Und schon wieder ist alles anders – 1 zu 1

Und schon wieder ist alles anders.

Gestern noch hatte ich einen Artikel darüber geschrieben, dass ich seit meinem Urlaub noch immer nicht Basketball gespielt habe. Keine Frauen angesprochen. Keine Körbe abgeholt.

Und dann kommt alles anders.

Vorgestern Abend, da war der Artikel von gestern schon fertig geschrieben, war ich mit einem Freund in einer Bar. Er reservierte einen Tisch und hatte ein paar seiner Bekannten und Freunde eingeladen. Und er fragte mich spontan, ob ich auch Lust hätte zu kommen. Klar. Ich wollte ihn doch sowieso mal wieder sehen, nach meinem Urlaub.

Der heutige Artikel ist hingegen aber wirklich von heute. Garantiert. In Farbe. Und bunt. 🙂

Und so saßen wir um einen Tisch herum und nicht weit weg von mir saßen zwei Mädls an der Bar. Sie naschten Chips. Genauer gesagt Taccos. Diese eckigen kleinen Dinger mit verschiedenen Dips. Ich mag Mais. Also auch Taccos. Jedenfalls sahen sie mir beide nicht nach zwei optischen Weltwundern aus. Dafür sahen sie natürlich aus. Menschlich. Und das ist mir Weltwunder genug. Menschlich zu sein. Und ich wollte nach einigen Wochen der Pause des aktiven Ansprechens einfach nur ein kleines Gespräch. Vielleicht um wieder warm zu werden. Vielleicht auch einfach nur, weil ich es vermisst habe. Ein bisschen ist das ja schon wie eine Droge. Menschen kennen lernen. Es gibt einfach so viele verschiedene auf der Welt.

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Ich hab mal gehört, dass es sieben Milliarden sein sollen. Wer die wohl alle gezählt hat? Ich hab als Kind beim Zählen nie Lust gehabt weiter als 100 zu kommen. Das wird dann irgendwann ein Selbstzweck. Und Selbstzwecke sind langweilig. Aber sieben Milliarden? Da muss jemandem langweilig gewesen sein. Und dass er dann auf so eine gerade Zahl kommt. Was für ein Zufall. Die Welt ist einfach unerklärlich. Die Zahl ändert sich doch ständig, dachte ich. Na gut, jedenfalls gibt es in jedem Gespräch etwas zu entdecken. Und wenn es nur ein Korb ist.

An dem Abend gab es keinen Korb. Ich geh wie immer mit hoher Energie in die Eröffnung. Aber ohne Ziel. Keine „ich find Dich attraktiv und will Dich kennen lernen“-Eröffnung. Sofort sind mir Taccos angeboten worden. Das ist schon selten. So eine Geber-Mentalität. Normal bin das immer ich, der mit der Geber-Mentalität. Nur nicht auf materieller Ebene. Die Eröffnung mit hoher Energie, dabei aber definitv. Und an dem Abend hab ich direkt zur Eröffnung viel zurück bekommen. Mal was anderes. Nach ein paar Sätzen bin ich wieder raus aus dem Set. Ich wollte ja nichts Bestimmtes, nur ein bisschen Smalltalk. Und da ich außerdem natürlich sah, dass sie ihre Getränke noch gefüllt vor sich stehen hatten, war mir auch klar, dass sie noch eine ganze Weile in meiner Nähe sitzen würden. Kein Grund zur Panik. Lass den Kahn also ruhig treiben, wir sind nicht auf einer Regatta. Es reicht manchmal einfach das Meer und die eigene Umgebung zu beobachten und wahrzunehmen. Dann weißt Du auch wohin der Wind drehen und gehen wird.

Nach einigen Minuten nochmal kurz zu ihnen hin und mir etwas aus der Karte zeigen lassen. Und wieder weg.
Später hab ich dann auch Taccos bestellt, allerdings mit Käse überbacken. Und selbstverständlich hab ich dann auch welche zum Probieren angeboten. Und schwupp waren wir wieder im Gespräch. Open, Close. Open, Close. Open.

Ich hab nicht explizit auf die Uhr geschaut, aber es war dann bestimmt fast ein zwei stündiges Gespräch. Die Linke war älter als die Rechte. Die Rechte hatte gleich klar gemacht, dass ich „zu alt“ bin. Haha. Passt. Damit hast Du dich selbst schon mal disqualifiziert, damit blieb die Bahn frei für die Linke. Obwohl ich das am Anfang gar nicht wollte. Ich wollte nur reden.

Im Laufe des Gesprächs war es einfach sympathisch, wir haben uns toll verstanden und ich hab es fast als meine Pflicht (aber im Positiven!) gesehen, sie nach einem Date zu fragen. Es gibt nur einen Unterschied in der Herangehensweise. Die hab ich im Urlaub weiter entwickelt. Ich hab meine Zeit aktiv genutzt. Gut zu werden. Aber erstmal besser zu werden. Den Unterschied im Number-Close beschreibe ich nicht morgen in einem Artikel. Denn morgen ist der philosophische Sonntag. Da geht es immer um übergeordnetere Dinge. Also dann Montag. Außerdem erfahrt ihr Montag nicht nur meine inzwischen andere Art der Herangehensweise eines Number-Closes, sondern auch wie er an dem Abend ausging.

Und die Moral von der Geschicht? Sprich sie an, nur sei auf den Erfolg nicht so erpicht! 🙂

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