Was geschah Freitag Nacht? Teil 2 von 2

Heute geht es weiter mit Teil 2 vom Samstag. Direkt und ohne Umschweife… Viel Spaß!Wir befinden uns also im Gespräch mit den zwei Mädls…

Nach einer Weile kamen dann auch Gegenfragen. Aber man muss sie natürlich auch etwas provozieren. Klassiker inzwischen. Frauen sind in mancherlei Hinsicht sehr einfache Geschöpfe. Genau wie wir Männer. Obwohl wir geschlechterübergreifend völlig anders ticken. Frauen wollen entdecken. Geheimnisse lüften. Abenteuer, aber exklusiv. Sie wollen einzigartig sein dürfen. Die Eine, Jene, Welche, sein. Sie wollen nichts hingelegt bekommen, sondern das Gefühl verspüren, selbst zugegriffen zu haben. Also muss man es ihnen bestmöglich bieten. Das ist Kunst.

Wenn ich meine Stärken analysieren würde, dann ist meine größte Stärke inzwischen sicherlich meine Gesprächsführung. Wenn man mal alles miteinberechnet. Aussehen, Statur, Körpersprache, Stimme, Intelligenz, Wissen, Status, Geld, Klamotten, Style, Ausstrahlung usw.
Ich arbeite an all diesen Aspekten täglich. Und all diese Punkte sind inzwischen auf einem guten oder zumindest ganz passablen Niveau. Und doch ist Eines interessant: Ich beschreibe meine Gesprächsführung als meine größte Stärke und sehe mich darin jedoch gleichzeitig noch ganz am Anfang.
Damit bin ich mir bewusst, was für ein unglaubliches Potenzial noch in mir steckt. Und ich freue mich jeden Tag, dass ich hier noch immer mit riesigen Schritten voran komme.

Zurück zu den Gegenfragen. Ich hab mir natürlich nicht das ganze Gespräch im Detail gemerkt, aber was dann nach ein paar Minuten ohne Gegenfragen ganz gut funktioniert, ist das „ich hab einen zweiten Vornamen“-Ding. Sieht bei mir so aus:
Bla bla bla… über alles mögliche… und nachdem wir uns vorhin schon einander vorgestellt haben, komme ich später nochmal auf die Namen zurück und sage:
„Was ich immer spannend finde, sind zweite oder dritte Vornamen.“

Dann schaute ich also erstmal die linke der beiden Mädls an (an der ich übrigens kein Interesse hatte) und fragte sie: „Hast Du auch einen zweiten Vornamen?“ Es ist total egal, was sie darauf antwortet. Ob sie nun Magdalena, Waltraud oder Brunhilde heißt. Oder auch gar nichts. Ich verliere ein paar nette Worte darüber, ein bisschen Smalltalk. Dann drehe ich mich leicht zur Rechten der Beiden und frage sie das Gleiche. Wieder Smalltalk. Und als die Namensgeschichten vorbei sind, sage ich ganz beiläufig: „Ich hab auch einen ganz coolen zweiten Vornamen.“ Und wechsle sofort das Thema. Keine Ahnung mehr, was es war. Also ich könnte die Linke dann gefragt haben: „Und wo geht Ihr jetzt dann noch hin?“
Du kannst fast Deinen Arsch drauf verwetten, dass die Rechte Dich dann fragt: „Und wie heißt Du jetzt mit zweitem Namen?“ Genau das will ich ja erreichen. Gegenfragen von meiner „Angebeteten“. 🙂
Es kann so einfach sein. Dadurch dass Du die Linke etwas völlig anderes frägst, ist sie dermaßen abgelenkt und beschäftigt, dass sie Dir nicht ins Wort fallen wird, um Dich nach Deinem zweiten Namen zu fragen. Aber Deine Zielperson wird es tun. Fast immer. Frauen lieben das. Etwas herausfinden. Entdecken. Also gib ihnen was zu spielen. Dann sind sie glücklich.

Nach einer Weile war ich mir dennoch nicht sicher, ob es zu einem Nummern tauschen reicht. Also hab ich freundlich und ruhig das Gespräch verlassen und mich verabschiedet. Ich wollte keinen unnötigen Korb provozieren und durch das Gespräch vorher wusste ich ja, dass sie bestimmt noch eine Zeit lang da sitzen würden. Also spiele ich mein hin-und-weg-Spiel und gehe erstmal ein Stück Pizza essen. Die wesentlichen Themen hatten wir ja fürs Erste schon mal durch. Also ist alles in Butter.

Und auf dem Weg zurück, einige Minuten später, sitzen die Zwei natürlich immer noch da. Ich denke mir das so:
1. Habe ich keine Bedürftigkeit signalisiert und war nicht aufdringlich, weil ich erstmal gegangen bin.
2. Haben die Mädls dann Zeit zum Verarbeiten gehabt. Vielleicht haben sie auch darüber geredet, dass das ganz merkwürdig ist, dass ein Typ vorbei kommt, lange mit ihnen redet, bestimmt 10 Minuten, um dann einfach „so“ zu gehen.

Und darum geht es ja. Attraktivität auf Getuschel zu erzeugen. Es sind nur Gedanken. Vielleicht haben sie sich auch über ihren geplanten Goldfischkauf unterhalten. Man weiß es nicht. Aber ich würde wetten, dass ich mit meiner Vermutung nahe an der Realität liege.

Es heißt ja hin-und-weg-Spiel. Also mache ich von vorne weiter: Wieder hin.
„Ah cool, ihr seid ja noch da!“
(Logisch, deswegen bin ich ja gegangen, weil klar war, dass sie noch da sind. Aber so wirkt das viel natürlicher!)
Und einfach wieder ganz vertraut weiter gemacht mit dem Gespräch von vorhin. Nur diesmal mit einem Stück Pizza in der Hand. Lecker.

Nach einigen Minuten weiterem bla bla muss irgendwann der Close kommen. Also mach ich das ganz ruhig und versuche dabei zu strahlen. Ich achte in dem Moment sehr auf echte innerliche Freude. Keine Angst vor der Antwort. Sondern Freude über die Frage und den Gedanken auf einen Kaffee mit der Rechten.

„Du [Name], ich find Dich wahnsinnig sympathisch. Es war jetzt so ein nettes Gespräch. Ich hab erst überlegt, wie ich Dich fragen soll. Aber Du lächelst so süß. Ich würd mich nächste Woche gerne mit Dir auf einen Kaffee treffen und Dich kennen lernen. Hast Du Lust?“

Noch ehe sie etwas sagen konnte, meinte die Linke: „Das ist jetzt so süß, da kommen mir fast die Tränen.“
Und das sagte sie nicht ironisch.

Ja, sie hätte Lust mich auf einen Kaffee zu treffen. Könnten wir gerne machen.
Yes! Einen Tag vereinbart, also mal ins Auge gefasst (wichtig!). Noch ohne ganz konkret zu werden. Aber den Gedanken muss man zumindest schon mal ankern. Und die Nummern getauscht.

Ich fand sie wirklich süß. Mein Wing sagte danach zu mir:
„Die hat echt ein süßes Gesicht und sieht gut aus.“

Ja, fand ich auch. 6,5 mindestens. 🙂

2016-10-31

Soweit zum Infield-Erfahrungsbericht. Weiter im Hauptstrang:

Das 2 zu 2 gestern im Club war hingegen nicht solide. Es war kaum Zeit, weil mein Wingman gehen wollte, also musste ich auf die Tube drücken. Und zu wenig Zeit mit einer Frau vor dem Number Close zu verbringen heißt auch oft zu wenig Vertrauen und Attraktivität aufgebaut zu haben. Dementsprechend verläuft so ein Ding gerne im Sand. Mal abwarten. Dennoch eine starke Leistung, weil ich zuerst ihre Freundin angesprochen habe. Und nach fünf Minuten im Gespräch erfuhr, dass sie vergeben ist. Dann muss man das Ding erst mal drehen und es schaffen zur Freundin zu wechseln. Gesprächführung hin oder her. Das ist nicht immer so einfach das geschickt einzufädeln. Mission gelungen!

Diese Woche bin ich wieder aktiver im Daygame gewesen. Nach einigen Wochen Pause. Vorgestern auch in der Bahn. Gestern auf dem Weg zum Club.
Ich muss sagen, es macht (wieder) Spaß. So eine schöpferische Pause tut auch mal gut. Die zwei Wochen im Ausland waren gut, um den Kopf etwas mit anderen Dingen zu füllen und Altes liegen zu lassen. Ein wenig hatte ich Bedenken, dass ich das Ansprechen nicht mehr können würde. Nach über 4 Wochen ohne einen einzigen Approach. Und was muss ich sagen? Das Gegenteil ist der Fall!
Mir geht es besser als je zuvor dabei. Und ich bin auch in den letzten Tagen mehrmals beim Reflektieren erschrocken über mich selbst. Da ist gar keine Ansprechangst mehr. Selbst in der Bahn, wo mir Menschen gegenüber sitzen und zuhören, die Angst – auch wenn sie zuletzt sowieso nur noch gering war- ist wie weg. Keine Ahnung was mit mir passiert ist. Es ist ungeheuerlich.

Für heute Abend steht ein Date an. Für Mittwoch auch eines. Und vielleicht klappt das mit Donnerstag ja mit meiner 6,5. Kann man nie wissen. Aber nach zuletzt drei Date-Absagen in Folge (vgl.Mein erster Dreier) wird es auch mal Zeit, dass wieder mal eines klappt… Good Luck to myself! Oder ohne Anglizismen… Gutes Glück zu mir selbst. 😉