Auf der Jagd nach Anerkennung Teil 2

Das wird nur ein kurzer Artikel heute. Es ist Teil 2 zu Auf der Jagd nach Anerkennung.

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Da ging es um eine Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Tante, wie ich sie genannt habe.

Um es kurz zu machen: Bis zum Samstag kam keine Antwort mehr von ihr. Ich hatte ihr nach ihrer Date-Absage drei mögliche Folgetermine in dieser Woche vorgeschlagen. Nachdem eben keine Antwort bis Samstag kam, hab ich sie noch am Samstag kurzer Hand gelöscht. Warum lang rum überlegen. Wenn jemand nicht spontan ja oder nein sagen kann, dann ist das letztlich immer auch ein perverses Spiel mit Gefühlen von Menschen. Und dann ist es einfach besser schnell abzuspringen und sich nicht weiter auf so etwas einzulassen.
Außerdem macht das auch gedanklich frei.

Ich hab im Moment nur noch mit einer Frau Kontakt, mit der sich ein Date anbahnen könnte. Sie habe ich vor kurzem in der Stadt angesprochen. Habe mein Auto geparkt, bin ein paar Meter gelaufen. Und da kam sie mir schon mit einer Freundin entgegen. Nein, mein Auto hat sie nicht gesehen, falls die Frage aufkommen sollte. Aber ich hab sie direkt angesprochen und es entwickelte sich eine wahnsinnig lustige Unterhaltung. Wir konnten nicht spontan ein Date vereinbaren, da sie erstmal nach Island und auf die Malediven fliegen musste. Weil sie als für so eine Event-Managment-Dings-Firma arbeitet.
Schön -> viel reisen -> ja.
Schlecht -> wenig zu Hause -> buh.
Mit ihr könnte es noch zu einem Date kommen. Sie ist immerhin jetzt wieder zurück von der Reise. Und der Kontakt ist nie abgebrochen. Sie hat zumindest von sich aus aktiv immer wieder mal ein paar Lebenszeichen gegeben. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Ansonsten steht nichts mehr an mit „neuen“ Frauen.

Soweit der aktuelle Status. Pickup hab ich derweil ganz gut in den Alltag integriert. Gestern Abend kurz ein 1 zu 0 geholt in einer Bar. Passt. Aber die letzten Wochen war ich auch nicht mehr in der Masse beim Pickuppen. Ich hatte meine paar Kontakte und die hab ich einfach laufen lassen. Gestern schrieb ich ja schon davon, dass ich einen der Kontakte beende. Und damit wird auch wieder der Weg frei für neue Möglichkeiten. Man kann schließlich nicht mit unendlich vielen Frauen gleichzeitig Kontakt haben. In welcher Form auch immer. Chatten. Telefonieren. Treffen. Man kann sich nicht zerteilen. Die eigene Zeit ist kostbar und die letzten Wochen habe ich bereits gemerkt, dass meine eigene Zeit etwas ins Hintertreffen geraten ist. Aufgrund der vielen Kontakte, Treffen und zunehmenden Intensität der Begegnungen. Einerseits schön, andererseits bin ich auch wieder zunehmend froh um (m)eine eigene Zeit.

Die meisten Frauen sind es einfach im Ansatz nicht wert, dass man Zeit mit ihnen verbringt. So wie das Mädchen über das ich gestern schrieb.

Ich stelle mir inzwischen öfter selbst die Frage:
Wer zum Teufel will (auch auf Dauer) mit so einer Frau zusammen sein?!

Derjenige muss echt kaputt sein. Aber es gibt bestimmt Männer, die sich selbst nichts wert sind. Für die sind solche Frauen dann bestimmt gut. Puh, ich mein das ernst. Heftig. Bin ich froh, dass ich meinen Wert mehr und mehr kennen gelernt habe. Nach einer langen Zeit des Zweifelns an sich selbst und der zunehmenden Unzufriedenheit mit der eigenen Situation. Befreit. Raus da. Nach vorne schauen. Es ist durchaus lustig im Moment. Freilich ist es zu Hause so, dass da immer noch niemand fest auf einen wartet. Keiner, der ein schönes duftendes Essen zubereitet hat oder Dich freudig an der Tür empfängt. Das hatte ich früher und hab es aufgegeben, aus verschiedenen Gründen. Gut, Essen gab es zwar nicht oft für mich, das hab meistens ich zubereitet, aber zumindest wurde ich immer freudig empfangen. Jedenfalls hab ich das nicht mehr. Leider, kann ich heute mit Gewissheit sagen. Leider schon. Aber das hilft nichts. Außer die Erkenntnis bleibt nicht viel. Und die begleitet einen. Die Erkenntnis packt manchmal schonungslos zu. Noch immer. Trotz all der unglaublichen Erfahrungen aus den letzten Monaten. Es bleibt da immer ein Rest an Tiefgründigkeit und Erinnerung. An gute Zeiten. Die vermisse ich. Da bin ich ehrlich.

Jemand in meiner Familie hat mir vor kurzem gesagt: „Wenn ich manchmal solche Erinnerungen habe, die mich traurig machen, dann packe ich sie in eine Wolke und schicke sie weg.“
Das hab ich ein paar mal ausprobiert. Es funktioniert. Nur zeitweilig. Aber es geht. Danke für den Tip. Irgendwann wird der Himmel schon wieder wolkenlos sein. Und dann sehe ich auch in der Nacht wieder die Sterne funkeln. Im Idealfall dann auch nicht mehr alleine.

Heute bin ich weiter. Und weiß die guten Zeiten mehr zu schätzen. Aber es hilft nichts. Die Fähigkeit aus der jetzigen Zeit etwas Gutes zu machen, die besitze ich inzwischen. Nur der Mensch an der Seite, um die Zeit zu teilen, der fehlt noch. Und mittlerweile werde ich das Gefühl nicht los, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis ich diesen Menschen finde. Mir selbst bin ich noch nicht sicher, ob das ein Grund ist traurig zu sein. Ich bin mir wirklich unsicher. Daher lasse ich das im Moment mal offen. Aber ja, Geborgenheit ist ein hohes Gut. Und die fehlt im Moment absolut.