Nur ein Auto? Nur ein Sportwagen! – Warum es mir wichtig ist, authentisch zu sein!

Ich wollte diese Woche unbedingt noch etwas über Materielles schreiben. Also hau ich rein in die Tasten. Es tut sich viel zur Zeit. In meinem Leben. Vor kurzem Urlaub gehabt. Endlich mal. Und weg geflogen. Was erlebt. Shoppen gewesen. Neue Klamotten. Mehr Klamotten. Mehr Auswahl.

Aber mein persönliches Highlight hab ich seit Ende letzter Woche nun auf der Straße stehen. Ein neues Auto. Nur ein Auto? Nein. Nur ein Sportwagen! Passend zu meiner neuen Lederjacke. Schwarz wie die Nacht. Obwohl es in meiner Seele durchaus bunt aussieht.

2016-10-13

Wie sagte mir kürzlich jemand: „Man muss nicht unbedingt einen Porsche oder Ferrari haben. Aber geil ist es halt schon!“
Ja, das stimmt. Kann ich bestätigen. Dabei spielt es gar keine so große Rolle, ob es nun ein Porsche ist oder ein anderes Auto. Aber wenn Dich das Ding in den Sitz presst, wenn Du aufs Gas drückst, dann ist das einfach ein tolles Gefühl. Und dann macht auch die Fahrt auf der Landstraße wieder Spaß.

Warum habe ich dieses Auto nun?

Ich bin gerade dabei mein Leben von Grund auf neu aufzubauen. Ich gehe in anderen Clubs weg. Mit anderen Menschen. Ich kleide mich anders. Kleidung ist das Erste, das man wechseln kann. Es gibt aber viele Felder, auf denen man sich bewegen kann. Die eigene Wohnung aufwerten, dafür sorgen, dass man sich dort wohl fühlt. Sich wohl fühlt und auch dass andere Menschen sich dort wohl fühlen. So ein Auto ist also für mich nicht DAS Elementare. Es ist ein Elementarteilchen.

In nächster Zeit folgt da auch auf materieller Ebene noch etwas mehr.

Es wird noch eine passende Uhr dazu geben. Und noch etwas ganz Anderes. Ich liebe guten Kaffee. Deshalb will ich eine Kaffeemaschine, so einen schmucken Siebträger. Preislich kalkuliere ich da schon was ein. Um auch fast mal Zahlen zu nennen. Brauche ich so eine teure Siebträger Maschine? Klar. Absolut. Wenn man Kaffee mag, ist das das Maß aller Dinge. Alles andere ist Plörre. Vielleicht sollte ich darüber einen eigenen Artikel schreiben, noch vor dem Kauf. Und dann später nach dem Kauf. Vorher-Nachher. Erfahrungsbericht.

Nun, okay. Guter Kaffee ist das eine. Aber brauche ich auch eine teure Uhr? Was heißt schon brauchen?! Sicher nicht. Das ist Hollywood. Eine Uhr für 5 Euro ist – bis auf einen materiellen Unterschied – genauso gut im Anzeigen der Uhrzeit wie eine Uhr für ein paar tausend Euro. Aber es geht um den Lebensstil, den ich verändern möchte. Und ich will im Moment die Schotten auf machen. Fließen lassen. Kürzlich habe ich in einem Buch gelesen, dass man 28.000 Tage lebt. Dann ist man weg. Und so sehe ich das inzwischen. Es gibt diesen Spruch… „jetzt ist der erste Tag vom Rest Deines Lebens“. Und der Rest wird nun mal nicht länger. Also lebe ich mehr, und spare weniger. Auf materieller Ebene ein großer Unterschied zu früher. Früher hab ich mehr gelebt, um zu sparen. Heute spare ich weniger, um zu leben. Es ist kein Selbstzweck. Sicher nicht. Ich bin nicht wahnsinnig geworden. Aber ich will das Projekt hier ganz angehen. Nicht nur halb. Und Körper, Geist und Seele sind schön und gut. Nur das erste was die gedankenvernebelte Welt da draußen von einem wahrnimmt, ist nunmal das Äußere. Toller Körper, prima. Tolle Uhr (oder das, was wir durch Gehirnwäsche für toll halten – Werbung für Marken sei Dank!), auch prima. Tolles Auto, wow.
Der Siebträger ist ausschließlich für mich, so ein verchromtes Ding in der Küche ist aber auch echt schick. Den führe ich ja draußen nicht Gassi. Mein Auto übrigens auch nicht.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ein Auto nutzen um Eindruck zu machen. Im Gegenteil, das finde ich selten dämlich. Um genau zu sein ist es anders herum: Ich parke mein Auto (selbst wenn es nicht teuer ist) eher weit weg vom Trubel, damit mir keiner einen Kratzer rein macht. Und momentan hab ich zwei Autos. Ein sehr altes und ein ganz neues. Wenn ich an den Wochenenden weg gehe und mein Auto in Clubnähe parken muss, weil ich nicht anders hin komme (Öffentliche!), dann werde ich mein Altes dafür nutzen. Das ist nämlich auch cool. Und da ist der Neidfaktor nicht so hoch. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mir da kein Spiegel abgetreten wird, ist einfach größer. So habe ich das vor einigen Jahren auch schon gemacht, damals hatte ich auch so einen schicken neuen Sportwagen. Es ist mein persönliches Revival. Ein Comeback. Mmmhhh… da kommen Erinnerungen auf.

Es war damals schon toll mit dem Auto einen Hang hoch zu fahren, in den Bergen. Und runter zu schauen. Ins Tal. In der Nacht. Und dort unten leuchten die Häuser und die Seebeleuchtung, an der Promenade. Und Du machst Dein Handschuhfach auf, holst Dir ein paar DVDs raus, überlegst Dir welchen Film Du mit dieser Kulisse im Vordergrund anschauen willst, legst die DVD ein und spürst, dass Du hier gerade genau richtig bist. Damals hab ich dazu noch das Dach ausgefahren, unter einer sternenklaren Sommernacht ist das einfach toll. Dort oben funkeln die Sterne. Und unten, da leuchtest Du. Und ich hab es genossen, jung und naiv. Ich wusste noch nicht viel von der Welt. Und damals war ich auch Single. Das ist diesmal anders. Nicht das mit dem Single-Dasein. Sondern der Roadster gegen das Coupe.

Muss ich nun aber so ein teures neues Auto haben?
Um das Experiment hier voll auszukosten schon, denn ich will das Leben spüren. Und ich will am Ende des Experiments – unabhängig vom Ergebnis – zu mir selbst sagen können: Du hast alles gegeben und alles versucht! Du bist jeden Berg hoch, den es hoch zu gehen gab. Du hast Dir neue Berge gesucht, selbst da wo andere keine mehr gesehen haben. Und hast immer wieder Deinen Rucksack gepackt und bist wieder hoch marschiert. Und wieder. Und wieder. Und dann Du bist angekommen. Erst bei Dir selbst und wenn es so sein soll, dann am Ende auch bei der Traumfrau meines Lebens.

Wo wir schon bei Materiellem sind, ich hatte ursprünglich fest vor, dass ich mich nach meinem Urlaub im Fitness-Studio anmelde. Das für mich passende Studio habe ich auch schon heraus gesucht. Nur leider macht mir mein Muskel zwischen Schulter und Nacken noch immer Probleme. Diese Woche gibts den nächsten Termin beim Heilpraktiker. Worauf ich mich schon wieder sehr freue. Darüber hatte ich ja schon geschrieben, dass der Mann einfach klasse ist. Jedenfalls kann ich seit diesem Muskelproblem leider nicht trainieren. Aber hoffentlich bald. Mir ist wichtig, dass die Menschen um mich herum auch zu mir passen. Ich mag keine Anabolika-Gorillas um mich herum haben. In günstigen Studios ist das definitiv öfter der Fall. Pauschal gesagt. Aber auf die Mehrheit trifft das da einfach zu. Das kenne ich noch von früher. Da war ich auch mal in so einem Studio für 20 Euro im Monat. Mit den Geräten hat das gar nichts zu tun. Nur muss man sich immer überlegen ob man auch authentisch ist, in dem was man tut.

Das ist mir im Moment wirklich wichtig. Wenn ich mich schon entwickle, dann bitte überall gleichermaßen. Und dann nicht herum gestochert, sondern authentisch. Ich will nicht nur kurz als kleiner Junge an der Hand eines Nationalspielers aufs Fußballfeld raus und für fünf Minuten beim Einlaufen das Gefühl bekommen ich wäre ein Star. Um die fünf Minuten geht es gar nicht. Aber selbst wenn, sie reichen nicht. Und wenn es schon fünf Minuten sein müssen, in denen es hier um Star-Gefühle geht, dann bin ich der Nationalspieler und ich nehme den kleinen Jungen mit. Und zeige ihm, dass das alles nur ein Gedankenspiel ist. Es gibt keine Stars. Es gibt nur Hollywood. Und diesen Spagat möchte ich meistern. Ich bin der Preis. Dieser Satz gefällt mir so gut.

Und ein hochwertiges Auto, mit tollen Klamotten, einer außergewöhnlichen Uhr, gehobenen Clubs und eine alles in allem hochwertigere Lebensweise (dazu gehört auch gutes Essen!), passen nun mal besser zu einem entsprechenden Fitness-Studio. Ich will mir was Gutes tun. Immer und überall. Klar, kostet was. Aber das soll es ja auch. Und auf das Studio freue ich mich schon. Es ist im oberen Preissegment. Aber es ist einfach auch etwas anderes, wenn man in der Umkleide ist und eine Echtholz-Türe am Spint zu macht, anstatt Plastik oder Alu.

Ich steh auf echtes Holz. Buche vorzugsweise. Wie in meinem Wohnzimmer.

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