Ein Date nicht ausgemacht – ein anderes hat sich aufgelöst

Gestern schrieb ich darüber, dass ich zukünftig immer versuchen werde zuerst ein Date zu vereinbaren (vgl. Fortsetzung zum Samstag). Und danach erst die Nummer zu tauschen. Nicht anders herum. Nicht erst Nummer tauschen und dann mühsam versuchen ein Date hinzubekommen durch ewiges getippe und gechatte (telefonieren will die neue Frauen-Generation sowieso nicht – verlernt).
Anfängerfehler… Abhaken. Draus lernen.
Hab ich. Läuft!

Ich schrieb, dass ich letzten Freitag direkt in eine Situation kam, in der ich kein Date vereinbaren konnte. Das war noch ganz in der Früh. Auf dem Weg zu meinem Termin beim Heilpraktiker. Ich saß an der Bahn und wurde von einem Mädchen angesprochen. Wie sie denn da hin komme, wo sie nun hin wollte. Sie sei neu in der Stadt und kenne sich noch nicht so gut aus.

2016-10-18

Passt. Dafür bin ich doch da. Also zeig ich Dir das einfach auf der Karte. Sie hatte es eilig. Und mein Termin war in 10 Minuten. Also keine Zeit zu verlieren. Schnell innerlich ein hohes Energielevel aufbauen. Aufladen. Im Schnellmodus. Turbo rein und zünden. Wusch. Voll präsent!
Wo Du denn her kommst. Cool. Ja und seit wann Du denn schon da bist. Ach, kenne ich auch. Ja. Ich darf jetzt gleich zur Massage. Oh, Du findest auch, dass das ein toller Start in den Tag ist. Wünschen sich bestimmt viele. Aber ein bisschen tut es auch weh. Die Nadeln bei der Akupunktur. Und wenn man geknetet wird. Mimimi. Und so weiter. Aber hey, Du hast echt ein süßes Lächeln. Und ich fand es echt sympathisch wie Du mich angesprochen hast. Lass uns doch mal auf einen Kaffee gehen.

Und dabei hab ich ihr natürlich tief in die Augen geblickt und sie hat kurz überlegt, als würde sie Spannung aufbauen wollen… Um dann… Positiv zu reagieren und zuzusagen.
Nun, ich konnte kein festes Date ausmachen. Warum?

a) Weil ich für letzten Freitag Nachmittag schon ein Date vereinbart hatte. Also am gleichen Tag. Mit dem Mädchen aus dem Flugzeug.

b) Ich für Samstag schon ausgebucht war, Eltern und am Abend eingeladen bei Freunden (es gibt leckere selbstgemachte Käsespätzle, sind mir versprochen worden! 🙂 )

c) Ich Sonntag Besuch bekomme, bis Dienstag.

d) Mittwoch ich für mich haben möchte, auch mal Pause von diesem ganzen Pickup Ding.

e) Ich für Donnerstag das nächste Date vereinbart habe. Siehe Artikel vom Samstag (vgl. Und schon wieder ist alles anders – 1 zu 1).

So, und da soll mir einer sagen, dass es noch einfach ist. Den Freitag wollte ich nicht anbieten. Der ist mir oft heilig. Und da weiß ich noch nicht immer was ich tun möchte. Eine Woche vorher nicht. Leben im Jetzt. Ihr wisst schon. Und nicht leben eine Woche im Voraus. Also hab ich ihr gesagt, dass wir das einfach im Nachgang noch ausmachen. Weil ich so stark eingebunden bin zur Zeit und viele Termine habe. Ich sie aber eben gerne kennen lernen würde.

Nun, geschrieben hab ich ihr kurz. Eine Antwort kam auch. Immer ein gutes Zeichen.

Nur merkwürdig war dieser kleine goldene Ring am Ringfinger! Und mein „und sag mal, das da ist Dein Ehering oder?“ rief ein „ach der, nein nein, das ist nur ein Ring von meinem Freund“.

Achja. Achso. „Nur ein Ring von meinem Freund“. Ja.

Na dann, lassen wir das mal auf uns zu kommen und schauen wir mal, ob wir erfahren werden, was es mit „nur ein Freund“ oder war es „nur ein Ring“ oder „nur ein Ring von nur meinem Freund“ auf sich hat. Unfassbar.

Damit stand es dann letzte Woche zwei zu zwei. Und das Ganz ohne große Mühe. Läuft bei Dir. 🙂

Und was wurde aus meinem Date am letzen Freitag. Das mit der Flugzeug-Frau? Es war Weltklasse. Warum? Weil sie es mir einige Stunden vorher abgesagt hatte.
Mensch war ich glücklich. Ich hatte doch am Abend vorher das Mädl mit den Taccos kennen gelernt. Aber eigentlich wollte ich an dem Vorabend früher heim, tatsächlich bin ich dann länger geblieben, wegen meinem Wingman. Und wegen dem Tacco-Mädchen. Dabei hatte ich vor am Abend zu Hause etwas sauber zu machen, da doch am Tag drauf das Flugzeug-Mädchen zu mir kommen würde. Wir hatten darüber gesprochen, dass es bei mir leckeren Chai gibt. Mit Milch. Chai Latte. Selbst gemörsert. Selbst gemixt. Ein Genuss. Und so kam ich fast etwas in Zeitnöte. Aber ich wollte den Abend mit dem Tacco-Mädchen und meinem Wingman einfach nutzen.

Und dann hatte ich eben zu Hause nicht mehr aufräumen können. Und schwupp war der Tag rum und es war Freitag. Und das Date mit dem Flugzeug-Mädchen stand an. Und es war immer noch nicht aufgeräumt zu Hause. Saugen und so.

Die Absage von dem Flugzeug-Mädchen kam mir wie gerufen. Ich danke Dir dafür. Von Herzen. Damit hat sich für mich der Kreis perfekt geschlossen und in Symbiose aufgelöst. Ich konnte am Vorabend ein Mädchen kennen lernen und ein neues Date ausmachen. Und musste für Dich nicht mehr eilig zusehen, dass ich meine Dinge geregelt bekomme. Perfekt!
Wir hatten zwar ein paar Mal telefoniert, über die Tage. Und einige Male geschrieben. Aber als es dann ernst wurde, sagte sie ab.
Ein anderer Pickup Artist nennt solche Frauen übrigens „Attention-Bitches“. Die nur Aufmerksamkeit wollen, Bestätigung, und ehe es ernst wird, ziehen sie sich wieder zurück. Um das Spiel mit dem nächsten Kerl genauso fortzuführen. Es ist zwar nicht mein Sprachgebrauch. Aber ich würde sagen, dass es auf sie in dem Einzelfall ganz gut zutrifft. Über die tieferen psychologischen Hintergründe für ein derartiges Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom wollen wir an der Stelle nicht eingehen. Sie wäre es ohnehin nicht wert.

Gespürt hatte ich das irgendwie auch schon. Denn bereits einen Tag vorher waren die Nachrichten anders. Und sie hielt sich kurz und knapp. Ich könnte eine kleine Analyse starten, was wohl passiert sein könnte. Aber ich lasse das. Wofür. Du hast Deine Aufmerksamkeit bekommen. Und ich hab Dich inzwischen aus meinem Handy gelöscht. Wieder eine tote Nummer. Der Friedhof wird größer. Damit packe ich wieder einmal meine Sachen und mein Weg kann weiter gehen. Mit jedem Mal komme ich der Einen näher. Danke liebe Flugzeug-Frau. Auch wenn Dich andere Attention-Bitch nennen. Ich nicht. Du bist aber trotzdem eine. 😉