Eine Woche ohne Approaches

Unglaublich. Nun bin ich schon die zweite Woche wieder zurück aus dem Urlaub. Und hab noch immer keinen Approach hingelegt. Warum? Ich war ja fast schon süchtig danach, die letzten Monate.

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Höre ich jetzt damit auf? Ist das Thema Pickup beendet? Nein, ich denke nicht. Sicher nicht. 🙂

Aber es ist im Moment so:
Ich habe einfach das Gefühl, dass es mir alleine auch gut geht. Bisher konnte ich das alleine Sein nicht vollständig genießen. Im Gegenteil. Ich fühlte mich oft leer. Das ist inzwischen öfter anders. An manchen Abenden bin ich einfach froh, wenn ich mich auf meine Couch legen kann, die Füße hoch, und Ruhe habe. Es gibt so viele schöne Dinge, mit denen ich mich beschäftige oder noch beschäftigen möchte.

Gestern hab ich über mein neues Auto geschrieben. So, und dann geh ich runter, seh mir den schwarzen Wagen an. Wie alles blitz und blank funkelt. Das Licht scheint drauf. Am Tag die Sonne. Abends die Beleuchtung. Und ich hab mich inzwischen in die Konturen dieses Autos verliebt. Es sieht futuristisch aus. Dazu diese unglaublich tollen Lichter am Auto. LED statt Xenon. Und im Auto erst, die Beleuchtung. Toll. Und der Sound der Anlage. Ein Genuss. Aber der Reihe nach, erstmal mache ich die Fahrertüre auf, diese schwere massiv anmutende Türe. Und setze mich rein. Es riecht neu. Alles ist so sauber. Und dann drücke ich auf den Start Knopf. Die Zeiten von Zündschlössern sind wohl langsam vorbei. Und ohne die Erlebnisse und Eindrücke mit meinem Auto hier weiter auszuführen, aber ich hab im Moment nicht das Gefühl, dass mir jemand auf dem Beifahrersitz fehlt.
Unglaublich. Ich bin fassungslos ob meiner Selbst.

Das hätte ich vor Wochen nie gedacht. Wirklich nicht. Ich brauche im Moment niemanden ständig neben mir. Im Gegenteil. Oft merke ich, dass mir viel Nähe zu viel ist. Egal ob Freunde oder Frauen. Aber auch das wechselt ab. Auch habe ich dann an anderen Tagen wieder einen stärkeren Wunsch nach Geborgenheit und Zweisamkeit. Aber es ist okay wie es ist. Denn es soll passen, und nicht erst passend gemacht werden.

Andererseits bin ich momentan aber auch sehr gut ausgelastet mit einer Frau. Wir telefonieren täglich. Und am Wochenende werde ich sie vermutlich besuchen, dann zeigt sie mir ihre Stadt. Da wir nicht so nah beieinander wohnen, verlängere ich mein Wochenende. Ein bisschen Zeit miteinander ist schon etwas Schönes. Ich weiß meine Zeit überhaupt erst zu schätzen, das hatte ich vorher in meinem Leben nie derart getan. Erst seit einigen Monaten ist das so. Und das ist gut so. Denn nur dann kann ich anderen Menschen auch das Gefühl geben, dass sie mir wichtig sind. Weil mir die Zeit mit ihnen wichtig ist.

Warum habe ich den Absatz mit dem Auto da oben geschrieben und was hat das damit zu tun, dass ich nicht aktiv Approache?
Nun, ich freue mich momentan einfach auf meine täglichen Dinge. Mein inzwischen „normaler Alltag“. Der ist nämlich gar nicht normal. Es passiert ständig irgendwas. Es gibt so viel zu entdecken und zu tun. Und ich setze mich im Moment echt gerne einfach in mein Auto und fahre in den nächsten Supermarkt. Und schaue im Laden herum, obwohl ich gar nichts brauche. Nur um in den nächsten Laden zu fahren, auch wenn ich da immer noch nichts brauche. Aber das umher Fahren macht mir Spaß. Und wenn ich telefonieren möchte, dann rufe ich jemanden an. Und wenn ich eine Frau hören möchte, die mir gut tut, dann rufe ich sie an. Und solange ich diese Möglichkeiten habe, gepaart mit meinem eigenen Leben, benötige ich im Moment nicht „noch mehr“ Konakte. Es wäre ein Selbstzweck. Und das soll es von Anfang an nicht sein. Auch wenn ich nun erst gerade „gut“ darin wurde, im Ansprechen. Im Nummern sammeln. Aber ich lebe das im Moment lieber wieder mehr auf der „Beziehungsebene“ aus. Auch wenn es keine ist. Noch nicht. Vielleicht auch nicht wird. Wer weiß. Es spielt nicht mehr so die große Rolle. Ich habe viele tolle Bücher zu Hause, die ich teils angefangen habe zu lesen, oder noch anfangen werde. Und ich schaue mir viele Videos an auf Youtube. Darüber schrieb ich schon. Und allerlei anderes. Morgen könnte ich darüber schreiben was ich sonst so mache. Ja, so mache ich das. Morgen.

Und bis dahin bin ich glücklich über die Kontakte die ich habe. Sie reichen mir fürs Erste. Kein Selbstzweck, wie gesagt. Das Ziel vor Augen. Manchmal kann man an einer Stelle etwas runter gehen vom Gas, auch wenn man an anderer Stelle wieder rauf geht. Und das wird sich auch wieder abwechseln, dessen bin ich mir bewusst. Dann wird auch das Ansprechen wieder kommen. Aber bisher hab ich auch keine unglaublich attraktive Frau draußen gesehen. Ich würde dann zwar nicht aktiv draußen herum laufen, um anzusprechen. Wie vorher oft. Aber ich würde mir die einzelne Situation, wenn sie gerade in greifweite ist, nicht entgehen lassen. Es ist wirklich so, es gibt kaum attraktive Frauen. Ehrlich nicht. Nicht mehr um diese Jahreszeit einfach so und einfach überall. Im Moment ist mir nicht mehr nach 6er Frauen. Eine 7 sollte es mindestens sein. Die sind selten.

Ich hatte eigentlich vor, nach meinem Urlaub „voll anzugreifen“. Und schon wenige Tage später… unfassbar für mich… hab ich das Bedürfnis gar nicht mehr. Ich schaue mir im Moment lieber einfach täglich an worauf ich Lust habe. Und ich hab verdammt viel Lust auf alles Mögliche… 🙂