Der eigene Wert

Gestern habe ich darüber geschrieben, dass man seinen eigenen Wert zu schätzen wissen sollte. Nur vorher sollte man ihn erstmal herausfinden und kennen. Im nächsten Schritt kann man lernen ihn zu schätzen zu wissen.

Was meine ich.

Ich habe inzwischen wieder zunehmend das Gefühl, dass ich ein guter Mensch bin. Damit stehe ich nicht erst am Anfang der Empfindung, sondern ich will sagen, dass ich es fast vollständig verinnerlicht habe. Mit mir selbst bin ich ganz zufrieden, ich arbeite natürlich daran, mich weiter zu entwickeln, das auf jeden Fall. Klar. Aber ich kenne meinen Wert. Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel geschrieben, der passt an der Stelle ganz gut. Darum als Link nochmal: Perspektivenwechsel – Traumfrau oder Traummann?

Es ging mir damals darum festzustellen, dass viele ihre Traumfrau wollen. Nur vergessen sie den ersten Schritt. Die Traumfrau finden ist nicht der erste Schritt. Es ist der zweite, der dritte oder vielleicht auch erst der zehnte. Und das ist wie bei jedem Weg. Wenn man auf den Gipfel will, dann sollte man unten anfangen zu laufen. Wird schwer einfach schon in der Mitte des Berges zu beginnen. Na gut, manche haben einen Hubschrauber und lassen sich hoch fliegen. Das ist der Aufzug der Reichen und Schönen. Aber die verdammten 1500 Höhenmeter haben sie dann nicht selbst gemacht. Und mir kann keiner erzählen, dass das Ergebnis das selbe ist. Auch wenn am Ende der Fußgänger und der Hubschrauber-Passagier nebeneinander die Aussicht genießen. Denn der eine genießt die Aussicht. Und der andere schaut umher. So sehe ich das. Dazwischen liegen Welten.

Also was ist passiert: Ich habe meinen Wert zunehmend wieder zu schätzen gelernt. Ich weiß was ich tue. Das ist mir jeden Tag bewusster. Ich achte auf Körper, Geist und Seele. Was heißt das?

2016-10-11

Körper:
Ich mache Sport und ernähre mich sehr gesund und ausgewogen. Ich schlafe inzwischen ausreichend viel und meistens auch wieder gut. Körperlich habe ich alles Notwendige getan. Alles? Nein. Noch viel mehr. Ich rauche nicht. Und ich trinke so gut wie nie Alkohol (hab ich aber noch nie). Jetzt hab ich körperlich so gut wie alles getan. Mehr geht fast nicht. Das Vegetarier-Dasein gelingt mir auch gut. Ich fühle mich damit wohl. Und nein, mir braucht jetzt kein Fleisch-Esser erzählen, dass Fleisch gesund ist. Selbst wenn es das ist (Bio Fleisch vielleicht, aber sicher nicht der Rotz ausm Aldi!), aber eines ist auch klar: Man braucht es nicht. Man kann es essen, man braucht es aber nicht. Man kann auch vor dem Schlafen gehen als Ritual einführen, dass man sich immer erst drei mal unter die Decke legt und wieder aus dem Bett steigt, bevor man dann endgültig liegt, um zu schlafen. Kann man machen, klar. Ist aber an sich unnötig wie ein totes Stück Muskelfleisch neben all dem leckeren Gemüse.
Egal nun, Plödoyer vorbei, muss reichen. 😉

Geist:
Täglich mache ich etwas für meine (Weiter-)Bildung. Ich lese viel. Ich höre Hörbücher. Außerdem höre ich Menschen und ihren Erfahrungen zu. Und ihrem Wissen, wenn ich denn mal welchen begegne, die sowas haben. Wissen. Uff. Da ist er wieder. Dieser leichte Hang zur Überheblichkeit. Früher hätte ich sorry gesagt, sorry, dass ich so bin. Heute nicht mehr. Heute weiß ich, dass das genau mich ausmacht. Zu wissen was ich kann, wer ich bin und wohin ich noch möchte.
Aber es gibt genug Menschen, die was drauf haben. Oder etwas wissen. Nur eben nicht täglich um uns herum. Darum lese ich viel. Und was ich noch viel lieber mache: Ich schaue mir wahnsinnig oft Videos an. Youtube ist eine tolle Erfindung. Nicht das Portal an sich. Sondern die Idee dahinter. Es ist inzwischen mein Einspringpunkt, wenn ich einfach nicht nur sinnlose Unterhaltung möchte, sondern echte Bildung. Es gibt dort verdammt gute Menschen. Und sie haben etwas zu sagen. Und denen höre ich zu. Es gäbe nicht wirklich gebildete Menschen um einen herum, lasse ich als Aussage gelten. Wenn man aber damit zufrieden ist, dass es diese Menschen zumindest irgendwo anders auf der Landkarte gibt, lässt das für mich jede Ausrede verschwinden, wenn es darum geht sich weiterzubilden. Man kann entweder Videos schauen, zum Beispiel Vorträge auf Veranstaltungen. Oder Bücher lesen bzw. hören. Aber man kann etwas tun. Und das mache ich fast täglich.

Vielleicht sollte ich hier mal ein paar meiner Einspringpunkte verlinken. Aber hey, das wird ein starker Tobak. Ich übernehme keine Gewähr für etwaige Bewusstseinveränderungen. 😉

Seele:
Auch hierzu lese ich viel und höre mir viel an. Außerdem lasse ich meine Seele bewusster zum Vorschein kommen. Im Alltag. Durch Natur. Aber nicht nur. Sondern überall. Manchmal nehme ich mich raus. Schaue einfach nur minutenlang aus dem Fenster. Schalte meine Gedanken ab. Gedanken sind was für den Geist. Aber nichts für die Seele. Die Seele ist einfach da. Sie braucht keine Gedanken. Und dann meditiere ich. Oder werde für mich alleine einfach still. Und ziehe mich für mich selbst zurück. Komme dann mit dem Wesentlichen aus, was ich habe. Mich selbst. Und umgebe mich mit Menschen, die ähnlich sind wie ich. Sie sind selten, aber sie sind da. Von ihnen möchte ich mehr an mich heran lassen. Das wird ein Teil meines Lebensweges werden, unabhängig von dem Projekt Beziehung.

So und nun frage ich mich, auf welcher Ebene ich nicht genug zu bieten hätte. Ich behaupte sogar, dass man viel mehr aus sich selbst auf dieser Ebene nicht herausholen kann. Wir könnten nun anfangen über Materielles zu philosophieren. Aber auch dazu schreib ich nochmal einen Artikel diese Woche. 🙂
Ich bin überall ein Anfänger, so sehe ich mich. Aber ich bin überall auf dem Weg. Körper, Geist und Seele. Und wer kann das von sich schon behaupten. Verdammt Wenige. In inzwischen ca. drei Monaten Pickup ist mir erst eine Person begegnet, die Potenziale hat. Und diese Person war zuletzt ein paar Tage bei mir. Deswegen tat mir das gut. Ich wünschte ich würde einer Person begegnen, die über mich sagt, dass ich Potenziale habe. Dann kann ich wachsen. So aber kann ich nur zu Wachstum verhelfen. Und das tue ich gerne. Aber das tat ich viele Jahre. Bis fast zuletzt. Verschiedenen Menschen. Anderen beim Wachsen helfen. Irgendwann ist es nun inzwischen an der Zeit auch mal wieder selbst zu wachsen.

Kurz gesagt: Es gibt Menschen, die sich selbst nicht sonderlich mögen oder toll finden. Die vielleicht in einer Depression stecken. Okay, das hatte ich auch schon alles hinter mir. Inzwischen ist es bei mir aber umgekehrt. Ich finde mich selbst wieder gut. Wahnsinnig gut. Ich bin der Preis. Und das war ein harter weiter Weg das wieder zu erkennen. Sein Selbstvertrauen nicht nur zurück zu gewinnen, sondern mehr von sich selbst überzeugt zu sein als je zuvor. Und deswegen bin ich in einer Verfassung, die es mir erlaubt selbst zu entscheiden, ob mir eine Person gut tut oder nicht. Und ich entscheide das auch frei. Wenn ich zurück blicke, und das ist erst ca. 2,5 Monate her, dann war der Beginn des Projektes hier – mit dem Ziel meine Traumfrau zu finden – fast ein Selbstzweck. Hauptsache irgend eine Frau. Hauptsache nicht alleine sein. Nein, das ist inzwischen anders. Es ist kein Selbstzweck mehr. Es ist das Gegenteil. Ich suche nicht mehr irgendwen, sondern mein Gegenstück. Das hab ich damals auch so formuliert. Sicher. Nur einige Zeit später merkt man erst was für enorme Fortschritte man macht. Und plötzlich ändert sich auch in der Rückschau vieles. Und das freut mich riesig. Ich bin auf dem richtigen Weg.

Der Artikel morgen wird wieder etwas aus der Praxis sein. Ein Beispiel aus dem echten Leben. Und eine Fortführung der Story mit dem Mädchen von vorletzter Woche.