Fortsetzung zum Samstag

Also setzen wir fort zum Samstag (Und schon wieder ist alles anders – 1 zu 1). Ich hatte versprochen darüber zu berichten wie der Number-Close mit dem Mädchen aussah. In zweierlei Hinsicht. Einmal wie ich zukünftig anders heran gehe beim Closen. Und andererseits wie der eine jene welche konkrete Close ausging.

Im Unterschied zu früher werde ich nicht mehr die Nummer als das Primärziel betrachten. Ein klassischer Anfänger-Fehler. Woher aber auch wissen, wenn nicht lernen. Also was hab ich wohl immer gemacht: Bla bla. Trallala. Blub blub. Ja, mein Name ist. Und Deiner. Schön. Oh, sieh mal. Wow. Ui. Haste nicht gesehn. Und irgendwann? Frägst Du nach der Nummer. Danach auf keinen Fall raus gehen aus dem Gespräch, wenn es nicht unbedingt sein muss. Sonst wirkt das so gestelzt und abgehackt. Unbedingt noch ein paar Minütchen weiter quasseln. Es soll sich für die Frau nicht anfühlen als wäre es all die Zeit nur um die Nummer gegangen. Ganz am Anfang beim Pickuppen ist man noch so nervös, dass man innerlich ein Feuerwerk entzündet, wenn man die ersten Telefonnummern ergattert. Und will sofort raus aus dem Gespräch. Einerseits weil man ultra nervös ist. Andererseits weil man „sein Ziel“ erreicht hat.

Um dann kurz darauf festzustellen, dass die Flake-Quote enorm hoch ist. Buh. Aber eine hohe Flake-Quote heißt auch immer, dass der Close nicht solide genug war. Also bist Du selbst „Schuld“. Kein gutes Wort. Aber das macht es gerade anschaulicher. Schuld ist niemand an gar nichts. Schuld ist etwas für Herrscher und Barbaren. Einer ist oben, einer unten. Wir aber sind Menschen. Keiner ist oben, keiner ist unten. Wir stehen auf einer Stufe. Und ich spreche nicht von Schuld. Nur von gesunder Selbstreflexion. Und die muss an der Stelle einfach lauten, dass Du bei einer hohen Flake-Quote einfach noch kein guter Pickup Artist bist. Schlimm? Nö. Solange Du auf Deinem Weg bleibst, um einer zu werden. Eine einzige Ausnahme sei mir erlaubt, um den Weg zum Pickup Artist zu verlassen: Wenn ich vorher abbiege, weil ich meine Traumfrau gefunden habe. Logisch.
Denn das Pickuppen ist kein Selbstzweck. Nicht für mich. Und ich glaube, dass es für die meisten Pickupper (ja liebe Pickupper, ihr könnt mir jetzt ein fieses Päckcken mit einer Stinkbombe zuschicken!) eben sehr wohl ein Selbstzweck ist. Sie haben andere Ziele als ich. Mir geht es nicht darum so viele Frauen in so kurzer Zeit wie möglich in die Horizontale zu bringen. Sondern darum mich weiterzuentwickeln, menschlich. Und auch geistig und seelisch. Und dabei meine Traumfrau zu finden. Und einer Frau die Chance zu geben, zu entdecken, dass ich ihr Traummann bin. Dafür übernehme ich den aktiven Part und spreche an. Nur dafür. Nichts anderes.

So. Abgeschwiffen. Aber das kann ich zu gut. Es sprudelt. Und dann schreibe ich. Wahnsinnig gerne.

Jedenfalls lautet das Primärziel inzwischen: Ein Date ausmachen! Direkt!

2016-10-17

Und das hab ich an dem Abend. Direkt. Allerdings nicht für die nächsten zwei bis drei Tage, wie es am Besten wäre. Denn da ist alles noch frisch im Gedächtnis und „Gefühle“ sind bei ihr präsent. Ich konnte kein schnelles Date ausmachen, da ich sehr eingebunden bin zur Zeit. In verschiedene Dinge. Auch mit einer Frau. Also hab ich eines für sieben Tage später ausgemacht. Konkrete Uhrzeit. Konkreter Tag. Bumm.
Das hab ich ihr auch so konkret gesagt, dass ich zur Zeit viel unterwegs bin und nicht so oft Zeit habe, deshalb sei mir ein fester Tag wichtig. Sonst würden wir das beide bestimmt vergessen und dann wäre es schwupp, raus aus dem Sinn. Und nachdem das Date vereinbart war, hab ich – zur Sicherheit, falls mir was dazwischen käme – vorgeschlagen, dass wir noch unsere Nummern austauschen. Gesagt. Getan.

Und dann? Nein! Nicht sofort raus aus dem Gespräch! Nicht! Unbedingt wenigstens ein paar Minütchen weiter quasseln. Gib der Frau das Gefühl, dass das Date und die Nummer zufällig passiert sind. Es war nie Ziel. Es war nie Absicht. Es war nie gestellt. Es war natürlich und frei.

Und ich werde besser. Definitiv. Jedes Mal. Auch dieses Mal. Und das Schöne dabei: Es war nicht gespielt und nicht gestellt, da ich tatsächlich auf nichts aus war. Also konnte ich frei handeln und frei probieren und entdecken.

Das werde ich in Zukunft immer so machen! Immer? Ja, wann immer es geht. Was eigentlich? Na das Ding mit dem direkten Vereinbaren des Dates! Einmal konnte ich das gerade nicht, das war letzten Freitag der Fall, darüber schreibe ich dann morgen.

Und was nehme ich aus der Geschichte mit der neuen Herangehensweise mit?

a) Dass sie klappt. Definitiv. Sie wird nicht immer klappen. Natürlich nicht. Aber sie klappt. Also werde ich sie als neue Eskalationsstufe in mein Vorgehen übernehmen. Wichtige Erkenntnis!

b) Dass ich auch in Lederjacke approachen kann – undzwar erfolgreich. Gestern war es soweit. Neues Outfit (vgl. Neuer Style) – First time in my life! 🙂