Sie raucht, ist das akzeptabel?

Gute Frage, oder?

Gestern hab ich darüber geschrieben was den eigenen Wert ausmacht. Meinen Wert. Und darüber, dass ich aus meiner Sicht echt viel zu bieten habe.

Muss ich dann eine Frau an meiner Seite akzeptieren, die raucht? Ich lasse das als Frage stehen. Ich habe selbst noch keine Antwort darauf.
Ich kann nur sagen, dass es unglaublich stinkt und ekelhaft ist. Schade eigentlich für eine Frau, die an sich „Potenzial“ hat, wie ich es gestern ausgedrückt habe.

Aber es geht auch nicht nur darum ob sie raucht. Sondern auch darum was sie sonst so aus macht.

2016-10-12

Nun, was ist in der Zwischenzeit passiert, seit sie mich besucht hatte?
Vorher hatten wir täglich häufig geschrieben und abends meist sehr lange telefoniert. Es war eine Leichtigkeit und Freude da zwischen uns. Das ist etwas gewichen. Es wurde plötzlich stiller und es war auf einmal nicht mehr so leicht und frei. Der Kontakt wurde weniger. Dass dann etwas nicht stimmt, spüre ich inzwischen meistens schon innerhalb eines Tages. Obwohl man sich nicht sieht. Nur über den Chat. Noch nicht mal am Telefon. Man wird erfahrener im Umgang mit Menschen, dank dem Projekt. Das weiß ich an mir selbst inzwischen sehr zu schätzen. Ich spüre mehr. Ich denke nicht mehr, sondern spüre mehr. Ich sagte noch zu meinem besten Freund: „Du, irgendwas passt da nicht ganz. Sie meldet sich teilweise nur noch kurz bzw. auch nicht mehr in der Art wie vorher. Auch wenn wir uns am Abend hören, aber es ist nicht mehr das Gleiche.“ Und dann hab ich eine Theorie aufgestellt, woran das liegen könnte. Und sagte so in etwa: „Es macht keinen Unterschied, ob ich mir nun ewig Gedanken darum mache, warum das so ist. Gedanken darüber was vielleicht ist oder auch nicht ist. Aber eines kann ich sagen: Es passt was nicht. Und ich gehe davon aus, dass da jemand anders mit zu tun hat. Irgendwie ist sie plötzlich sehr beschäftigt.“

Ich habe mal in einem meiner letzten Bücher gelesen, dass wann immer eine Frau beginnt sich merkwürdig zu verhalten. Anders zu sein. Nicht mehr durchgängig Zeit zu haben… fast immer ein anderer Typ dahinter steckt. Wahrscheinlich sogar eher mehrere andere Typen. Man soll sich selbst nichts vor machen. Das ist in fast allen Fällen einfach die Wahrheit. Akzeptiere es und werde Teil des Spiels. Aber spiel dabei Dein eigenes Spiel!

Natürlich hab ich sie dann im Telefonat darauf angesprochen. Und bingo. Da ist der Treffer. Nun, seit zwei Tagen hätte sich ihr Ex-Freund wieder bei ihr gemeldet. Und jetzt sei doch alles so kompliziert. Und ohje. Und sie wisse gar nicht so recht was sie gerade will. Und es geht ihr im Moment gerade auch nicht so gut. Und dies und das. Wer kennt nicht meinen Artikel Philosophischer Sonntag – Es ist immer irgendwas? Den werde ich hier sicher noch öfter bringen. Denn es ist mein Leitspruch geworden. Es ist immer irgendwas.
Diese Ex-Freund Geschichte hat mich amüsiert. Ja wirklich. Ich sehe es als Spiel. Nein, keinerlei Eifersucht. Wirklich nicht. Ich nehme es inzwischen sportlich. Warum? Zwei Dinge dazu, einmal allgemein und einmal auf das Mädchen bezogen:

  1. In all der Zeit seit Beginn des Pickups ist es bei jedem Mädchen bisher noch immer so gewesen, dass „immer irgendwas war“. Das ist scheinbar Teil des Spiels. Also akzeptiere es und spiel einfach mit! Nimm es lustig. Nimm es locker. Juhu! Nur weil andere Menschen sich selbst Probleme basteln (wollen!), musst Du sie nicht zu Deinen Problemen machen. Wenn nicht immer irgendwas gewesen wäre, dann wäre ich ja längst wieder in einer festen Beziehung. Nach ca. 250 angesprochenen Frauen in 2,5 Monaten… war „die Eine“ halt noch nicht dabei. 250?! Ja. 250. Aber die letzten 3 Wochen war Pause. Sonst wären wir längst bei über 300. 🙂
  2. Dieses Mädchen hat Potenzial, definitiv. Im Fußball würde man sagen: „Talent“. Aus meiner Sicht. Talent eine Traumfrau zu sein. Irgendwann. Davon ist sie im Moment sowieso noch weit weg. Sie raucht. Hab ich oben schon geschrieben. Nun kommt noch der Ex-Freund hinzu. Prima. Also was ist faktisch nun der Fall: Wir sprechen hier von einer Frau, die nicht voll bei der Sache ist. Auf allen Ebenen. Körper, Geist und Seele. Sie raucht, das passt mal gar nicht zu meiner Lebensphilosophie. Sie ist geistig soweit ganz gut auf der Höhe, in Ordnung. Aber seelisch ist das natürlich Rotz. Ihre letzte Beziehung ist nicht lange her. Sie könne nicht frei sein. Noch nicht, sagte sie.

Ja gut, ich hab auch meine Zeit gebraucht, um mich überhaupt wieder auf eine Frau einzulassen. In der Tiefe war das bisher ja noch nicht mal der Fall. Ich verstehe das also alles. So nun kommt nur meine Situation dazu. Und die sehe ich nüchtern:

An sich ist sie – zumindest gegenwärtig – sicher keine 100%-Traumfrau. Aus meiner Sicht. Aber in Bezug auf MICH (und um nichts weniger als das geht es mir ja), gibt sie nun auch nicht mal 100%.

Was bleibt mir da als Mensch, der wieder (!) mit beiden Beinen im Leben steht anderes übrig als zu sagen: „Dann lass es, Mädchen!“

Es ist einfach amüsant zu sehen, wie es täglich im Leben Neuigkeiten gibt. Und so sehr ich begonnen habe es „zu lassen“. So sehr fing sie an mich nicht los zu lassen. Wie sich ständig etwas ändert und sich das Blatt täglich wendet, irre. Ich weiß beim besten Willen nicht wie es weiter geht. Woher auch. Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Zum Glück, so bleibt es wenigstens ein bisschen spannend. Haha. Denn das Einzige was ich inzwischen sicher weiß – und worauf ich mich bei allen Frauen bisher immer verlassen kann – ist:
„Es ist immer irgendwas!“

Und deswegen ist es für mich wie beim Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Der Mann tritt immer wieder in die Pfütze. Und so ist das auch bei meinem Projekt. Nicht, dass es echt genau so gewesen wäre, aber es kommt einem echt so vor:

Bei der Einen ist ihr das Wetter zu hell und die Uhrzeit zu spät. Bei der anderen ist ihr Regenschirm nicht grün genug. Bei der anderen ist ihr die Pizza zu tomatig. Der Nächsten ist der Mond zu weiß. Oder die Sonne zu weit weg. Die Uhr zu rund oder das Wasser zu nass. Wieder einer Anderen sind ihr die Eltern zu anstrengend oder der Job zu wichtig. Die Nächste hat die Haare schön. Oder der Wellensittich hat Geburtstag, deswegen gehts heut leider nicht.

Ja ne, is klar.

Aber sie wolle mich doch unbedingt kennen lernen, nur sei sie für eine Beziehung so schnell noch nicht bereit.
Mädchen. Wenn Du wüsstest. Dank meinem neuen Lebensweg und meiner neuen Lebensart habe ich erstmal auch die Möglichkeit mir selbst auszusuchen ob ich DICH überhaupt möchte. Das war früher anders. Man musste nehmen was kommt. Oder warten bis „das Richtige“ dabei ist.
Danke. Nein. Nicht mehr. Es gibt viele hübsche Mädls da draußen. Und das Einzige, worauf ich mich verlassen kann, ist: Es ist sowieso immer irgendwas. Also hau ein Ei drüber. Nimm es locker. Nimm es lustig. Nimm es sportlich:

Daygame. Clubgame. Social Game. Ja. Aber eben auch ein Kennenlernen-Game.

Auch das ist Teil des Spiels. Und ich verinnerliche inzwischen, dass es tatsächlich nur ein Spiel ist. Das wollte ich nie. Aber ich realisiere, dass es täglich Hollywood ist, wo wir leben. Eckhart Tolle hat sowas von recht, wenn er sagt, dass wir nur in einer Gedankenwelt leben, wenn wir nicht bei uns selbst sind. Das hab ich am Anfang nicht richtig verstanden, was er damit meint. Es klang so abstrakt. Inzwischen kann ich es für mich aber in der Praxis anwenden. Und es hilft mir ständig weiter. Auf so vielfältige Art.

Soll ich ihr nun böse sein, dass sie wieder Kontakt zu ihrem Ex-Freund hat? Nee. Sicher nicht. Es ist ihr Drama, was sie ausleben möchte. Lass sie. Aber halt Dich geistig raus. Geistig und seelisch. Lass sie machen was sie will.

Soll ich sie deshalb zum Teufel jagen? Sicher nicht. Sie ist ein guter und lieber Mensch. Sie kann nichts dafür was sie gerade tut. Spirituelle sehen in so etwas eine (vorübergehende?) „Krankheit“ bei einem Menschen. Der Mensch ist krank, weil er verhaftet ist in seiner Gedankenwelt. Ohne es zu merken. Wie kann ich einem kranken Menschen böse sein? Sicher nicht. Also was tue ich dann? Ich ziehe mich zurück. Wie immer. Und schaue mir das aus der Entfernung an. Ein Stück weit habe ich sie in mein Leben gelassen, aber ich wusste warum ich vorsichtig bleiben würde. Gesund vorsichtig. Kein Misstrauen. Nur Vorsicht. Und nun mache ich das, was angebracht ist: Ich ziehe mich geistig zurück und schaue was passiert. Reines Lauschen. Reines Beobachten. Zulassen was passiert. Ohne Wertung in ihren oder meinen Handlungen.

Aber eines ist auch klar: Mein Leben geht weiter. Sicher nicht mit irgendwelchen Ex-Freunden. Sicher nicht. Aber ganz sicher nicht. Danke, damit hab ich genug Erfahrung gemacht in meinem Leben. Das reicht für die nächsten paar Wiedergeburten erstmal. 🙂

Am Wochenende möchte sie mich gerne sehen. Oha. Und evtl. verlängere ich mein Wochenende, so dass sie erneut ein oder zwei Tage bei mir bleibt. Ja. Einfach mal auf mich zu kommen lassen. Keine Wertungen. Einfach schauen. Ist doch alles nur ein Spiel, oder?

Und so bleibt es interessant und spannend zu sehen, ob das kommt, was bisher bei allen Frauen kam: Ich würde meine Sachen packen und weiter ziehen. Immer auf der Suche nach der Frau meines Lebens.
Wir werden sehen.

Aber bis dahin ist noch etwas Zeit… denn dafür bemüht sich die liebe Dame im Moment doch noch zu sehr, als dass ich es einfach beende. Noch schaue ich. Es sieht mir nicht nach einem harten Schnitt aus, im Moment würde ich eher auf ein Ausbluten setzen. Nicht ich. Ich mach gar nix. Ich schau nur. Aber die Situation sieht nach meiner Einschätzung so aus. Und das wäre okay. So wie alles okay ist. Inzwischen schon.

Und, ist es okay, dass sie raucht? Spielt so gesehen erstmal kaum eine Rolle oder… 😉

Und ja, mein Leben steht derweil auch nicht still.
Wir haben uns inzwischen einmal kurz gesehen, auf dem Rückweg vom Flughafen. Sie hatte den selben Flieger wie ich. So ein Zufall. Der gleiche Flieger hin und der gleiche Flieger zurück. Telefoniert haben wir am Wochenende auch zum ersten Mal. Und seither chatten wir hin und wieder. Es wird mehr. Der Kontakt. Freitag haben wir unser erstes Date. Vermutlich! Nichts ist sicher im Leben. Aber vermutlich. Moment mal, mit wem eigentlich? Die treuen Leser können sich sicher noch erinnern… 🙂
Na sie: Mein erstes 0 zu 1

Immer noch danke Mama.