Alltag unter Nachbarn?

Eine kleine Anekdote, wenige Tage her. Ich traf meine Nachbarin und erzählte ihr, dass ich für ein paar Tage weg sein würde.
Ein kurzer Wortwechsel, wohin geht es, was hab ich vor. Ihnen geht es auch gut, den Kindern auch. Prima.

Dann bat ich sie darum nach meiner Post zu sehen, während ich weg bin. Sie erklärte sich sofort einverstanden. Also gut, dann würde ich den Briefkastenschlüssel später kurz vorbei bringen und klingeln. Ja, passt.

2016-10-01

Also ging ich an meinen Tisch im Wohnzimmer, nahm einen weißen Zettel aus meinem Zettelblock und notierte mit einem Kugelschreiber meinen vollen Namen auf den Zettel. Und darunter schrieb ich meine Handynummer. Zog mir meine Schuhe an, ging zu meinen Nachbarn und klingelte. Und da stand sie auch schon, noch ein kurzer Plausch. Ich sagte ihr, dass übers Wochenende ein Freund zu mir kommen würde, um die Pflanzen zu gießen. Daher würde es reichen, wenn nur der Briefkasten geleert werden würde. Okay, wäre kein Problem.

Und als ich meinen weißen kleinen Zettel aus meiner Tasche zog, ihr hin reichte und sagte: „Und wenn was ist, dann kannst Du Dich bitte gerne melden. Man weiß ja nie.“
Sie antwortete: „Wir machen doch nicht Deine ganze Post auf und rufen Dich dann an.“

Selbst Tage später bin ich immer noch sprachlos ob der Situation.