Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen

Wie gestern angekündigt, teile ich heute mal mit, wie ich inzwischen „Tschüss“ sage.

Was meine ich damit, worauf ist es bezogen?

Es geht um diesen Punkt im Laufe eines Erst-Gesprächs, an dem klar wird, dass die Frau sich nicht für mich interessiert.

Das kann ganz konkret sein zu dem Zeitpunkt an dem sie sagt: „Nein, ich möchte mit Dir nicht auf einen Kaffe gehen“ oder „ich geb meine Nummer nicht“

Was auch immer. Es geht aber auch nonverbal, wenn Du die Frau ansprichst und sie ablehnende Körpersprache signalisiert und Dich kaum ansieht und lieber desinteressiert mit ihrer Freundin oder dem Regenwurm auf dem Asphalt spricht.

Ihr versteht was ich meine.

Oft ist es so: Ich spreche eine Frau an, direkt oder indirekt. Sie reagiert mit einem Lächeln und strahlt Freude aus. Sie wird ja in dem Moment überrumpelt. Wann immer Menschen überrumpelt werden, reagieren sie auf Instinkt-Basis. Nicht überlegt. Sie handeln einfach danach was ihnen die Evolution und die Gene mitgegeben haben. Anders ist das, wenn sie Zeit hatten, sich auf ein Ereignis vorzubereiten. In meinem Fall ist es so, dass ich Frauen fast immer überrumple. Halt, stimmt nicht.

Wir müssen unterscheiden.

Bei einem direkten Approach alá „Hey, Du hast einen coolen Style. Wie heißt Du? Ich bin X.“ ist es definitiv so, dass 99% der Frauen überrumpelt sind.

Bei einem indirekten Approach ist das anders, zumindest hat die Frau dabei Zeit sich auf die Gegebenheit einzulassen. Ein ganz indirekter Eröffner wäre zum Beispiel in einem Buchladen „dieses Buch hier, hast Du das schon gelesen?“.

Zur Zeit mische ich beide Varianten regelmäßig, um in Übung zu bleiben.

Bei direkten Eröffnungen weißt Du recht schnell, ob sie „on“ ist oder nicht. Sie lächelt. Sie stellt Dir im besten Fall sogar (Gegen-)Fragen (höchst selten!), sie zeigt Interesse. Das kommt hin und wieder sogar vor. Das ist dann fast ein Sechser im Lotto. Und oft genug passiert es aber, dass nach 5 bis 10 Minuten und aller Effekthascherei ihrerseits dann die Aussage kommt: „Ich hab einen Freund, wir können uns leider nicht treffen.“

Ja danke. Hättest Du auch vorher sagen können. Klau mir doch nicht all meine Zeit. Wenn ich das dann anfangs ein paar Mal gefragt habe, einfach um zu verstehen warum die Frau sich dennoch so viel Zeit für mich nimmt, kommt meistens diese Erklärung, die ich oben auch schon geschildert habe: „Du warst so sympathisch und man kann sich doch trotzdem nett unterhalten.“

Nett unterhalten? Trotzdem? Trotzdem nett unterhalten?
Wozu???

Ich habe genug zu tun. Meine Zeit ist kostbar. Und da vorne die, siehst Du?! Da. Da vorne. Die ist mir gerade entwischt, weil Du mir 5 bis 10 Minuten geklaut hast. Sie da vorne, sie hätte meine Traumfrau sein können.

Dass das bei indirekten Approaches noch öfter der Fall ist, dass ein Gespräch länger dauert, weil ich es langsam aufbaue und sukzessive steigere, ist mir klar. Das ist das „Berufsrisiko“ eines Pickuppers. Damit muss ich leben.

So. Und jetzt kommt der einzige Punkt, den ich maßgeblich beeinflussen kann:

Wann gehe ich aus dem Gespräch raus?

Früher habe ich nach meiner Frage zu einem Treffen und ihrer Antwort im Stil von „Nein, geht leider nicht. Hab einen Freund“ meistens noch 1 oder 2 oder 3 Minuten weiter gesprochen. Damit so ein Gespräch „sozial verträglich“ ausläuft und ein Ende findet.

WOFÜR?

Wofür sozial verträglich sein? Wer sagt schon was sozial ist? Nur weil Gespräche meistens ein nettes „Ich wünsche Dir alles Gute“ und Shake-Hands beeinhalten, heißt das doch nicht, dass ich das auch machen muss.

Es gibt Pickupper, die auf Körbe sauer reagieren. Oft sogar Beleidigungen raus hauen, jedenfalls wenn die Frau etwas arg abweisend reagiert. Habe ich selbst schon gesehen. Das ist nicht meine Art. Das lehne ich ab, das passt nicht in mein Verständnis von Respekt und Achtung anderen Menschen gegenüber. Ich bin immer ein Gentleman. Immer.

Aaaber, seit kurzem mache ich es anders. Ich versuche den Spagat zwischen Gentleman und Zeitoptimierer zu sein.
In dem Moment in dem klar wird, dass das nichts wird zwischen ihr und mir, gibts von mir ein ganz kurzes „Okay, schönen Abend noch!“ und ich drehe mich direkt weg und gehe.

Das mag im ersten Moment „unfreundlich“ erscheinen, besonders wenn man noch mitten in der Konversation ist. Gefühlt „mitten in der Konversation“. Wer sagt denn wann die Mitte ist? Von welcher Konversation eigentlich?
„Hey, ich find Dich süß. Du bist mir da vorne gerade aufgefallen, als Dir Dein Eislöffel heruntergefallen ist.“
Und dann kommt zum Beispiel „Oh, ja. Danke. Aber ich hab einen Freund.“
Ist das eine Konversation? Meinetwegen.
Ich hab es aber hin und wieder (selten!) auch, dass die Frau einfach weiter geht. Ist das eine Konversation? Hm.

Nun, ist auch völlig egal. Ich mache es seit neuestem so, dass ich ihr einen schönen Abend wünsche und mich direkt umdrehe und gehe. So schnell wie der Blitz. Keine weiteren Worte. Wozu denn?

2016-12-14

Es ist doch ganz einfach, früher habe ich ans Ende solche Konversationen meistens noch ungefähr 1 Minute angehängt. Einfach damit es „nett“ zu Ende geht. Machst Du das bei 10 Approaches an einem Tag, dann sind 10 Minuten in der Tonne. In 10 Minuten spreche ich – genügend Frauen vorausgesetzt – 2 bis 3 Frauen an. Und eine davon könnte ein Treffer sein.

„Ja gut, sei doch nicht so. Das ist aber schon ein bisschen grob.“ Könntest Du Dir jetzt denken. Oder?
Finde ich aber nicht. Wer ist denn hier „schon so“. Meistens hat die Frau auch keinen Freund, sondern sie ist einfach an sich schon nicht angetan von mir. Der wahre Grund wird auch immer verborgen bleiben und spielt auch überhaut keine Rolle. Es bringt mich nicht weiter irgendwelche Gründe für irgendwas zu erfahren. Und deshalb beschäftige ich mich damit auch nicht. Was bringt mir das vermeintlich (!!!) sichere Wissen, warum sie nun „nein“ gesagt hat. Wichtig für wen? Für mein Ego?

Welches Ego denn noch?!

Aber nun zurück zur Frage, ob das nun grob ist oder nicht. Lasst es mich so sagen:

Stell Dir vor, dass Du noch 10 Minuten zu leben hast. Die letzten 10 Minuten Deines Lebens. Und Du hast ein aller letztes mal die Gelegenheit alles zu tun und zu lassen was du möchtest. Wie würdest Du die 10 Minuten nutzen wollen?

Wirklich derart, dass Du 10 wildfremden Frauen jeweils 1 Minute „nett tschüss“ sagst? Sicher???

Nie im Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes!

Warum also sollen die 10 Minuten JETZT nicht so wichtig sein wie die 10 Minuten AM ENDE Deines Lebens? Stell Dir bitte die Frage!

10 Minuten sind 10 Minuten.

Und deshalb lautet mein Fazit nur weiterhin und mehr denn je zuvor: „Mach aus Deinem Leben was Du möchtest. Verschwende es nicht. Sei da für die Menschen, für die auch Du wichtig bist!“

Du hast Mut bewiesen ohne Ende. Du hast sie angesprochen. Sie weiß es aber offensichtlich nicht zu schätzen. Kein Problem. Also gehe ich. Wertfrei. Aber zeitoptimiert.

Nimm Deine Zeit ernst und wichtig.

Und zwar JETZT, genauso wie AM ENDE! Amen.

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