Versuch Nummer 6

Ein kurzer Tweet. Heute Abend steht ein Date an. Versuch Nummer 6.

Warum Versuch? Warum Nummer 6?

Zuletzt wurden mir 5 erste Dates in Folge von 5 verschiedenen Frauen abgesagt. Deshalb versuche ich es natürlich weiterhin. Irgendwann endet jede Durststrecke. Und selbst wenn es nur aufgrund von Zufall ist. 😉

Also gehe ich es wieder an. Und starte Versuch Nummer 6.

Übrigens, auch interessant: Sämtliche erste Dates, die mir seit meinem Beginn mit dem Pickup abgesagt wurden, waren gleichzeitig auch das Ende. Es kommt erfahrungsgemäß zu keinem zweiten Termin. Zu keiner zweiten Chance. Auch wenn viele Frauen dann erst mal so tun als ob. Widerlich, könnte man sagen. Ja, würde ich antworten. In erster Linie denke ich aber, dass Menschen dabei einfach zu wenig bereit sind Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen und auch unangenehme Wahrheiten zu akzeptieren, dazu zu stehen und sie auch klar zu äußern. Und die Wahrheit in diesem Moment lautet aus Sicht der Frau schlicht: „Ich hab einen keinen Bock auf Dich!“

Warum und wieso spielt keine Rolle. Sie hat keinen Bock auf mich. Fertig. Aber diese wenigen Worte bzw. diese klare Aussage bekommen die meisten Frauen schon nicht hin. Ich hab das nicht extra statistisch erfasst, aber es sind wirklich maximal 20%, die klar sagen: „Ich hab mir das nochmal überlegt und möchte Dich heute und auch sonst nicht mehr treffen.“

Es gibt Frauen mit Rückgrat, die das tun. Es gibt sie. Aber 20% sind nicht viel. Wenn wir aus allen Wäldern in Deutschland 80% der Bäume abholzen würden, dann würde ein Aufschrei stattfinden. Zurecht. Denn dann wäre es sehr schlecht um unsere Wälder bestellt. Schlichtweg sehr kahl. Und wenn nur 20% der Frauen einem Menschen sagen können, dass sie ihn nicht mehr wieder sehen wollen, dann muss ich das akzeptieren? Ja muss ich. Natürlich. Tu ich auch. Gerne inzwischen.

Aber ich mach es hier publik. Weil es einfach so lächerlich ist. 🙂

In letzter Zeit lese ich immer häufiger etwas über den Begriff „Generation Y“. Mir gefällt dieser Ausdruck. Und auf Wikipedia (Anmerkung: Bei politischen Artikeln mit Vorsicht zu genießen! – bei wissenschaftlichen Aritkeln hingegen ist Wikipedia meist ganz gut) steht zum Generation Y unter anderem:

„Improvisation und Lebensplanung:
Die Ypsiloner sind Meister im Improvisieren. Ihr Lebenslauf verliert die Gradlinigkeit, die noch für die Eltern typisch war. Leben ist für die Generation Y viel weniger planbar als früher. Bei allem Stress, den sie durchaus empfinden, genießen die Ypsiloner das auch, weil es sie unabhängig und frei macht. Sie sind nach dieser Hypothese „Egotaktiker“, die alle wichtigen Lebensentscheidungen nach den unmittelbaren Vorteilen und Nachteilen für die eigene Person und ihr Wohlbefinden abschätzen.“

Das sehe ich auch so. Es geht der Generation Y ausschließlich mehr um sie selbst.
Der Nächste zählt nicht mehr viel, außer er zahlt einem viel.

So, genug angeklagt. Tägliche Portion abgearbeitet. Jetzt fühl ich mich wieder frei und gut. 🙂

Und irgendwie freue ich mich heute Abend darauf die Frau zu sehen, die ich vor ca. 3 Wochen angesprochen habe. Wenn es denn dann am Ende nicht im Versuch stecken bleibt und sie die Nummer 6 wird. Sie ist sehr humorvoll, ich mag Sarkasmus. Das haben Frauen meist nicht, sakastischen Humor. Ein bisschen Stromberg. Sie lacht viel. Sie ist intelligent.
Das ist jetzt auch nicht gerade häufig der Fall. Hat aber auch nichts mit Mann und Frau zu tun. Die Intelligenz.
Ohje. Aber zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass das ja auch immer vom eigenen Standpunkt abhängt. Wie man sich selbst sieht. Es ist immer ein Blick aus der eigenen Perspektive und kein generelles Werturteil. Nicht falsch verstehen. Aber wenn ich oben auf dem Baum sitze, dann kommen mir die Blumen da unten auch kleiner vor, als sie Menschen wahrnehmen, die unten neben der Blume stehen. So ist das auch beim Thema Intelligenz. Ich sage das ohne einen Hauch von Überheblichkeit. Sondern ich akzeptiere einfach nur was aus meiner Sicht ist. Und eines kann ich inzwischen sicher sagen:

Es ist gar nicht immer so gut da oben auf dem Baum zu sitzen. Manchmal wäre ich einfach nur froh, wenn ich da unten neben der Blume wäre. Denn dann ist sie greifbar und ich sehe das Einfache und Schöne hautnah.

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