60.000 gegen 6

Gestern war ich Daygamen. Mal wieder. Wie in letzter Zeit wieder vermehrt. Es kam zu kurz über die letzten Wochen, wie ich hier schon zugegeben habe. Nur von nichts kommt eben auch nichts, daher liegt der Fokus jetzt erst mal wieder mehr darauf mehr Frauen anzusprechen und letztlich auch mehr Dates zu generieren.

Gestern war ich einigermaßen fleißig, ich glaube es ging 8 zu 1 aus, wenn ich richtig gezählt habe.

Ein interessantes kurzes Gespräch mit zwei Frauen (eher Mädls als Frauen!) war dabei, es gab zwar einen Korb von der Älteren, aber es waren zwei Bloggerinnen. Die Eine erzählte mir, dass sie über 60.000 Follower hätteund die Andere erzählte, dass sie knapp 5.000 hätte. Ja da bin ich mit meinen 6 Followern weit weg. 60.000 gegen meine 6. Das erinnert mich an den Film „Mein Name ist Nobody“ mit Henry Fonda. „Jack Beauregard“ gegen „Die wilde Horde“. Ich weiß nicht genau warum ich an diesen Film denken muss. Aber es ist so, ist aber auch echt komisch, die eine Szene darin. Die älteren Semester werden sich an diesen Film erinnern. Ich hab die Szene noch im Kopf und hier auch das Youtube Video dazu… falls ihr an meinen Gedanken teilhaben wollt. 🙂

 

Ich hab ihnen erzählt was ich so mache, dass ich nur da bin um meine Traumfrau kennen zu lernen und dass ich auch einen Blog habe. Im Gegensatz zu ihnen aber nicht um kostenlose Werbeprodukte abzukassieren, sondern um meine Mitmenschen an meiner kleinen Reise teilhaben zu lassen. Natürlich hab ich die beiden jungen verzogenen Mädls so neugierig gemacht, dass sie unbedingt wissen wollten was für einen Blog ich habe. Und natürlich habe ich es nicht gesagt. Wozu auch. Ich brauche keine Anerkennung für das was ich hier tue.

Ginge es mir hier um Klickzahlen, dann wäre das ein leichtes Spiel gewesen. Ich hätte sie bitten können per Link auf meinen Blog für etwas Bekanntheit zu sorgen. 60.000 Follower sind doch schon eine Menge. Sie war aber auch echt hübsch, die Kleine. Klar stehen da die ganzen Teeny Mädls und auch alle Jungs drauf, wenn so ein Kätzchen die Haare schön hat. Ja, mein Typ war sie gar nicht. Darum hab ich ihre Freundin angesprochen, die sicherlich weniger attraktiv war. Aber sympathischer wirkte. Im Nachgang muss ich sagen: Waren sie beide nicht, sympathisch. Aber arrogant. Sie seien gerade unterwegs zu einem Event. Ein – tut mir leid ich hab mir diesen Quatsch gar nicht gemerkt – Event. Jedenfalls gäbe es dort Champagner für sie. Ach wie schön. Ich hab zu Hause Leitungswasser. Das mag ich lieber.

Lustig fand ich dann nur wie es um das Thema Tinder ging. Die ältere der Beiden erzählte mir, dass man heute ja über Tinder seine Partner kennen lernen kann. Oder über Facebook. Ich lehne das ab, weil es unpersönlich ist. Das hab ich ihr so auch erklärt. Es ist nichts für mich, ich will der Frau in die Augen sehen können. Und ich hab ihr erklärt, dass das heute kein Mann mehr kann. Ich sagte ihr: „Zeig mir einen Typen, ich sprech ihn an, dann fragen wir ihn ob er Tinder hat. Und dann fragen wir ihn, ob er einfach so irgend ein Mädchen anquatschen würde, um ihr zu sagen, dass er sie attraktiv findet.“

Ich habe gesagt, dass unsere Generation es komplett verlernt hat miteinander zu sprechen. Und Mut hat kaum mehr ein Mann. Das war alles. Das war meine Live-Antwort auf die Aussage: „Heute macht man das über Tinder.“ Man(n) vielleicht ja. Ich aber nicht.

Die eine der beiden Mädls zeigte auf einen Jungen und meinte, dass der so aussehe als benutzer er Tinder. Den solle ich ansprechen. Ja gut, gesagt – getan. Es hat kurzzeitig für Erstaunen gesorgt, dass ich das getan habe. Einfach so.

EINFACH SO? OH MEIN GOTT. Ich hab es getan. Einfach so! Einfach so einen Menschen angesprochen. Ganz ohne Tinder und ohne Facebook?! Wie kann ich nur?! 😉

Leider hatte keiner der Jungs, die ich extra angesprochen habe, Tinder. Insofern war das kurze Social-Experiment auch wieder beendet. Ich wurde dann zwar von den beiden Mädls gefragt ob ich Psychologe sei, so wie ich rede und wirke, aber nein, das bin ich nicht. Mir ist nur mittlerweile alles egal. Kein Ego mehr. Ich quatsche alles an, jeden, überall, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Weil es keine Rolle mehr spielt.

Ich bin frei.