Mein zweites Spontandate

Gestern ging es 5 zu 1 aus und ich bin momentan sehr aktiv am Daygamen.

Aus der 1 wurde ein Spontandate. Es ging gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt. Der Vorschlag dazu kam von ihr. Ich sprach sie in einer Parfümerie an. Dort wo sie arbeitet. Das zugegeben hübsche Ding war extrem jung. Die jüngste Frau, die ich nach einem Date und nach der Nummer gefragt habe, seit ich Pickup betreibe. Keine Sorge, sie war volljährig! 😉

Aber es lagen schon ein paar Jahre dazwischen, zwischen ihr und mir. Ich wollte sie erst für heute treffen, sie schlug aber vor direkt nach der Arbeit noch gestern zusammen raus zu gehen. Mir war die Sache von Anfang an suspekt. Sie verhielt sich eindeutig mehrdeutig. Und das ist ein merkwürdiges Zeichen. Merkwürdigkeiten passen aber nicht in lineare Abläufe. Und „die große Liebe“ verläuft in den wenigsten Fällen mehrdimensional. Sie verläuft eher wie auf einer gezeichneten Wanderroute. Mit Bogen und Schlenkern, aber eben „wie am Schnürchen“. Wann immer man sich innerlich denkt „irgendwie passt was nicht“, passt irgendwie irgendwas auch nicht. So einfach. Dein Bauchgefühl lügt nicht. Es spricht die Wahrheit.

Gut, was hab ich gestern also für mich mitgenommen? Spontan sein. Auch auf einen Gegenvorschlag zu einem spontanen Date. Die Führung übernehmen und behalten. Aktiv bleiben. Situationen annehmen, die nicht geplant waren. Gelegenheiten machen Diebe, sagt man. Also sorge für Gelegenheiten und sei dann auch der Dieb. Soweit zum tieferen Sinn dahinter.

Jetzt zum Konkreten:
Es war ein merklich kurzes Treffen. Sie war für ihr Alter tatsächlich verhältnismäßig reif. Bis es dann um das Thema „Fashion“ ging. Da brachen dann alle Dämme. Und ach wie toll diese Jacken von der Marke XY doch sind. Und erst diese Schuhe von YZ. Und haste nicht gesehn. Ja. Bla. Gähn. So war ich auch mal in Deinem Alter, Schätzchen. Gut, was hab ich anderes erwartet? Natürlich nichts. Aber darum geht es mir ja letztlich auch gar nicht. Sondern nur darum ob sie Interesse an mir als Person hat. Soll sie reden über die neuen Treterchen von LaufDichSchön und das neue Parfüm von MenschRiechstDuGut. Kein Ding. Alles unwichtig. Wichtig ist das Herz und das Interesse am Anderen. Beides eher nicht so gegeben gewesen. Also machen wir einen grünen Haken dran. Etwas gelernt hab ich nämlich schon, dass es zwischendurch erquickend ist sich mit ganz jungen Menschen zu unterhalten. Die halten einen Menschen am Puls der Zeit. Die leben den Trend. Das was aktuell „in“ ist. Ich muss den Quatsch ja nicht mitmachen, aber davon gehört zu haben ist gut. Muss ich jeden teuren Wein getrunken haben? Nein. Aber ein paar teure Weine zu kennen ist gut.
Immer das Gute hinter jeder Erfahrung sehen, das Gute für einen selbst.

Natürlich habe ich versucht zu eskalieren, das war aber auch schon von Anfang an meine Devise bei der Sache. Eben weil sie mehrdeutige Signale gesendet hatte, noch vor Beginn des Dates. Und da bin ich heute extrem froh um das Wissen der „Eskalation“. Ich weiß gar nicht, ob ich darüber schon einen Artikel geschrieben habe. Ich sollte das wohl mal machen. Im Prinzip geht es beim Eskalieren darum die Spreu vom Weizen zu trennen. Friendzone gegen echtes Interesse gegeneinander abzuschichten und zu filtern. Eskalation ist, wenn Du beginnst ihre Hand zu halten. Oder sie zu küssen. Oder sie zu streicheln. Oder oder oder. Was auch immer. Hauptsache es geht raus aus der „Mensch bist Du ein lieber Kerl, Du bist so lieb, Du könntest mein aller aller bester Freund werden“-Nummer. Das ist nämlich ein großes Problem vieler Männer. Sie manövrieren sich da selbst rein und kommen da nicht wieder raus, weil sie passiv geblieben sind. Jetzt bin ich aber fast schon wieder in einem eigenen Artikel. Cut. Stopp.

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Gut, also ich musste nicht viel eskalieren. Ich hab das verbal gemacht, das geht natürlich durch Gesprächstechniken. Gerade so ein junges Mädl hat da natürlich nicht alles im Blick. Man kann sie führen und lenken. Nicht negativ, positiv! Und die richtigen Fragen und Anmerkungen meinerseits entlocken dann schon die Informationen, die notwendig sind, um zu wissen was Sache ist. Nicht immer muss man zum Kussversuch ansetzen, um zu wissen, dass man niemals geküsst werden wird. Jedenfalls nicht von dieser Frau… 😉

Ahja gut, und ich hab ihr natürlich klar gemacht, dass es besser ist von Anfang an klar zu sagen, dass sie kein Treffen mit einem Mann möchte, wenn es nicht so ist, dass sie es wirklich möchte.
„Ja, bla. Ohje, ja stimmt.“ Aber ich hätte so sympathisch gefragt.
Mädchen, davon kann ich mir auch nix kaufen.

Jedenfalls hab ich meinen Beitrag zur Nächstenliebe geliefert und ihr gesagt, dass beim nächsten Mal nicht die Zeit eines Mannes rauben soll, wenn das Ergebnis von Anfang an fest steht.

Morgen schreibe ich über meine neue Art „Tschüss“ zu sagen.