Philosophischer Sonntag – Immer wieder einen Gang hoch schalten

Morgen feiern wir. Den Tag der Wiedervereinigung. Also ist Feiertag. Und damit ist frei. Was mich sehr freut. Ich finde, dass der Osten und der Westen zusammen gehören, weil wir ein Volk sind. Und ich freue mich auch darüber, weil wir damit einen bezahlten Tag im Jahr mehr frei haben. Mehr frei als ohne den Tag der Wiedervereinigung.
Ich wünschte, dass uns das ganze Drama um die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands und die damit verbundenen tragischen Einzelschicksale erspart geblieben wären. Es ist sicher viel Leid passiert und bis zur Wiedervereinigung mussten Menschen deshalb ihr Leben lassen. Wieder einmal mal weil eine Hand voll Menschen über das Schicksal weniger entschieden hat. Anstatt dass man die Hand voll Menschen über ihr eigenes Schicksal hat entscheiden lassen. Und zwar nur über ihr eigenes.

Philosophischer_Sonntag

Soviel zum Feiertag. Ich halte mich bewusst allgemein. Aber das ist grundsätzlich Aussage genug.

Ich jedenfalls nehme mein Schicksal so gut es geht selbst in die Hand. Und ich habe mir vorgenommen nach meinem kurzen Urlaub nochmal einen Gang hoch zu schalten. Der Urlaub ist vorbei. Und das heißt für mich nun nochmal drauf zu drücken. Mindestens in körperlicher Hinsicht. Konkret heißt das, dass ich fortan nicht mehr nur zu Hause trainieren werde. Sondern im Studio. Die bisherigen Ergebnisse aus den letzten zwei Jahren sind im gesamten betrachtet zwar atemberaubend, aber es geht immer noch mehr. Und darum schalte ich einen Gang rauf. Mehr Fitness. Mehr Muskeln. Mehr Aufmerksamkeit?

Mache ich das für mich, ist die Frage? Ja und nein. Aus gesundheitlicher Sicht ist mein jetziger körperlicher Zustand nahezu ein Idealzustand. Athletisch. Gesund.
Bin ich damit aber ein Blickfang? Eher nicht. Nicht durch den Körper. Maximal durch die Kleidung und das Auftreten.

Weiterentwicklung findet aber auf allen Ebenen statt. Und damit auch rein auf der körperlichen. Der Körper passt sich idealerweise den schönen Klamotten an. Man passt sie an. Und nicht umgekehrt. Zumindest wenn in dem Körper ein gesunder Geist wohnt. Will heißen, man trainiert solange, bis man das tragen kann, was toll aussieht. Was einem selbst gefällt.

Also trainiere ich für mich? Ja und nein, sagte ich.
Nein. Weil ich meinen gesundheitlichen Idealzustand nahezu erreicht habe. Alles was nun folgt ist „on top“. Aber ab nun ist es ein Stück weit reine Zeitverschwendung. Aus gesundheitlicher Sicht. Mehr als gesund geht nicht. Über-Gesund ist nicht möglich. So wie ein bisschen schwanger auch nicht geht. Aus dieser Sicht macht trainieren in meinem jetzigen Stadium keinerlei Sinn. Die Zeit wäre anders besser aufgehoben. Zum Beispiel im Approachen. Raus vor die Tür und los gehts. Ich kann das schließlich auch ohne auszusehen wie Silvester Stallone in seinen besten Tagen.

Also trainiere ich für mich? Ja und nein, sagte ich.
Ja. Für mich, weil ich weiß, dass die Aufmerksamkeit anderer auf mich damit steigt. Ich mache es aber nicht der Aufmerksamkeit wegen. Wer micht kennt, der weiß das. Das brauche ich nicht. Aber das Spiel wird so nun mal gespielt. Es gibt zwei Dinge, worauf die Frauen achten, beim Kennen lernen. Zuerst auf Dein Aussehen und nach wenigen Minuten bereits kommt in 90% aller Appraoches die Frage nach dem Job. Also gehts um Kohle. Traurig aber wahr. Ich bin nicht der Typ, der mit einem Packen Geld herumwedelt. Das finde ich lächerlich. Aber ein aufgepumpter Körper wird eben auch wahr genommen, obwohl man passiv bleibt. Ich habe schon oft darüber geschrieben, als wie lächerlich und widerwärtig ich das menschliche Verhalten oft beim Kennen lernen empfinde. Besonders das Verhalten der Frauen. Evolutionsbedingt verstehe ich das noch. Da musste ein gesunder Mann auch stark sein. Heute geht es eben um den Job. Er musste die Frau durch bringen und für ihre Sicherheit sorgen. Verstehe ich alles. Aber in Zeiten von Hartz IV und offenen Schleusen für alle hereinströmenden Menschen aus den entlegendsten Flecken dieser Erde, gibt es keinen Grund mehr nach wenigen Minuten nach dem Job zu fragen. Ich mache das im Gespräch nie, nicht zu Beginn. Dennoch regiert der schnöde Mammon. Trotz dem samtig weichen sozialen Kopfkissen in Deutschland. Ja, das ist eine Anklage. Definitiv. Ich steh dazu.
Zurück zur Frage. Ja. Ich mache es (auch) für mich. Denn wenn ich die Quote von 8 zu 1 Approaches auf 7 zu 1 senken kann, dann ist das ein Erfolg. Also mache ich es letztlich (auch) für mich.

Und was das Ganze heute für mich zu einem philosophischen Artikel qualifziert ist die Grundaussage. Und die lautet: Ruh Dich nicht aus auf Deinen Lorbeeren, sondern drück drauf. Immer wieder. Immer weiter. Das, womit Du schon zufrieden bist, kannst Du jederzeit trotzdem noch weiter ausbauen und verbessern! Schalt rauf! Nochmal.

Franz Beckenbauer hat doch damals schon gesagt: „A bisserl was geht immer!“

PS: Es geht auch ganz anders. Mein aktuelles Date vom Wochenende ist das komplette Gegenteil dessen. Aber man kann sich nicht darauf verlassen, dass alle Menschen so sind. Also spielst Du ein Stück weit mit. „Willst Du denn wirklich eine Frau kennen lernen, die so einen Charakter hat, dass sie nur auf Dein Äußeres und Deine Kohle schaut?!“ Nein, sicher nicht. Aber ich bin stark genug, um so etwas zu drehen. Das ist dann mein Beitrag und mein Verständnis von Nächstenliebe.

PPS: Mir ist bekannt, dass die ganzen Pickup-Bücher etwas anderes sagen als dass das Aussehen an Stelle eins steht und das Geld an Stelle zwei. Ist mir bekannt. Bisher ist das aber mein Horizont. Bisher empfinde ich das so. Aber ich arbeite daran auch diese bisherigen Erfahrungen zu kippen. 😉