Mädls die Beiden. Nicht mein Typ Frau, irgendwie. Aber was solls. Nette Erfahrung, dass man mit einer Frau auch einfach mal direkt los plappern kann ohne sich zurückhalten zu müssen.

Und sie wollten unbedingt noch in einen Club gehen, mein Wingman hat sich dann auch eingeschaltet und versucht mich zu überreden mit zu kommen. Aber da ich echt müde war, am nächsten Tag arbeiten musste (also heute) und zusätzlich echt keine Lust mehr hatte, bin ich nur noch die ersten Meter auf dem Weg dorthin mit gelaufen und dann nach Hause abgebogen.

Als wir draußen waren, hab ich mich kurz noch mit ihr unterhalten. Dann hab ich ihr gesagt, dass sie stehen bleiben soll. Ihre Hände gehalten. Mich vor sie gestellt, ihr in die Augen geblickt und ihr gesagt, dass sie mir einfach in die Augen schauen soll. Und dann habe ich sie geküsst.
Ganz einfach. Nicht weil ich wollte. Nicht weil ich musste. Sondern weil ich kann.

Wichtige Referenzerfahrung. Immer mitnehmen solche Dinge. Es geht darum „besser“ zu werden. In allen Belangen. Das ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel, sagt man immer. Wenn nicht das der Weg ist, was dann.
Und es war die erste Frau meines Lebens, die ich geküsst habe… UND die zugleich GRÖßER war als ich. Premiere. Ich finde das irgendwie nicht sexy. Aber es ist wichtig für den eigenen Lernprozess, dass auch das kein Hindernis ist.

Freitag:
Für heute Abend stand eigentlich ein Date an, mit dem Mädchen, das ich letztens im Kaufhaus kennen gelernt habe. Das Date hätte schon Dienstag stattfinden sollen und wurde auf Freitag von ihr verschoben. Schon am Wochende wurde es verschoben. Begründung? Ihr dürft raten. Meine treuen Leser werden sich jetzt denken: „Klar, wieder mal ist Eine krank… oder sie musste schnell und kurzfristig in den Urlaub fahren“

Zuletzt war es ja zweimal so, dass eine Frau wegen Urlaub absagen musste. Diesmal nicht. Diesmal ist es wieder wegen Krankheit.
Sie zeigte zwar weiterhin Interesse, stellte ein paar Fragen darüber was ich so gemacht habe und schrieb ein paar Dinge darüber was sie so machte. Das übliche Blabla.
Jedenfalls findet das Date heute Abend nicht statt. Passt, dann fahre ich meine Eltern besuchen oder gehe noch in der Stadt aus. Nichts genaues weiß man noch nicht. :-p

Ihrer Aussage nach ist sie krank geschrieben zu Hause. Mag sein. Kann ich nicht prüfen. Ist mir auch egal. Fakt ist: Das Date wurde nun zwei mal verschoben, beim ersten Mal kam wenigstens noch ein Vorschlag zu einem Ausweichtermin (heute). Bei der zweiten Absage war schon kein Ausweichtermin mehr dabei. Na gut. Das ist das Problem, mit dem wir Pickupper ständig zu tun haben:
Entweder beißt der Fisch sofort an oder nie. Je länger Zeit zwischen dem ersten Ansprechen bzw. dem ersten Date und einem möglichen zweiten Date vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass es funkt.

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Ich muss nur immer lachen, weil alle Frauen immer unglaublich beschäftigt zu sein scheinen. Montag gehts nicht… weil… und Dienstag nie, weil… und Mittwoch… oh…stimmt… da bin ich noch mit den Kollegen hier und dort… und Donnerstag  hab ich immer Goldfisch-Streicheln im Frauen-Chor… und Freitag ist ja schon Wochenende, da bin ich immer unterwegs. Und Samstag und Sonntag bekomme ich Besuch aus Timbuktistan. Aber nächste Woche, JA NÄCHSTE WOCHE, da können wir mal schauen.

Mal schauen. Ja. Genau. Da können wir mal schauen. Was denn schauen eigentlich?

Ich hab auch viel zu tun. Aber ich hab auch immer Zeit. Neudeutsch würde man das wohl Zeit-Management nennen. Mädls, so wird das nix. Echt. So wird das nix. Weder mit Euch, noch für Euch. So steht ihr mit 35 noch genauso da und hetzt von einem Quatsch zum nächsten und kommt keinen Schritt weiter.

Und so gehe ich in ein Wochenende mit bereits jetzt vielen lustigen, kuriosen, komischen, ärgerlichen, aufreibenden und erwartungsvollen Erfahrungen.

Dabei nehme ich Euch mit.