Ob ich Yoga- oder Meditations-Trainer bin?

Gestern Abend war ich in der Stadt zum Bargame. Dort hab ich zwei 2er Sets eröffnet.

Zuerst mal zwei Mädls aus Russland, alles auf Englisch. Die waren nur mit schminken beschäftigt. Eine Hand der Lippenstift, eine Hand das Ei-Phone mit Kamera auf sich selbst. Und dann wird in bester Tussi-Manier der Lippenstift nachgezogen, während die eigene Visage geschmeidig-arrogant in der Handy-Kamera begutachtet wird. Gesichts-Zirkus nenne ich das. Fürchterlich.

Später dann mit zwei anderen Frauen an der Bar gesprochen. Waren beide sehr nett und haben auch viele interessante und interessierte Fragen gestellt. Beide gebürtige Russinnen. Nur diesmal konnten beide deutsch. Na immerhin. Keine Touristen, dafür aber temperamentvoll. Recht schnell hab ich gemerkt, dass mir das bei den gewöhnlichen Frauen fehlt. Temperament. Eigene Meinung. Klare Botschaften. Ganz selten ist mir das erst passiert, dass mich eine Frau im Laufe des Gespräches nach meinem Namen fragt. Von sich aus. Gestern war es (wieder?! – kann man gar nicht mehr an das letzte mal erinnern) soweit, dass das passiert ist.

Ich war mit einem Wingman unterwegs, der in der Zeit leider warten musste. Dämlich immer. Denjenigen dann alleine lassen zu müssen. Das tut mir dann schon immer irgendwie leid. Aber noch mehr leid tut es mir, wenn ich ihn alleine lassen muss und dann nach 10 Minuten erfahre, dass beide verheiratet sind und Kinder haben. Ja gute Nacht.

Okay, zumindest haben wir uns gut verstanden. Es war ein eher ungewöhnlich tiefgründiges Gespräch. Nach dem üblichen Geplänkel (Job, Status, Geld, Alter) ging es dann wenigstens mal um das Leben an sich und um die eigenen Gedanken und Empfindungen und Wünsche. Und es ging irgendwann auch um Meditation und Yoga und Ernährung und Charakterunterschiede zwischen Deutschen und Russen. Und Gewohnheiten usw.

Ich wurde gefragt wie alt ich sei, was ich arbeite. Ob ich Yoga mache oder sogar Yoga- oder Meditations-Trainer sei. Es sei ungewöhnlich, dass ein Mann über Seele und das Leben redet, wurde mir gesagt. Das sei außergewöhnlich. Und es sei außergewöhlich, dass ich das Alter der beiden so exakt geschätzt habe. Yoga- oder Meditations-Trainer? What??? Ich?

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(Kleine Anmerkung am Rande: Nach ungefähr 500 bis 600 angesprochenen Frauen in 4 Monaten hat man irgendwann aber auch den Dreh raus und erkennt das Alter einer Frau zwar nicht gleich nackt an der linken Arschbacke – denn die hab ich ja noch nicht gleich nackt gesehen – aber an jeder kleinen Hautunreinheit im Gesicht erkenne ich das Alter inzwischen auch ohne Fernrohr auf 5000 Meter gegen den Wind. Und wenn es sein muss auch im Kopfstand. Und Augen zu.)

Jedenfalls hab ich natürlich gefragt warum und wie sie darauf kommen würden, dass ich so einen Beruf hätte. Sie meinten beide, dass man das an meinen Augen sehen könnte. Was ich ausstrahle und wie ich rede.

Bingo. Das war für mich ein großes Kompliment. Das nehme ich für mich gerne mit. Nicht die Tatsache an sich, sondern dass ich es geschafft habe! Was eigentlich? Endlich mal habe ich es wohl geschafft etwas Emotionalität zu transportieren! Das gelingt mir leider noch nicht allzu häufig. Gestern war so ein Abend. Endlich mal. Yes yes yes! Ich bin auf einem guten Weg. Denn das ist es was ich immer will: Gefühle rüber bringen. Bewusst? Ja bewusst. Geschauspielert? Nein, nicht direkt. Ich will als Mensch generell so wahrgenommen werden. Als emotionaler Mann, als Wesen mit viel Einfühlungsvermögen und Empathiefähigkeit. Das habe ich mir vorgenommen und daran arbeite ich seit langem. Längst versuche ich meine Gespräche wesentlich emotionaler zu gestalten. Das ist harte Arbeit. Wirklich.

Jedenfalls muss ich sagen… die beiden Damen haben nicht mehr aufgehört mir Fragen zu stellen, selbst als ich gehen wollte und sagte, dass mein Freund los möchte. Dann kamen noch immer Fragen wie: „Und seit wann beschäftigst Du Dich mit dem Bewusstsein und dem bewusst werden?“

Zu dem Zeitpunkt habe ich mindestens als Mensch attraktiv gewirkt. Sonst wären nicht so viele Fragen gekommen. Andererseits sind osteuropäische Frauen auch offensiver als deutsche. So bot mir die hübschere der beiden Damen einen Sitzplatz direkt neben ihnen an. Und auch sonst hatte ich den Eindruck, dass sie sich in meiner Gegenwart wohl fühlten. Was immer mein oberstes Ziel ist, dass Menschen sich gerne mit mir umgeben. Weil sie sich wohl fühlen und gut fühlen und auch beschützt fühlen. Oder zumindest sicher fühlen. Nur aufgrund solcher Emotionen kann sich eine Frau öffnen und sich auf einen fremden Mann einlassen. Es sind keine Erfolgsgaranten, sondern notwendige Voraussetzungen. Bis dahin hat noch keiner einen Blumentopf gewonnen, aber ohne diese Emotionen würde auch niemand je einen Blumentopf gewinnen können. Man ist in der Bringschuld. Ich mag das Wort „Schuld“ nicht. Aber so ist es letztlich. Man ist in der Bringschuld. Man muss erstmal investieren, in dem Fall eben Emotionen.

Ich hab das Ganze übrigens nicht eskaliert, weil es keinen Sinn macht. Man muss nicht nach der Nummer und nach dem Date fragen aus reinem Selbstzweck.

  1. Stehe ich nicht per se auf Frauen mit Kindern – wobei ich es auch nicht per se ausschließen würde, inzwischen nicht mehr, inzwischen kann bei mir wohl alles passieren
  2. Stehe ich nicht auf Frauen in Beziehungen – es kann passieren, dass man sich in eine verschaut, aber besser ist es die Finger davon zu lassen.
    (Papa hat mir das auch schon geraten, gell!)

So bin ich mit mir selbst für gestern Abend sehr zufrieden. In dem zweiten 2er Set fand ich die Eine der beiden Frauen attraktiv und ich hab das Gespräch eröffnet. Im Vorbeigehen. Es wird inzwischen alles immer selbstverständlicher. Hab einen Cocktail in die Hand genommen, bin an den Zwei vorbei gelaufen. Und beim zurück Gehen habe ich die Zwei angesprochen. Die Eröffnung war total simpel (für meine interessierten Leser! 😉 ):

„Heeeeey, das ist mal cool. Das was Du da trinkst ist ein Pina Cola oder??? Hab ich auch, schau hier! Unglaublich, dass ihr so etwas trinkt. Ich dachte immer ich wäre der einzige Mensch auf der Welt, der noch auf so etwas Altmodisches steht! Ihr auch!“

Und schwupp, bist Du im Gespräch. Der Rest ist normalerweise dann bla bla. Oder auch nicht. Selten kann es nämlich auch tiefgründiger werden. Gestern war so ein Zeitpunkt, was mir auch mal ganz gut tut.
Man hat nach einer gewissen Zeit den Dreh raus und erkennt, wann es Sinn macht weiter zu reden oder besser aus dem Gespräch auszusteigen. Man merkt es einfach an der Körpersprache und der Art, ob hier ein weiteres Investment lohnt oder nicht. Gestern bin ich dennoch ein paar Minuten länger im Set geblieben, obwohl ich dann schon erfahren hatte, dass es zwei Mütter sind, die wohl einigermaßen glücklich vergeben sind. Nur sie hatten ein bisschen was zu sagen und das hat mich interessiert. Ganz egoistisch. Und ohne weitere Absicht auf ein Date.
Ja Mädls, es ging dabei auch mal einfach nur darum was mir in dem Moment gefallen hat. Und mir hat in dem Moment gefallen mich mit Euch zu unterhalten. Tatsächlich stand für mich der Spaß im Vordergrund. Die Hektik von vor ein paar Monaten ist weg, die Ergebnisfixierung als oberste Maxime auch. Die Ergebnisse kommen eher nebenbei. Eher von alleine. Das ist gut. Es macht die Birne frei. Man steht nicht mehr so unter Zwang. Innerer eigener Zwang.

Und morgen schreibe ich darüber wie es ist mit dem Schiff in die Wüste zu fahren. Und auch dort im Sand festzustecken.

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Urlaub löst Krankheit ab

Ein sehr knapper Artikel. Muss ja nicht jeden Tag ein Roman werden. 🙂

Das Mädchen, das ich Freitag kennen gelernt habe (die vom 4 zu 1), hat mir auf meine Sprachnachricht gestern ebenfalls per Sprachnachricht geantwortet.
Sie sagte, dass ich der erst Mensch sei, dem sie eine Sprachnachricht schicken würde. Normal würde sie so etwas nicht mögen.

Letztens hab ich in einer Fachliteratur zum Thema Pickup gelesen bzw. gesehen, dass man Frauen Statements schicken soll. Und Bilder. Von Orten mit sich selbst drauf. Selfies sozusagen. Und vor allem Sprachnachrichten.

Das hab ich zuletzt bei ein paar Frauen ausprobiert. Witzig ist, dass einige dann auch per Sprachnachricht antworten. Hätte ich auch nicht gedacht, ist aber eine witzige Begebenheit.
Denn:
Telefonieren => Nein
„Auf die Mailbox reden“ => Ja

Verstehe das wer will.

2016-11-22

Sinn dieser Sprachnachrichten ist, dass man sich gegenüber der Frau damit mehr eigene „Präsenz“ verschafft. Sie hört den Mann, und wenn man ihr Selfies schickt, dann sieht sie den Mann auch. Interessanter Aspekt das so zu tun. Also bleib ich an der Sache dran, probieren wir das. Es könnte ein Schritt hin zum Telefonieren sein. Etwas, das mir allemal lieber ist als dieses Getippe ohne echten Sinn und ohne echte Emotion. Meistens verläuft ein Kontakt im Sand, daher ist es wohl ganz gut, wenn man es schafft aufs Telefon umzusteigen. Um die Chancen zu erhöhen.

Neueste Begebenheit ist aber: Das Mädchen vom Freitag hatte mit mir ausgemacht, dass wir uns „Dienstag“ treffen. Also heute. Dachte ich zumindest. Gestern schrieb sie mir, dass sie nächste Woche meinte. Da sie diese Woche erstmal auf Mallorca sei. Wahnsinn. Zuletzt klappten sämtliche Treffen deshalb nicht, weil die Frauen urplötzlich krank wurden. Aber meine letzten beiden Damen hatten ganz plötzlich Urlaub bzw. eine Geschäftsreise. Ich zähle das mal nicht als Date-Absage. Denn vielleicht war es tatsächlich nur ein Missverständnis. Außerdem hat sie direkt den nächsten Dienstag vorgeschlagen, eine Sprachnachricht geschickt und mir auch sonst noch geschrieben. Nicht viel geschrieben, nicht viel geredet und auch sonst kaum etwas. Aber ich zähle es mal als ein Missverständnis, mit ganz viel gutem Willen und zähle es erstmal noch nicht als die siebte Date-Absage der siebten Frau hintereinander…

Jedenfalls: Urlaub löst aktuell Krankheit als Top Ausrede ab! Zwei Frauen in Folge wegen Auslandsaufenthalten unter gar keinen – gar keinen! – Umständen treffen können.

Für mich sind das Ausreden, sie hätte schließlich auch Samstag oder Sonntag oder gestern vorschlagen können. Und von einem Mallorca Urlaub war keine Rede. Achja. Ist ja auch egal. Ich stell mich mal auf Nummer 7 ein. Hehe.

Zwei Dinge halten wir fest:
1. Urlaub/Reise löst Krankheit ab – das ist Fakt
2. Wann kommt wohl die erste Ausrede alá „meine Katze ist heute gestorben, ich kann leider nicht“ – wenn das passiert, dann geb ich einen aus. Das wäre einfach zu cool. Ich wart ja nur drauf. 🙂

Manchmal darf man auch einfach dankbar sein

Ich habe am Wochenende Zeit mit einer Frau verbracht, über die ich hier schon öfter mal schrieb. Kennen gelernt haben wir uns auf einem Volksfest. Im Vorbeigehen. Das ist nun einige Wochen her. Und wir genießen die gemeinsame Zeit, wenn sie auch sehr kurz sein mag. Was daran liegt, dass sie weiter weg wohnt und wir uns deshalb kaum sehen können. Dazu kommt, dass sie öfter am Wochenende arbeiten muss, was das Ganze zusätzlich nicht gerade einfach macht. Wäre auch zu schön im Leben, wenn alles immer einfach wäre.

Gestern Abend wollte ich sie jedenfalls zum Bus bringen, ist ja sehr im Kommen. Bus statt Bahn. Fernbusse sind einfach deutlich günstiger und einfacher zum Handhaben als die Bahn. Der Bus sollte am Abend abfahren. Von mir zu Hause bis zum Busbahnhof sind es normal ca. 20 Minuten. Wir hatten es zeitlich ganz gemütlich, sollte also alles ganz entspannt sein. Irgendwie haben es dann geschafft, dass wir später aus dem Haus kamen als geplant. Und nach wenigen Metern im Auto hab ich gemerkt, dass das verdammt knapp wird. Es war einfach wahnsinnig viel Verkehr. Und ich fing an mich zu ärgern, über mich selbst. Wie ich die Zeit so aus den Augen lassen konnte. Normal bin ich jemand, der früh genug los fährt und stets einige Minuten früher da ist als nötig. Nur gestern Abend nicht. Ich merkte wie die Minuten vergingen, eine rote Ampel folgte der nächsten. Und der nächste Bus war laut der Webseite bereits ausgebucht. Was bei einer weiten Rückfahrt für sie mega ungünstig gewesen wäre. Im Kopf ging ich schon das Szenario durch was wohl wäre wenn ich sie bis nach Hause fahren würde. Dann wäre ich gegen Mitternacht vielleicht wieder zurück gekommen. Eher später.

Ich hab ihr gesagt, dass es jetzt etwas ungemütlich werden würde. Es war schon dunkel. Was ich nicht gerade als Vorteil empfinde. Dann habe ich in den Sportgang geschaltet. Rote Ampeln hab ich keine genommen. Aber ansonsten alle Fahrmanöver durchgeführt, um es irgendwie noch zu schaffen. Sie sagte mir später, dass sie sich vor kam wie auf einer Verfolgungsjagd. Und dass es ganz spannend war. Naja, freut mich ja. Wenigstens hat es wohl für etwas Spaß gesorgt. Mein Führerschein wäre aber im ungünstigen Fall sicherlich einige Zeit weg gewesen. Auto fahren kann ich ja, dafür braucht man keine Verbote oder Erlaubnisse. Man fährt nicht deshalb schnell weil man es darf, sondern weil man es kann. Und weil man rechtzeitig ankommen will.

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Ich verstehe diejenigen inzwischen, die manchmal wie die Irren durch die Gegend jagen. Vielleicht haben sie auch nur ihren Besuch rechzeitig zum Busbahnhof fahren wollen und einfach die Zeit aus dem Auge verloren. Also in dem Punkt werde ich auch in Zukunft mehr Verständnis für Andere haben, glaube ich. Jedenfalls äußerte ich noch Rest-hoffnungsvoll, dass sie es schaffen könnte. Dazu würde ich sie noch auf der Hauptstraße mit Warnblinklicht aussteigen lassen. Sie müsste dann schleunigst aus dem Kofferraum ihre Sachen herausholen und die Treppe zu den Bussen herunter rennen. Ich würde dann derweil das Auto parken und nach kommen, für den Fall, dass sie den Bus nicht mehr erwischen würde. Gesagt, getan. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits fünf Minuten über der Zeit. Der Bus hätte längst weg sein müssen.

Ich fuhr hektisch herum, um einen Parkplatz zu finden. Letztlich stellte ich mein Auto auf eine schraffierte weiße Fläche. Es war die einzige Möglichkeit die Kiste schnell los zu werden, um zum Busbahnhof zu laufen. Und dann suchte ich dort und lief hin und her. Weit und breit keine Spur von ihr oder dem richtigen Bus. Anrufen konnte ich sie nicht, aus welchem Grund auch immer, aber sie war nicht erreichbar. In Whatsapp kam sie nicht online. So stand ich da und wusste nicht, ob es zeitlich noch für ihren Bus gereicht hatte. Nach einer gefühlten Ewigkeit – wahrscheinlich aber sogar nur 2 Minuten später – schrieb sie mir voller Freude, dass sie es gerade noch so in den Bus geschafft habe.

Vor ihr seien die letzten drei Fahrgäste eingestiegen, wovon einer noch mit dem Fahrer wegen dem Ticket diskutiert hatte. Das hatte uns genau gerettet. Nicht einmal eine Minute nachdem sie angekommen war, fuhr der Bus los. Zu diesem Zeitpunkt war es sieben oder acht Minuten nach dem regulären Abfahrtstermin.

Das hätte ich nicht erwartet, dass wir das noch schaffen würden. Die Verabschiedung oben an der Hauptstraße fiel kurz und knapp aus. Ohne viele Worte. Aber sie hat den Bus erwischt. Und kam letztlich gut zu Hause an. Worüber ich mehr als froh bin, für sie und für mich. Ich habe gestern Abend gleich mehrere Dinge gelernt bzw. mir wieder bewusst gemacht:

  1. Sei Dir zwischendurch auch mal bewusst, dass es manchmal Momente gibt im Leben, in denen und für die man dankbar sein darf. Nennen wir es Glück oder Zufall oder Schicksal. Jedenfalls läuft nicht immer alles schlecht. Okay, meistens schon. 😉 Aber eben nicht immer! Immerhin!
  2. Pünktlich sein heißt auch pünktlich und mit Puffer los zu starten. Da werde ich in Zukunft wieder stärker drauf achten.
  3. Mit meinem alten Auto hätten wir das zeitlich niemals mehr geschafft! Unfassbar, dass es noch geklappt hat. Wenige Sekunden hätten ausgereicht, um es in den Sand zu setzen. Da soll mal einer sagen, dass sich ein paar Euro mehr für einen Sportwagen nicht lohnen würden. 🙂

Und ich musste beim Schreiben dieses Artikels an einen meiner Lieblingsfilme denken. Das Boot. Ein Zitat aus dem Film, wer ihn kennt… Es passt einfach zu gut:
„Ne Schaufel Sand… der liebe Gott hat uns ne Schaufel Sand untern Kiel geschmissen.“

Philosophischer Sonntag – Umgebe Dich mit den Menschen die Dir gut tun

Mein heutiger Philosopischer Sonntag wird etwas anders sein. Zuerst werde ich ein paar persönliche Worte schreiben und dann erst zum philosophischen Teil kommen.

Philosophischer_Sonntag

Im Laufe der Woche hatte ich ein längeres Telefonat mit einer guten Bekannten. Eigentlich gehört sie zur Familie meiner Ex-Freundin. Warum eigentlich? Naja, trotz und nach der Trennung haben wir seither weiterhin Kontakt gehalten. Meistens Email und Telefon. Aber ein paar Mal auch im Rahmen buddhistischer Treffen gemeinsam mit Anderen. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es Menschen gibt, die anders sind. Menschen, die einen nicht gleich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Nur weil man aus der Familie ausgetreten ist oder austreten musste. Nach der Trennung verbrachte ich eine lange Phase in völliger Isolation. Und nach einiger Zeit habe ich mich nach und nach geöffnet. Leider war die Beziehung zu meiner Freundin zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu retten, aber der Kontakt zu ihr blieb bis heute bestehen. Wir schätzen uns und tauschen uns über verschiedene Themen aus. Und sie kennt meinen Blog.

Ich habe selten in meinem Leben derart tolerante und offene Menschen erlebt wie Dich. Dich habe ich über all die Jahre immer sehr geschätzt und war immer gerne bei Euch und mit Euch zusammen. Der Austausch mit Dir tut mir gut. Genauso wie ich über all die Jahre immer gerne für Euch da war, wenn ihr etwas benötigt habt. Danke besonders für Deine Unterstützung zu einer Zeit als ich sie sehr brauchte. Auch wenn es der kleinen Prinzessin und mir nicht mehr helfen konnte. Mir hast Du geholfen, auf Deine Art. Mit Ruhe und mit Güte. Und heute sprechen wir anders miteinander als damals. Vieles ändert sich. Das Gute in einem Menschen wird immer bestehen bleiben und ich glaube, dass wir auch weiterhin so offen und verständnisvoll miteinander umgehen können. Du bist ein toller Mensch.

Und sie empfahl mir mich wieder verstärkt der Meditation zu widmen. Und mich verstärkt mit Menschen zu umgeben, die mir gut tun. Ähnlich wie es mein Heilpraktiker letztens auch sagte. In einer Gruppe zu sein. Nicht nur, aber auch, um die Chance zu bekommen Menschen kennen zu lernen, die zu mir passen. Das tat ich in der Tat die letzten Monate zu wenig. Meine Kumpels und Freunde sind alle in Ordnung. Aber die kenne ich ja bereits. Es geht ja darum neue Menschen kennen zu lernen. Um nach vorne schauen zu können. Das geht wahrscheinlich nur, wenn ich nicht ausschließlich weiterhin in Bars und Clubs unterwegs bin.

Wie sagte der Heilpraktiker zu mir: „Sie gehen auch nicht in den Penny um Kaviar zu kaufen.“

Und zu dem ganzen Thema passt da etwas, das mir gut gefällt. Jetzt kommen wir zum eigentlichen Teil dessen, was ich heute teilen möchte:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Gestern Clubgame und die E-Zigaretten.

Jetzt, da ich gerade beginne zu schreiben, ist es 09:13 Uhr. Ich bin um 2 Uhr ins Bett und um 8 Uhr aufgestanden. Nicht viel Schlaf. Andererseits aber auch nicht allzu spät ins Bett. Gestern war wieder eine Runde Clubgame an der Reihe. Übrigens zum ersten Mal in etwas anderen Klamotten. Wieder mal etwas Neues.
Ich hatte eine schwarze Stoffhose und ein rotes Hemd an. Gestern mal noch etwas edler und auffälliger als sonst.
Eigentlich wollte ich noch mein Sakko dazu tragen, aber das hatte ich im Auto liegen gelassen und wollte den Weg nicht wieder zurück laufen. Egal.
Die Resonanz an dem Abend lautete: Du hast Selbstbewusstsein.
Das schon, aber kann natürlich auch sein, dass man damit das eine oder andere Reh verschreckt. Hm.

Es war ein relativ kurzer, aber wie oft zuletzt auch ein lustiger Abend.

Es ging 4 zu 1 aus. Die 1 hab ich natürlich auch in der Nacht noch kurz angeschrieben. Und keine Antwort mehr erhalten. Da braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn man nur 4 anspricht und 1 Nummer bekommt. Hätte ich 40 angesprochen, dann wäre alles okay gewesen. Dann hätte es ziemlich sicher 2 bis 3 Antworten gegeben. Nur gestern Abend war ich auch nicht alleine unterwegs, deswegen lag mein Fokus entsprechend auch nicht nur bei den Frauen. Nicht nur.

Die 4 Frauen hab ich auf der Straße angesprochen. Im Club später dann zwar auch noch zwei, allerdings hab ich da nach drei oder vier Sätzen gemerkt, dass da nichts rüber kommt. Also wende ich mich dann schnell wieder ab. Nicht mehr als sie wert sind. Diese „Versuch“ zähle ich übrigens nicht. Ich zähle nur die, bei denen ich eindeutig bis zum Ende eskaliert habe (Nummer/Date). Wenn ich zwischendurch merke, dass es eine uninteressante kleine Kühlschrank-Frau ist, dann pack ich meine sieben Sachen und mach mich wieder aus dem Staub. Ich bin der Preis. Nicht sie.

Mit zwei Mädls hab ich aber dann etwas länger an einer Bar gequatscht. Ohne irgendwelche Absichten. Obwohl, doch schon. Nur nicht mit Absicht bezogen auf sie direkt.

Bimm. Macht mein Handy gerade. Es ist 09:23 Uhr. Meine 1 von gestern antwortet. Hätte ich nicht mehr gedacht. Nachdem sie zwischenzeitlich schon mehrmals online war. Das wird hier ja fast ein Live Bericht. Okay dann springen wir zurück an die Bar.

Die zwei Mädls an der Bar, da waren wir stehen geblieben. Aber halt, da fällt mir was ein. Wir müssen nochmal kurz ausschweifen…

Also mein Wingman war hinter mir an der anderen Seite der Bar und hat sich mit einer alten reichen Dame unterhalten. Wirklich alt. Sie könnte meine Oma sein. Fast. Wahrscheinlich. Sie trug eine Cartier Uhr am Handgelenk. Geld hatte sie definitiv. Mit ihrem Nerzmantel. Und bestellte eine Flasche Schampus nach der anderen. Saufen kann sie also auch noch wie ein Loch. Und meine Hände wollte sie dann später auch nicht mehr loslassen. Das war aber nur, weil ich ihr kurz die Hand gab. Zur Begrüßung. Und da ich immer so kalte Hände habe (völlig untypisch für einen Mann, ich weiß!), hat sie kurz Mutter Teresa gespielt und mich gerettet und mir meine Hände gewärmt. Wahhh. Ein komisches Gefühl. In so einem Edel-Schuppen von einer alten Dame die Hände gewärmt zu bekommen. Ich hab mich mehrmals umgeblickt und mir gedacht was wohl die anderen Gäste denken, die mich sehen könnten. Ich junger Hüpfer bekomme da für meine zarten kleinen Hände eine Wärmflaschenkur to go. Und dann passierte das, was in meinem Kopf die letzten Wochen und Monate immer passierte:
Sofort mein völliges Bewusstsein einzuschalten und alle weiteren Gedanken über Board zu werfen. Nicht weil mir das gefallen hätte, dass die Frau meine Hände fest hielt. Sondern weil es wieder einmal ein Gedanken war der hieß: „Was denken die Anderen über mich?“

Raus! Weg damit! Bulls***. Das ist eine Katastrophe! Es ist egal was andere über mich denken! Ich schrieb hier darüber ja schon öfter, aber mir ist im Moment einfach wichtig, dass diese Gedanken mit „was denken die Anderen von mir?“ aufhören. Hin und wieder ertappe ich mich dabei. Und wenn das passiert, dann gibts nur eins: Voll dagegen und drauf. Ego zerstören, nenne ich das in meinen Artikeln immer wieder. Erst wenn der Quatsch aufhört, sich Gedanken um die Gedanken anderer Menschen zu machen, hast Du genug Selbstbewusstsein entwickelt um Raum für Deine eigenen Gedanken zu schaffen, die nur Dich betreffen und für Dich gut sind. Das ist der Weg. Und das (Zwischen-)Ziel. Das große Hauptziel steht im Titel meines Blogs. Daran ändert sich nichts. 🙂

Auch wenn ich das in dem Moment selbst irgendwie unangenehm finde, weil mir die Dame zu aufdringlich war. Aber dann hab ich das Positive für mich in den Vordergrund gerückt: Mir war echt kalt. Und ihre Hände waren warm. Und nach 1 Minute waren meine Hände auch warm. Also alles gut. Und sie hat sich gefreut wie ein Schnitzel, weil ich so kalte Hände hatte. Passt doch. Buddhistisch gesehen auch, zumindest der Teil, dass ich ihr eine Freude gemacht habe. 😉

Und nun zurück zu den zwei Mädls an der Bar. Die eine hatte so eine E-Zigarette in der Hand. Also hab ich natürlich gleich eröffnet. Ich hätte auch wegen ihrem schwarzen fein gezeichneten Rand um ihre Lippenstift-verseuchten Lippen eröffnen können. Aber ihre Lippen interessierten mich nicht. Ich mag solche Frauen nicht. Mich interessierte die E-Zigarette. Es gibt diese Dinger wohl in einer Einweg-Version. Ohne Nikotin. Das ist ja interessant. Mit irgend einem Frucht Geschmack. Die Eine der Beiden hat mich dann mal ziehen lassen. Schmeckte interessant. So ähnlich wie eine Shisha. Die Andere hat mich dann auch ihre probieren lassen. Mit Kokosgeschmack. Das fand ich echt witzig. Frei von Nikotin. Eigentlich eine ganz vernünftige Erfindung, im Gegensatz zur klassischen Zigarette. Aber für Männer ist das glaub ich eher nix. Wirkt sehr weiblich das Ganze.

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So ging der Abend dann auch relativ bald aus. Nur noch etwas getanzt, Musik war aber miserabel. Also war es auch gut, dass es früh nach Hause ging.

Achja: Nein! Ich hab mir von der alten Frau die Nummer nicht geholt! Pfui! Hört mal auf so ein Zeug von mir zu denken! :p
Da hab ich noch zig Jahre Zeit. Aber auf meinen Wingman ist sie echt gestanden. Haha.

Nicht nur Versuch Nummer 6

Gestern ging es um ein Date, und darum ob sie meine Nummer 6 werden würde. Nummer 6 inwiefern? Nach 5 Date-Absagen von 5 verschiedenen Frauen in den letzten Wochen ging es nun darum, ob sie die Nummer 6 werden würde? Oder würde das Date zustande kommen?

Wir ziehen den Vorhang auf!

Tadaaaaaa. Trommelwirbel…

YES! Nummer 6! Haken dran, dann haben wir hier die Messlatte nochmal um eins hoch gelegt.

Und wann kam die Date-Absage? 1,5 Stunden vor dem Date. Prima. Perfekt. Wieso gleichen sich eigentlich sämtliche Date-Absagen so sehr? Warum immer so knapp vorher? Wieso weiß man das nicht schon mittags, dass man abends nicht möchte. Und warum wird 6 Frauen vor 6 Dates meistens plötzlich übel oder es geht ihnen sonst irgendwie schlecht? So schlecht oder so übel jedenfalls, dass ein Date abgesagt werden muss.

Ich denke gerade darüber nach, ob man da ein Schulfach einführen sollte. Obwohl, halt. Eigentlich könnte man das in den Biologie Unterricht super mit rein packen. Und dann würde ich das Kapitel im Unterricht nennen: „Wie rette ich meine Gesundheit in ein Date“

Hä? Wie? „Gesundheit in ein Date“ retten? Ja ganz einfach, wir klären das auf. Irgendwas Komisches muss zuerst mal passiert sein, dass eine (offensichtlich 08/15-)Frau eine Telefonnummer an einen unglaublich charmanten und liebevollen Mann (Zwicker! 😉 ) gibt. Und mit ihm ein Date ausmacht. Irgendwas Komisches ist dafür wohl verantwortlich. Man schreibt sich danach mehr oder weniger oft hin und her und manifestiert die Date-Absicht. Und dann kommt der große Tag. Die Stunden laufen ab, die Stunden die näher zum Date führen. Und kurz davor… plötzlich… wird der Frau schlecht oder sie fühlt sich komisch oder unwohl oder oder. Das sind die offiziellen (Aus!)Reden jedenfalls. Und jetzt setze ich mit meinem Bildungsprogramm an. Ich würde hier direkt in den Biologie Unterricht einsteigen. Vielleicht kann man hier mal alle an einen Tisch setzen. Lehrer, Ärzte, Wissenschaftler. Und etwas gemeinsam ausarbeiten, was dann allen Frauen hilft. Dabei hilft wie sie ihren kränkelnden Gesundheitszustand… in ein Date retten können!

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Denn um nichts Geringeres geht es. Der Frau zu helfen stark genug zu sein, die wenigen letzten Stunden auch noch heil zu überstehen, um das Date stattfinden lassen zu können. Mehr ist das doch gar nicht. Angesprochen wurde sie. Für eine weitere Kontaktmöglichkeit zwischen Mann und Frau wurde auch gesorgt. Es wurde sogar ein Date vereinbart. Und dazwischen vergehen manchmal einige Tage oder sogar Wochen. Und dann… wenige Stunden vor dem Date kommt plötzlich eine große schwarze Wolke der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Ohhhhh. Das ist doch schade. Muss doch nicht sein. Schöner wäre es doch, wenn in den entscheidenden wenigen Stunden unmittelbar vor dem Date die Frau sogar einen Vitamin-Boost bekommen würde. Oder einen mentalen Senkrechtstart. Oder sie sich einfach eine tolle neue Handtasche kaufen würde. Irgendetwas in der Art. Irgendetwas was die Frau gesundheitlich auf einem Level hält, das sie in das Date rein rettet.

Damit direkt in die Möglichkeit einen wundervollen Menschen kennen zu lernen. Aber komischerweise haben das „meine“ letzten 6 Frauen nicht geschafft. Und sich damit selbst einer wundervollen Möglichkeit beraubt. Das ist doch echt nicht nötig, Mädls.

Darum sage ich: Weiter gehts. Und ich bleibe weiter dran auf der Suche nach einer tapferen Frau, die ein kleines bisschen gesünder ist. Oder wenigstens gesund genug sich in ein Date mit mir zu retten.

Ironie aus. Klappe zu, Affe tot.

Und meine Nummer 6? Ja, sie war die erste Frau, die ein Date mit mir abgesagt hat und sich dabei zig mal entschuldigt hat. Und die erste Frau, die aktiv einen Ausweichtermin vorgeschlagen hat. Heute Abend zum Beispiel. Aber da kann ich nicht, hab ich ihr geantwortet. Da hab ich in der Tat schon etwas geplant. Sonntag schlug sie dann noch vor. Aber da kann ich auch nicht. Denn über das Wochenende bekomme ich Besuch. Man muss ja nicht immer können. Ich will ihr nun nicht völlig Unrecht tun. Denn es gibt einmal von 100 Mal auch sicher so eine Situation, die wirklich ernst ist. Wo die Frau es wirklich gerne wollte, aber es nicht ging, den Mann zu daten. Deswegen bin ich da ja weiterhin ganz offen und gelassen. Mal sehen…

Aber bis dahin kann ich nur sagen: Zum Glück gibt es Alternativen im Leben! Alternativen, denen vor dem Date nicht plötzlich schlecht wird. Oder wo der Hamster plötzlich am Abend noch sein 50-Jähriges feiert und die Frau in Paris auf die Gala ihres kleinen Nagers eingeladen ist. Eigentlich wollte ich doch jetzt gar nicht mehr abdriften in die Ironie. Ach. Ich kann einfach nicht anders. Das bin ich. 🙂
Jedenfalls schön, dass es Alternativen gibt, die einen Wert schätzen dafür, dass man ist wer man ist und was man ist. Danke Pickup, ich verbeuge mich vor Dir für Deine Alternativen. Aber wir wollen es auch nicht verschreien, nicht dass die Alternativen auch noch plötzlich Kopfweh bekommen.

Also jetzt nochmal und abschließend… Ironie aus. Klappe zu, Affe tot…

Musste einfach sein, den Artikel habe ich gestern Abend vor dem Schlafen gehen schon geschrieben und vorbereitet. Er entspringt also dem kreativen Moment der emotionalen Tiefe. Und in meinem Herzen bin ich Humorist, Ironist, Sarkast und Zyniker. Mit Leib und Seele. Und wenn mir als Mensch etwas Komisches widerfährt, dann verarbeite ich das lieber mit einem Lachen als mit einem Weinen. Und es ist einfach zum Lachen. Nein, es ist sogar nur noch lächerlich. Lächerlich, dass es solche Zufälle in einem Menschenleben gibt. Wie diese 6 an der Zahl. Hintereinander. Bumm, bumm, bumm, bumm, bumm, bumm. 6 Mal der gleiche Zirkus. Und inzwischen nehme ich alle Zufälle an. Auch die wirklich Lächerlichen. Denn sie bescheren mir Freude. Dabei sorgen sie dafür, dass Platz frei wird für weitere schöne Momente mit anderen Menschen. Neuen geplaten Dates. Momenten, die dann einfach nur schön sind und nicht mehr lächerlich. Nichts genaues weiß man nicht, vielleicht wird auch nur der Platz frei für Nummer 7.

Versuch Nummer 6

Ein kurzer Tweet. Heute Abend steht ein Date an. Versuch Nummer 6.

Warum Versuch? Warum Nummer 6?

Zuletzt wurden mir 5 erste Dates in Folge von 5 verschiedenen Frauen abgesagt. Deshalb versuche ich es natürlich weiterhin. Irgendwann endet jede Durststrecke. Und selbst wenn es nur aufgrund von Zufall ist. 😉

Also gehe ich es wieder an. Und starte Versuch Nummer 6.

Übrigens, auch interessant: Sämtliche erste Dates, die mir seit meinem Beginn mit dem Pickup abgesagt wurden, waren gleichzeitig auch das Ende. Es kommt erfahrungsgemäß zu keinem zweiten Termin. Zu keiner zweiten Chance. Auch wenn viele Frauen dann erst mal so tun als ob. Widerlich, könnte man sagen. Ja, würde ich antworten. In erster Linie denke ich aber, dass Menschen dabei einfach zu wenig bereit sind Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen und auch unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren, dazu zu stehen und sie auch klar zu äußern. Und die Wahrheit in diesem Moment lautet aus Sicht der Frau schlicht: „Ich hab einen keinen Bock auf Dich!“

Warum und wieso spielt keine Rolle. Sie hat keinen Bock auf mich. Fertig. Aber diese wenigen Worte bzw. diese klare Aussage bekommen die meisten Frauen schon nicht hin. Ich hab das nicht extra statistisch erfasst, aber es sind wirklich maximal 20%, die klar sagen: „Ich hab mir das nochmal überlegt und möchte Dich heute und auch sonst nicht mehr treffen.“

Es gibt Frauen mit Rückgrat, die das tun. Es gibt sie. Aber 20% sind nicht viel. Wenn wir aus allen Wäldern in Deutschland 80% der Bäume abholzen würden, dann würde ein Aufschrei stattfinden. Zurecht. Denn dann wäre es sehr schlecht um unsere Wälder bestellt. Schlichtweg sehr kahl. Und wenn nur 20% der Frauen einem Menschen sagen können, dass sie ihn nicht mehr wieder sehen wollen, dann muss ich das akzeptieren? Ja muss ich. Natürlich. Tu ich auch. Gerne inzwischen.

Aber ich mach es hier publik. Weil es einfach so lächerlich ist. 🙂

In letzter Zeit lese ich immer häufiger etwas über den Begriff „Generation Y“. Mir gefällt dieser Ausdruck. Und auf Wikipedia (Anmerkung: Bei politischen Artikeln mit Vorsicht zu genießen! – bei wissenschaftlichen Aritkeln hingegen ist Wikipedia meist ganz gut) steht zum Generation Y unter anderem:

„Improvisation und Lebensplanung:
Die Ypsiloner sind Meister im Improvisieren. Ihr Lebenslauf verliert die Gradlinigkeit, die noch für die Eltern typisch war. Leben ist für die Generation Y viel weniger planbar als früher. Bei allem Stress, den sie durchaus empfinden, genießen die Ypsiloner das auch, weil es sie unabhängig und frei macht. Sie sind nach dieser Hypothese „Egotaktiker“, die alle wichtigen Lebensentscheidungen nach den unmittelbaren Vorteilen und Nachteilen für die eigene Person und ihr Wohlbefinden abschätzen.“

Das sehe ich auch so. Es geht der Generation Y ausschließlich mehr um sie selbst.
Der Nächste zählt nicht mehr viel, außer er zahlt einem viel.

So, genug angeklagt. Tägliche Portion abgearbeitet. Jetzt fühl ich mich wieder frei und gut. 🙂

Und irgendwie freue ich mich heute Abend darauf die Frau zu sehen, die ich vor ca. 3 Wochen angesprochen habe. Wenn es denn dann am Ende nicht im Versuch stecken bleibt und sie die Nummer 6 wird. Sie ist sehr humorvoll, ich mag Sarkasmus. Das haben Frauen meist nicht, sakastischen Humor. Ein bisschen Stromberg. Sie lacht viel. Sie ist intelligent.
Das ist jetzt auch nicht gerade häufig der Fall. Hat aber auch nichts mit Mann und Frau zu tun. Die Intelligenz.
Ohje. Aber zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass das ja auch immer vom eigenen Standpunkt abhängt. Wie man sich selbst sieht. Es ist immer ein Blick aus der eigenen Perspektive und kein generelles Werturteil. Nicht falsch verstehen. Aber wenn ich oben auf dem Baum sitze, dann kommen mir die Blumen da unten auch kleiner vor, als sie Menschen wahrnehmen, die unten neben der Blume stehen. So ist das auch beim Thema Intelligenz. Ich sage das ohne einen Hauch von Überheblichkeit. Sondern ich akzeptiere einfach nur was aus meiner Sicht ist. Und eines kann ich inzwischen sicher sagen:

Es ist gar nicht immer so gut da oben auf dem Baum zu sitzen. Manchmal wäre ich einfach nur froh, wenn ich da unten neben der Blume wäre. Denn dann ist sie greifbar und ich sehe das Einfache und Schöne hautnah.

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