Die Zahlen sind zu niedrig!

Gestern schrieb ich darüber, dass meine Zahlen zu niedrig sind.

Um das Ganze Vorhaben nicht nur im worteichen aber ansonsten sehr heißem luftleeren Raum verstummen zu lassen, habe ich natürlich gleich eine Aktion eingeläutet. Ich werde mich Samstag mit einem Kumpel treffen, um gemeinsam pickuppen zu gehen. Er macht das Ganze schon seit ca. drei Jahren. Dabei verfolgt er zwar eine völlig andere Zielrichtung als ich, aber das hat ja auch mit mir nichts zu tun. 🙂

Anfangs hat er mir einige Tipps gegeben und mir gesagt worauf es aus seiner Sicht ankommt. Die Tipps hab ich dankend und gerne angenommen. Auch wenn es mir gar nicht möglich war seine Tipps wirklich in die Praxis umzusetzen.

Ich weiß noch wie ich wie ein kleiner Junge gefragt habe: „Sag mal, was ist denn ein guter Spruch zur Eröffnung?“

Alleine die Frage! Unglaublich!
Was ist ein GUTER Spruch zur Eröffnung?

Ich weiß noch was er mir sagte: „Es spielt keine Rolle!“

Damit war ich alles andere als zufrieden, das weiß ich noch genau. Unbedingt wollte ich wissen was er denn immer so sagt. Und dann hat er mir klar gemacht, dass er nichts festes im Gepäck hat und einfach immer los plappert was ihm in den Sinn kommt, was ihm gerade einfällt. „Hi, wie gehts?“ zum Beispiel.

Das wollte ich nicht glauben. Ich konnte es nicht glauben. Zu sehr war ich noch am runterbeten auswendig gelernter Standardsprüche. Zu sehr war ich noch nervös und froh darüber mich zu trauen überhaupt eine Frau anzusprechen. Ein paar Monate später kann ich seine Sätze von damals sehr gut nachvollziehen.

Heute eröffne ich auch irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. Frei nach Nena. Aus fast jeder Situation mache ich eine situative Eröffnung. Hat sie einen lila Regenschirm in der Hand, dann gibts etwas über lila Regenschirme. Beobachtet sie gerade einen Regenwurm in der Paarung, dann gibts ein Regenwurm-Paarungsgespräch. Moment mal, paaren sich Regenwürmer einfach so? Interessante Frage, finde ich. Siehst Du. Schon bist Du im Gespräch…

Weiter im Text. 🙂

Morgen gehen wir jedenfalls – wenn das Date nicht abgesagt wird (!!! HAHA !!!) – in die Stadt zum Pickuppen. Und von dort aus dann vielleicht noch weiter in Kaufhäuser oder Passagen. Mal sehen. Spontan.

Wichtig ist im Leben in Ebbe-Phasen: Werde Dir klar warum gerade so eine Phase ist. Analysiere sie. Werde Dir bewusst wo die guten und die schlechten Faktoren liegen. Und dann nimm Dir etwas vor. Etwas, das dafür sorgt, dass Du aus der Ebbe raus kommst in die Flut. Und das Wichtigste dabei: Zeige Aktion. Nimm das Heft Deines Lebens in die Hand und tu was. Tu meinetwegen vielleicht auch nicht gleich das „Richtige“. Aber tu was.

Jeder noch so dämliche oder misslungene Approach ist ein guter Approach. Weil Du etwas getan hast. Es ist wie mit dem Joggen. Gehst Du 10 Minuten joggen und hörst dann einfach auf, weil Du keine Lust mehr hast, dann ist das definitiv besser als die 10 Minuten gar nicht erst raus gegangen zu sein. Sei froh über die 10 Minuten! Und meistens ist es doch so: Ist man erst mal dabei, dann laufen die restlichen 50 Minuten fast von alleine. Und ehe Du Dich versiehst hast Du 1 Stunde hinter Dir. Oder vielleicht 3 Telefonnummern und 3 Dates mehr.

Und das ist mein Ziel. Die Traumfrau kommt zwar um die Ecke gelaufen und sie kommt von ganz alleine um die Ecke gelaufen. Du musst sie jedoch ansprechen, um sie kennen zu lernen! Anders geht es nicht!
Aber während ich diese Zeilen auf meiner Couch zu Hause schreibe, bin ich mir sicher, dass sie nicht bei mir vor der Tür stehen wird und einfach so bei mir klingelt um zu sagen: „Hey, ich weiß nicht wer Du bist. Aber ich hab einfach mal aus Spaß bei Dir geklingelt, um zu schauen wer hier wohnt. Jetzt wo ich Dich sehe… willst Du mich heiraten?“

2016-11-25

Das ist was für Hollywood. Briefträger und Paketboten machen das da vielleicht so. Herzlich willkommen in der Realität. Hier läuft das anders. Du bewegst Deinen Hintern nach draußen, undzwar egal wie schlecht das Wetter ist! Regnet es, dann geh in eine Passage. Manchmal – so wie jetzt – fallen mir alte Storys von mir ein…
Ich hatte mal einen Regentag, der war unglaublich zermürbend. Er ging damals 14 zu 1 aus. Erst die Nummer 14 brachte mir eine Telefonnummer ein. Daraus wurde dann ein Date. Aber nicht mehr. Selbst das Date war wohl das mieseste, das ich je hatte. Insofern 13 Körbe an einem Regentag. Mit einer Telefonnummer, das zum schlechtesten Date geführt hat, das ich je hatte. Es war der nervigste Pickup-Tag seit meinem Beginn (Selbstmotivation, vom 06.08.2016).

Und ist das heute noch wichtig? Sicher nicht. War es wichtig dennoch immer weiter zu machen? Absolut! Hätte ich irgendwann aufhören sollen? Höchstens wenn die Müdigkeit einsetzt. Und selbst dann sollte man weiter pickuppen gehen. Pickup ist nicht nur für Hoch-Phasen. Pickup ist etwas für alle Lebenslagen. Deine Partnerin oder Dein Partner wird Dich auch nicht immer nur freudig und strahlend erleben, insofern ist das natürlich, dass man auch mal müde ist oder mies drauf. Wichtig ist ausschließlich seinen inneren Schweinehund an den Rand der inneren Explosion zu quetschen und ihm zu sagen: „Jetzt erst recht!“

Samstag. Pickuppen zu zweit.
Und was ist wenn mein Wingman unser „Date“ absagt?
Dann gehe ich alleine raus. So viel steht fest! Der Samstag gehört mir!

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