Was geschah Freitag Nacht? Teil 2 von 2

Heute geht es weiter mit Teil 2 vom Samstag. Direkt und ohne Umschweife… Viel Spaß!Wir befinden uns also im Gespräch mit den zwei Mädls…

Nach einer Weile kamen dann auch Gegenfragen. Aber man muss sie natürlich auch etwas provozieren. Klassiker inzwischen. Frauen sind in mancherlei Hinsicht sehr einfache Geschöpfe. Genau wie wir Männer. Obwohl wir geschlechterübergreifend völlig anders ticken. Frauen wollen entdecken. Geheimnisse lüften. Abenteuer, aber exklusiv. Sie wollen einzigartig sein dürfen. Die Eine, Jene, Welche, sein. Sie wollen nichts hingelegt bekommen, sondern das Gefühl verspüren, selbst zugegriffen zu haben. Also muss man es ihnen bestmöglich bieten. Das ist Kunst.

Wenn ich meine Stärken analysieren würde, dann ist meine größte Stärke inzwischen sicherlich meine Gesprächsführung. Wenn man mal alles miteinberechnet. Aussehen, Statur, Körpersprache, Stimme, Intelligenz, Wissen, Status, Geld, Klamotten, Style, Ausstrahlung usw.
Ich arbeite an all diesen Aspekten täglich. Und all diese Punkte sind inzwischen auf einem guten oder zumindest ganz passablen Niveau. Und doch ist Eines interessant: Ich beschreibe meine Gesprächsführung als meine größte Stärke und sehe mich darin jedoch gleichzeitig noch ganz am Anfang.
Damit bin ich mir bewusst, was für ein unglaubliches Potenzial noch in mir steckt. Und ich freue mich jeden Tag, dass ich hier noch immer mit riesigen Schritten voran komme.

Zurück zu den Gegenfragen. Ich hab mir natürlich nicht das ganze Gespräch im Detail gemerkt, aber was dann nach ein paar Minuten ohne Gegenfragen ganz gut funktioniert, ist das „ich hab einen zweiten Vornamen“-Ding. Sieht bei mir so aus:
Bla bla bla… über alles mögliche… und nachdem wir uns vorhin schon einander vorgestellt haben, komme ich später nochmal auf die Namen zurück und sage:
„Was ich immer spannend finde, sind zweite oder dritte Vornamen.“

Dann schaute ich also erstmal die linke der beiden Mädls an (an der ich übrigens kein Interesse hatte) und fragte sie: „Hast Du auch einen zweiten Vornamen?“ Es ist total egal, was sie darauf antwortet. Ob sie nun Magdalena, Waltraud oder Brunhilde heißt. Oder auch gar nichts. Ich verliere ein paar nette Worte darüber, ein bisschen Smalltalk. Dann drehe ich mich leicht zur Rechten der Beiden und frage sie das Gleiche. Wieder Smalltalk. Und als die Namensgeschichten vorbei sind, sage ich ganz beiläufig: „Ich hab auch einen ganz coolen zweiten Vornamen.“ Und wechsle sofort das Thema. Keine Ahnung mehr, was es war. Also ich könnte die Linke dann gefragt haben: „Und wo geht Ihr jetzt dann noch hin?“
Du kannst fast Deinen Arsch drauf verwetten, dass die Rechte Dich dann fragt: „Und wie heißt Du jetzt mit zweitem Namen?“ Genau das will ich ja erreichen. Gegenfragen von meiner „Angebeteten“. 🙂
Es kann so einfach sein. Dadurch dass Du die Linke etwas völlig anderes frägst, ist sie dermaßen abgelenkt und beschäftigt, dass sie Dir nicht ins Wort fallen wird, um Dich nach Deinem zweiten Namen zu fragen. Aber Deine Zielperson wird es tun. Fast immer. Frauen lieben das. Etwas herausfinden. Entdecken. Also gib ihnen was zu spielen. Dann sind sie glücklich.

Nach einer Weile war ich mir dennoch nicht sicher, ob es zu einem Nummern tauschen reicht. Also hab ich freundlich und ruhig das Gespräch verlassen und mich verabschiedet. Ich wollte keinen unnötigen Korb provozieren und durch das Gespräch vorher wusste ich ja, dass sie bestimmt noch eine Zeit lang da sitzen würden. Also spiele ich mein hin-und-weg-Spiel und gehe erstmal ein Stück Pizza essen. Die wesentlichen Themen hatten wir ja fürs Erste schon mal durch. Also ist alles in Butter.

Und auf dem Weg zurück, einige Minuten später, sitzen die Zwei natürlich immer noch da. Ich denke mir das so:
1. Habe ich keine Bedürftigkeit signalisiert und war nicht aufdringlich, weil ich erstmal gegangen bin.
2. Haben die Mädls dann Zeit zum Verarbeiten gehabt. Vielleicht haben sie auch darüber geredet, dass das ganz merkwürdig ist, dass ein Typ vorbei kommt, lange mit ihnen redet, bestimmt 10 Minuten, um dann einfach „so“ zu gehen.

Und darum geht es ja. Attraktivität auf Getuschel zu erzeugen. Es sind nur Gedanken. Vielleicht haben sie sich auch über ihren geplanten Goldfischkauf unterhalten. Man weiß es nicht. Aber ich würde wetten, dass ich mit meiner Vermutung nahe an der Realität liege.

Es heißt ja hin-und-weg-Spiel. Also mache ich von vorne weiter: Wieder hin.
„Ah cool, ihr seid ja noch da!“
(Logisch, deswegen bin ich ja gegangen, weil klar war, dass sie noch da sind. Aber so wirkt das viel natürlicher!)
Und einfach wieder ganz vertraut weiter gemacht mit dem Gespräch von vorhin. Nur diesmal mit einem Stück Pizza in der Hand. Lecker.

Nach einigen Minuten weiterem bla bla muss irgendwann der Close kommen. Also mach ich das ganz ruhig und versuche dabei zu strahlen. Ich achte in dem Moment sehr auf echte innerliche Freude. Keine Angst vor der Antwort. Sondern Freude über die Frage und den Gedanken auf einen Kaffee mit der Rechten.

„Du [Name], ich find Dich wahnsinnig sympathisch. Es war jetzt so ein nettes Gespräch. Ich hab erst überlegt, wie ich Dich fragen soll. Aber Du lächelst so süß. Ich würd mich nächste Woche gerne mit Dir auf einen Kaffee treffen und Dich kennen lernen. Hast Du Lust?“

Noch ehe sie etwas sagen konnte, meinte die Linke: „Das ist jetzt so süß, da kommen mir fast die Tränen.“
Und das sagte sie nicht ironisch.

Ja, sie hätte Lust mich auf einen Kaffee zu treffen. Könnten wir gerne machen.
Yes! Einen Tag vereinbart, also mal ins Auge gefasst (wichtig!). Noch ohne ganz konkret zu werden. Aber den Gedanken muss man zumindest schon mal ankern. Und die Nummern getauscht.

Ich fand sie wirklich süß. Mein Wing sagte danach zu mir:
„Die hat echt ein süßes Gesicht und sieht gut aus.“

Ja, fand ich auch. 6,5 mindestens. 🙂

2016-10-31

Soweit zum Infield-Erfahrungsbericht. Weiter im Hauptstrang:

Das 2 zu 2 gestern im Club war hingegen nicht solide. Es war kaum Zeit, weil mein Wingman gehen wollte, also musste ich auf die Tube drücken. Und zu wenig Zeit mit einer Frau vor dem Number Close zu verbringen heißt auch oft zu wenig Vertrauen und Attraktivität aufgebaut zu haben. Dementsprechend verläuft so ein Ding gerne im Sand. Mal abwarten. Dennoch eine starke Leistung, weil ich zuerst ihre Freundin angesprochen habe. Und nach fünf Minuten im Gespräch erfuhr, dass sie vergeben ist. Dann muss man das Ding erst mal drehen und es schaffen zur Freundin zu wechseln. Gesprächführung hin oder her. Das ist nicht immer so einfach das geschickt einzufädeln. Mission gelungen!

Diese Woche bin ich wieder aktiver im Daygame gewesen. Nach einigen Wochen Pause. Vorgestern auch in der Bahn. Gestern auf dem Weg zum Club.
Ich muss sagen, es macht (wieder) Spaß. So eine schöpferische Pause tut auch mal gut. Die zwei Wochen im Ausland waren gut, um den Kopf etwas mit anderen Dingen zu füllen und Altes liegen zu lassen. Ein wenig hatte ich Bedenken, dass ich das Ansprechen nicht mehr können würde. Nach über 4 Wochen ohne einen einzigen Approach. Und was muss ich sagen? Das Gegenteil ist der Fall!
Mir geht es besser als je zuvor dabei. Und ich bin auch in den letzten Tagen mehrmals beim Reflektieren erschrocken über mich selbst. Da ist gar keine Ansprechangst mehr. Selbst in der Bahn, wo mir Menschen gegenüber sitzen und zuhören, die Angst – auch wenn sie zuletzt sowieso nur noch gering war- ist wie weg. Keine Ahnung was mit mir passiert ist. Es ist ungeheuerlich.

Für heute Abend steht ein Date an. Für Mittwoch auch eines. Und vielleicht klappt das mit Donnerstag ja mit meiner 6,5. Kann man nie wissen. Aber nach zuletzt drei Date-Absagen in Folge (vgl.Mein erster Dreier) wird es auch mal Zeit, dass wieder mal eines klappt… Good Luck to myself! Oder ohne Anglizismen… Gutes Glück zu mir selbst. 😉

Philosophischer Sonntag – What goes around comes back around

What goes around comes back around.

2016-10-30

Wie bei einer Wurfscheibe, neudeutsch Frisbee.

Und natürlich hat auch dieser Spruch mehrere Bedeutungen. Von negativ bis positiv behaftet:

  • Wie Du mir, so ich Dir.
  • Man erntet was man sät.
  • Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es zurück.
  • Was Du anderen Gutes tust, kommt irgendwann zu Dir zurück.

Mehrere Übersetzungen und doch sind alle richtig.

Es ist wie immer im Leben eine Frage des Betrachtungswinkels und eine Frage der Situation. Man kann auch von Karma sprechen, das dabei eine Rolle spielt. Inzwischen bin ich nach einiger eigener Erfahrungen vollkommen davon überzeugt, dass die eigenen Taten in einer Situation sehr wohl große Auswirkungen in einer völlig anderen Situation haben (können).

Das Ding mit „Du sollst jeden Tag eine gute Tat tun“ ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Und wenn ich mir das so ansehe, dann stelle ich aber immer wieder fest, dass dies nur zur Hälfte gelebt wird. Von vielen nur zur Hälfte. Denn was dort stumm fehlt ist der Zusatz: „In der Hoffnung, dass ich etwas dafür zurück erhalte“
Und genau darum geht es meiner Meinung nach eben nicht.

Es ist kein Investment im absichtlichen Sinne. Ich mache zwar dies oder das, „what goes around“, aber super gar nicht UM ZU, „comes back around“.
Nee.

Passieren die Dinge ohne ein „um zu“, dann ist das frei. Und oftmals gibt man, ohne zu erhalten. Ein ehrliches Kompliment zum Beispiel. Das erwartet kein „ich finde Dich auch toll“ zurück. Ich habe oft aufrichtige Komplimente gemacht und dabei sehr oft keine zurück bekommen. Und das ist völlig in Ordnung und gut so. Wenn man es tatsächlich lebt. Wieviele Menschen sagen jedoch „ich liebe Dich“ und schauen ihren Partner an, warten gefühlt schier endlos und werden nervös, wenn kein „ich Dich auch“ zurück kommt.

Wichtig ist, sich dabei von der Ergebnisfixierung zu lösen. Man gibt einfach. Klar gibt man oft mal etwas mehr als man zurück erhält. Gebe ich einem Musikanten in der Stadt einen Euro, dann werde ich nicht zwei Straßenecken später auf jemanden treffen, der mir zwei zurück gibt. Aber es kann sehr wohl passieren, dass DU durch diese kleine Tat etwas in Dir selbst erschaffst und damit etwas ausstrahlst, das sehr wohl sehr bald zu Dir zurück kommen wird. Vielleicht nicht im Angesicht eines zwei Euro Stücks.

Aber womöglich wirst Du unerwartet auf einen Menschen treffen, der Dich sämtliche zwei Euro Stücke dieser Welt vergessen lässt.

Und ehe man sich dabei versieht, comes it back around!

Was geschah Freitag Nacht? Teil 1 von 2

Wenn ich diesen Artikel beginne zu schreiben, ist es 12:37 Uhr. Erscheinen wird er wie immer um 17:30 Uhr.
Und während ich das hier schreibe, trinke ich eine große Tasse Cappuccino. Zubereitet mit meiner Mokka Kanne. Ganz schlicht, klassisch. Ich mag den Duft von frischem Kaffee so gerne. Und ich mag es wahnsinnig gerne die Kaffeebohnen in meine Kaffeemühle zu kippen und dann dieses grrrrrrrr der Maschine zu hören. Dazu Obst, Pflaumen, Mango und Pomelo. Pomelo ist ein tolles Obst. Soviel zu meiner kulinarischen Situation gerade.
Die Siebträgermaschine lässt noch etwas auf sich warten. Ich hab gerade noch ein paar andere Prioritäten abzuarbeiten.

Gestern Nacht war ich wieder draußen zum Clubgame. Um die Zahlen vorweg zu nehmen, es ging 2 zu 2 aus. Ein gutes Ergebnis! Weniger dem Ergebnis wegen, sondern mehr wegen dem weiteren Weg auf der Leiter, und dementsprechend den nächsten erklommenen Sprossen.

Um 03:00 Uhr nach Hause gekommen, noch eine halbe Stunde Youtube-Videos angeschaut, nein, keine lustigen „versuch nicht zu lachen“-Videos. Sondern am Ende des Tages und zu Beginn des Tages versuche ich mir immer Videos anzuschauen oder Bücher zu lesen oder Hörbücher zu hören, die mich weiterbringen. Also hab ich mir gestern wieder Coaching-Videos angesehen. Nicht Pickup to go. Nebenbei. Sondern Pickup to stay.

Und ich hab meinem 1 zu 1 von gestern noch kurz geschrieben. Und als ich heute morgen aufgewacht bin, hab ich eine Antwort von ihr gelesen. Immer gut, wenn Frau noch am selben Tag (bzw. in der selben Nacht) zurück schreibt. Es war ein relativ solider Number Close. Wir haben viel Zeit im Gespräch verbracht, und eigentlich wollte ich mich draußen nur „aufwärmen“, bevor es weiter gehen sollte in den Club. Da saßen also die zwei Mädls auf einer Bank vor einem Grünstreifen, an einem unter jungen Menschen belebten Platz. An sich würde ich jetzt nicht viele Worte drüber verlieren, aber ich weiß von ein paar meinen Lesern, dass sie am Liebsten immer genau wissen wollen, was ich denn so sage und wie ich die Gespräche eröffne. Deswegen will ich ein paar Worte darüber verlieren. Und dabei beginne ich eine Situation vorher, also noch vor dem 1 zu 1. Es soll ja „komplett“ sein. Denn es ist Dynamik drinnen. Und um die geht es beim Pickup!

Ich denke dabei gerade besonders an meinen Kumpel Harry, viele Grüße an Dich! Die nächsten Absätze mit den Gesprächsdetails zu den zwei Frauen sind direkt Dir gewidmet. 🙂

Ich habe meinen Wagen geparkt. Mit meinem Wingman ausgestiegen, über die Straße. An einem kleinen Italiener (oder was das sein sollte) vorbei gekommen. Und da stehen 5 oder 6 Frauen und quatschen miteinander und rauchen. Okay, ich gebs zu. Wenn ein Typ aus so einem Auto aussteigt und ein paar Frauen anspricht, dann ist das für viele sicher Grund genug zu sagen: „Oh Gott, jetzt meint er, er kann uns so einen geilen Spruch pressen und uns beeindrucken mit seiner Karre.“
Nein Ladys, sicher nicht. Ich nehme Euch wahr. Ich komme euch näher. Und ich weiß, dass ich etwas sagen werde. Aber zu dem Zeitpunkt weiß ich noch nicht was. Ich lass mich inspirieren vom Moment. Ich bin nicht mein Wagen. Ich bin ich. Also nähere ich mich der Gruppe, ich muss sowieso an ihnen vorbei. Und werde etwas langsamer, während mein Wing vor gegangen ist. Und dann mache ich inzwischen zunehmend etwas, was ich früher nicht so gemacht habe. Ich werde bewusst langsamer, in der Bewegung, in der Körpersprache und dann vor allem in der Stimme. Dazu wird es noch einen eigenen Artikel geben, die Tage. Ich schaue durch die Fensterfront in den Laden und drehe mich dann zu den Frauen. Sie haben mich wahrgenommen. Das merke ich. Vielleicht haben sie auch schon getuschelt. Keine Ahnung. Ist auch nicht wichtig. Sie unterhalten sich. Und alles was ich erreichen wollte, war mich in Stimmung zu bringen. In Stimmung für alles was als nächstes an diesem Abend folgen sollte. Ein paar Interaktionen sind wichtig, um sich aufzuladen. Also spreche ich die Gruppe an: „Grüß Euch, eine Frage. Was ist das denn für ein Laden?“
Das war auch alles nicht geschauspielert, es hat mich einfach interessiert was es dort zu essen gibt. Ich esse ja gerne. Also frag ich einfach. Und natürlich drehen sich dann alle um und schauen mich an. Was ist mir dabei aufgefallen: Es gab verschiedene körperliche Reaktionen mir gegenüber. Teilweise überrascht, teilweise offen. Und eine Frau war dabei, die sofort ihre Augenbrauen verkrampft hat. Als würde sie mir sagen wollen: „Verpiss Dich bloß, mit Deiner sch*** Karre, Du kannst wen anders anbaggern.“
Ja, ist gut. Also ging es mir in der kurzen Konversationen nur noch darum der Gruppe zu zeigen: Nein, nicht alle sind gleich. Es gibt auch Typen, die ein schickes Auto fahren und dennoch ganz „normal“ sind.
Deshalb hab ich dann ganz bewusst eine noch entspanntere Körperhaltung (man könnte auch sagen: Eine noch defensivere Körperhaltung) eingenommen und bin mit der Stimme noch tiefer geworden und habe bewusst… noch… langsamer… gesprochen. Und ganz ruuuuhiiiiig und voller Gelassenheit ein paar weitere Dinge über den Laden gefragt. Was es dort zu essen gibt. Und ob es ihnen geschmeckt hat. Und nach wenigen Sekunden habe ich gemerkt, wie auch die Augenbrauen plötzlich entspannter wurden. Ich würde sogar sagen, ins Gegenteil verkehrt sind. Plötzlich schien man mich als Gesprächspartner in der ganzen Gruppe zu akzeptieren. Und das war alles, was ich für den Moment erreichen wollte. Energie tanken. Mich selbst aufladen. Das hab ich positiv und voller Überzeugung erreicht. Und dann soll man gehen, wenn es am Schönsten ist. Einen schönen Abend wünsche ich Euch. Habt noch viel Spaß. Ich drehe mich langsam nach rechts und gehe ruhig davon.

Kurz mit dem Türsteher eines Clubs gesprochen, einen kurzen Blick rein geworfen, aber der Laden war fast leer, also wieder raus. Mein Weggefährte hat Hunger, na dann, auf zu einem Stück Pizza. Um die Zeit. Wir schlendern also Richtung Nacht-Imbiss.
Und da sitzen sie, zwei Mädls auf einer Bank vor einem Grünstreifen. Es ist kalt, wie ich finde. Nicht das richtige Wetter, um lange nachts draußen auf einer Bank zu sitzen. Mag mir aber auch nur so vorkommen, da ich immer so verfroren bin. Völlig untypisch für einen Mann. Was geht in dem Moment in mir vor? Genau das. Es ist kalt.

2016-10-29

Wie eröffne ich? Mit dem was im Moment am Wichtigsten in meinem Leben ist. Nämlich, dass mir kalt ist. That’s it. Ohne hokus pokus.
„Sagt mal, mir ist unglaublich kalt. Wie könnt ihr das so in aller Ruhe da nur aushalten?“ Und die Eröffnung kommt zwar mit ruhiger Stimme. Aber sie kommt mit großer Geste und großer Mimik. Energie nicht durch Lautstärke, sondern durch Körpersprache. Mal schauen was zurück kommt. Das weiß man nie. In dem Moment habe ich mal etwas variiert. Sonst spreche ich lauter an. Aber es sollte eher wie ein beiläufiges Gespräch rüber kommen. Nicht wie eine plumpe Anmache. Oft passiert es in solchen Situationen auch, dass man eine ablehnende Reaktion erntet. So nach dem Motto: „Ach bitte. Lass uns einfach in Ruhe hier sitzen. Wir haben echt was besseres zu tun als mit Dir zu quatschen.“

Das weiß man vorher nie. Das kann man nicht abschätzen. Weder am Alter, noch am Aussehen. Man kann sich nur drauf einlassen. Ich war gut drauf, weil ich es der Frauengruppe gerade gezeigt habe. Gezeigt, dass ich nicht baggern wollte. Aber vor allem gezeigt, dass sie Unrecht hatten. Zumindest eine von ihnen. Dass ich anders bin. Und das reicht mir. Weil das in dem Moment mir mehr gibt, als jede Nummer. Weil man ein „Ding gedreht“ hat. Kraft eigener Energie.

Mein Wing ging also voraus, Richtung Pizza Imbiss. Ich blieb bei der Bank vor den zwei Mädls stehen und baute ein Gespräch auf. Ein paar typische Themen angesprochen. Ein bisschen was über die Stadt. Wo sie so herkommen. Was sie noch vor haben. Ja gut, ich muss zugeben, viele Gegenfragen kamen nicht. Aber das ist im Pickup oft so, nicht immer heißt das was. Ich weiß für mich noch nicht abschließend, ob das wirklich mangelndes Interesse direkt an mir oder allgemeine Lethargie ist oder zu wenig Interesse am Leben bedeutet, oder oder oder. Keine Ahnung. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, dann ist für mich interessant alles über den Menschen zu erfahren, was es im ersten Moment zu erfahren gibt. Wenn ich es anders wollen würde, nämlich kein Interesse an meinem Gegenüber zu haben, dann würde ich nicht mit ihm sprechen. Dann würde ich ein Buch lesen oder still sein oder in der Natur spazieren gehen. Keine Ahnung wo dieses Phänomen her kommt, gerade von Frauen. Dass sie keine/kaum (Gegen-)Fragen stellen. Dass man immer von sich aus erzählen muss. Vielleicht werde ich es einige zehntausend Frauen später herausgefunden habe. Wenn ja, werd ich Euch davon berichten. 🙂

Ich baue meine Gespräche inzwischen auch nicht Stakkato artig auf, sondern versuche mehr einen gegenseitigen Redefluss zu erzeugen. Durch mehr Aussagen und weniger Fragen. Interessant, wenn man sich darauf konzentriert. So kommt viel mehr ein Gespräch zustande, als durch das Abspulen von (Standard-)Fragen. Letztens hab ich zwei Fremdwörter gelesen, die es perfekt beschreiben. Das Gespräch sollte assoziativ und deskriptiv ablaufen. Keine Argumentationen.

Ich mach an der Stelle schnipp-schnapp. Montag geht es mit Teil 2 weiter. Dann erfahrt Ihr (und auch Harry) wie es in dem Gespräch mit den zwei Mädls weiter ging. Und noch ein paar Details mehr, zum Beispiel zu den Themen:
„Wie provoziere ich Gegenfragen“ und „Wie hab ich in dem Fall das hin-und-weg-Spiel gespielt“.

Warum geht es erst Montag weiter?
Weil morgen – wie immer – Philosophischer Sonntag ist! Also gibts Teil 2 erst Montag. 🙂

Mein erster Dreier

Mein erster Dreier?! Wie?
Ja, langsam reiten. Nicht immer gleich in die eine Richtung denken. 🙂

Ich hätte für Montag ein Date gehabt. Das Wochenende ging ja 4 zu 1 aus. Es war die eine 1 von den Vieren.
Es sah von Anfang an schon nicht so solide aus, am Wochenende mit der holden Maid. Macht aber nix. Ein Pickupper nimmt alles mit, was ihm vor die Flinte läuft und worauf er Lust hat. Auch unsolide Datezusagen.
Natürlich hab ich ihr dann geschrieben und (fast natürlich) kam keine Antwort. Ein Anrufversuch von mir blieb zwei Tage später auch unbeantwortet.
Gut, mehr ist sie sowieso nicht wert. Also Nummer schnell gelöscht. Gedanklich die sieben Sachen gepackt und weiter gehts.
Ich hab mich an dem Abend einfach mit einem Freund getroffen. Das ist mindestens genauso gut. Kein Thema.

Aber, es ist eine Premiere! Wieder mal. Weil:
Es gab nicht mal eine Absage für das Date am Montag von ihr.

Menschlich schon madig. So sind sie eben, Menschen. Der Mensch ist dem Menschen eben ein Wolf. Hab ich mir mal sagen lassen.
Bin ich ihr böse, weil sie abgesagt hat? Nein. Soweit nur zur Klarstellung.
Aber zumindest menschlich empathisch wäre es, so früh wie möglich abzusagen. Dann kann sich das Gegenüber – in dem Fall ich – schon recht bald darauf einstellen. Aber nein, so weit können manche nicht denken. Oder wollen es nicht.
Sie war ja Christin. Da kommt mir eine Idee.

Wikipedia sagt zum Thema „Taufe:“ [… Durchführung und Wirkung der Taufe sind in den christlichen Kirchen und Gemeinschaften verschieden; sie kann die Eingliederung in die Gemeinschaft der Christen oder ein öffentliches Glaubensbekenntnis bedeuten…]
Ich sollte mal dem Vatikan einen Brief schreiben, dass sie hier in Deutschland bei der Taufe auch immer eine Portion Empathiefähigkeit über das junge Kind gießen mögen. Vielleicht würde das was helfen.
Ob ein Wolf Mitleid empfinden kann mit seinem Gegenüber?
Ich glaube nicht. Achso, ja gut. Na dann. Dann lassen wir das mit der Empathie.

Letztens hab ich in meinem Artikel Wieder eine Premiere! geschrieben, dass es irgendwann bestimmt mal so weit sein würde, dass eine Frau nicht beim Date erscheint. Ich hab gar nicht daran gedacht, dass es auch noch die Variante gibt, dass eine Frau nicht absagt.
Bisher hatte ich immer zumindest eine Absage bekommen.

So schnell gehts! Wie hat Oliver Kahn mal geschriehen: „Daaaa ist das Diiiiiiing!!!“

Ja. Da ist das Ding! Mein erster Dreier in Folge!
Drei Dates die ins Wasser fallen, in Folge. Von drei Frauen.
Eigentlich cool. Leider geil.

2016-10-28

Ob das der Beginn einer Pechsträhne ist?
Ich glaub nicht.

Im Laufe der Woche war ich abends mal wieder im Clubgame unterwegs. Coole Location. Nette Leute. Und ich hab alles angewendet, was mir meine Selbstreflexion aus den beiden letzten Artikeln gesagt hat. Das ganze Programm.

Rausgesprungen ist ein ausgemachtes Date. Ich geb zu, dass sie keine optische Sahnehaube ist. Und das mache ich normal nicht, solche Dates. Aber sie war cool. Sie hat echt lustiges und irres Zeug erzählt. Und das hat mich unterhalten. Es ging mir auch gar nicht darum, ob es ein Date gibt. Sondern hauptsächlich wollte ich meine Linie durchziehen.
Quatschen, länger quatschen, Spaß haben, berühren, isolieren, mehr berühren, Körpersprache und Stimme richtig einsetzen, abschließen.

Und das hat geklappt. Und damit hab ich eine wichtige Referenzerfahrung gemacht. Auf die baue ich auf. Und sie hat mich echt herausgefordert mit ihrer frechen Art.

Das ist dann mal der Beweis, dass man selbst auch emotional gepackt werden kann und Datezusagen nicht nur nach der Optik zustande kommen.

Selbstreflexion – Schonungsloser geht es nicht – Teil 2 von 2

Gestern gab es Teil 1. Heute Teil 2.
Ohne viele einleitende Worte. Los gehts!

Also nach 10 bis 15 Minuten draußen unter dem Heizstrahler folgten nach etwas Pause nochmal 30 bis 40 Minuten drinnen im Club im Lounge Bereich.

Da saß sie also. Die 7,5. Rechts neben mir. Und in Greifweite noch ein paar andere Frauen um „unseren“ (gar nicht wahr! ich bin nur dazu gekommen!) Tisch.
Die Musik läuft. House und Dance. Ich mag das nicht. Zum Anhören und unterhalten ja, aber nicht zum Tanzen. Insofern gut, dass wir nicht getanzt haben.

Wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Sie arbeite in einem Hotel, zusammen mit all ihren Kolleginnen, mit denen sie da sei. Wichtige Info übrigens, dann weißt Du in welchem Verhältnis sie zu den anderen steht. Weiter über das Leben, Ihre Jugend und Kindheit. Ihre letzten Urlaube. Wünsche und Ziele im Leben. Das Standard-Programm für intensivere Gespräche.
Und ich war mir so unglaublich sicher, dass das ein Selbstläufer werden würde. Für einige Minuten habe ich ein totales Verständnis zwischen uns gespürt. Daher auch diese Sicherheit.

Zu sicher?! Ja, letztlich zu sicher!

Faktisch sah es so aus:
Draußen eröffnet und im ruhigen Bereich unterhalten, das ist gut. Das kommt dem Daygame nahe, das kann ich gut. Dann etwas Pause, einige Minuten. Rein in den Club. Zu ihr an den Tisch mit dazu und nochmal 30 bis 40 Minuten unterhalten. Soweit nach außen hin alles in Butter.

Dann kam die Selbstsicherheit dazu, und die hat mir gesagt: „Frag sie jetzt mal nach einem Treffen auf einen Kaffee“, weil ich sie ja so unglaublich sympathisch finde. Und ich echt das Gefühl hätte, dass wir uns prima verstehen und tolle Gemeinsamkeiten haben.

Wusch, bumm.
„Nee, Du weißt ja wo ich arbeite. Du kannst ja mich mal in dem Hotel besuchen kommen.“

Okay, da ist das Ding eigentlich schon ins Wasser gefallen, zu 99%. Lass aber jetzt nicht direkt locker. Probier es mal weiterhin schön selbstsicher. Ich nehme mein Handy raus, tippe ihren Namen rein und drehe es ihr hin, um die Nummer eintippen zu lassen. Und sage dazu:
„Schau mal, ich hab immer viel zu tun und nicht jeden Tag Zeit für ein Treffen. Und das würde dann bei mir untergehen. Und Du würdest es dann im ganzen Alltagsstress und Arbeit auch vergessen. Außerdem fahre ich nicht einfach so durch die Gegend, ohne das vorher zu vereinbaren. Also lass uns einfach schreiben und was ausmachen.“

„Mimimi… ja nee… bla… trallala… blubb… haha… ui ui… la la la“.
Okay gut. Dann eben nicht.
Relativ galant und trotzdem möglichst schnell raus aus dem Gespräch, eine heiße Kartoffel soll man eben fallen lassen.

2016-10-27

Muss man sich also einiges im Nachhinein eingestehen. Was hatte ich „falsch“ gemacht?
Nun zur Analyse:

  1. Zu große Selbstsicherheit, denn die macht blind. Nimm die 7,5 nicht so wichtig. Bleib locker. Denn sonst übersiehst Du wichtige Anzeichen. Sei nicht aufgeregt, schau und achte auf eine kontrollierte und ruhige Atmung.
  2. Ich hab mir den Korb zu früh abgeholt. Zu früh??? Nach ca. 45 Minuten bis eine Stunde Palaver? Ja! Zu früh, definitiv. Ich hätte erstmal weiter eskalieren müssen. Siehe die nächsten Punkte…
  3. Zu wenig Beachtung ihrer Körpersprache. Das ist das Problem, wenn es eben eine echt hübsche Frau wird. Dann pumpert das eigene Herz ein paar Schläge schneller, und das macht fehleranfällig. Daran muss ich arbeiten. Mentaltraining: „Nimm die 7,5 nicht so wichtig“. Du bist selbst eine 11. Also bleib cool. Sie kann sich glücklich schätzen, dass sie Dich gerade am Tisch dabei hat und neben Dir sitzen darf.
  4. Zu wenig emotionale Themen. Wir haben bereits über Urlaub, Kindheit, Jugend, Eltern, Familie und weiß sonst nur Aladin und sein Flaschengeist worüber noch, geredet. Und gelacht. Und gealbert. Ja. Aber es war wohl noch zu wenig. Sie war eine 7,5. Also hätte ich auch für eine 7,5 investieren müssen. Und 7,5er Frauen sind selten im eigenen Leben. Jedenfalls bei einem Pickup-Anfänger wie mir.
  5. Zu wenig körperliche Eskalation. Ich hätte mehr berühren müssen. Das Spiel wie immer: Kette anfassen, Armbändchen anfassen, Ohrring anfassen. Sich zeigen lassen. Hier berühren und da berühren. Und irgendwann den Nacken und den Rücken streicheln usw.
  6. Und der vermutlich wichtigste Aspekt: Ich hätte sie nochmal isolieren müssen. D.h. erneut raus vor den Club. Alleine sein, alleine unterhalten. Weg von den Kolleginnen. Und erst dort nach dem Date fragen. So nehme ich ihr den sozialen Druck in der Umgebung der Kolleginnen. Das war defintiv ein Fehler von mir. Der Selbstsicherheit sei Dank. Hm.

So, und wenn ich die Punkte alle beachtet hätte, wäre dann ein Date raus gesprungen?
Ein definitives VIELLEICHT.
Nichts Genaues weiß man nicht. Und darum geht es auch gar nicht.

Es geht um etwas Anderes, viel Wichtigeres und Nachhaltigeres.
Um die Fragen:
Habe ich alle Komponenten beachtet, alles gegeben, war ich vollkommen präsent und „professionell“? Und vor allem: War ich kalibriert genug?

Jetzt kann man mir natürlich vorwerfen „professionell“ sein zu wollen, wie es ein Kumpel von mir immer wieder tut:
„Hör mal auf mit diesem Pickup-Quatsch und mach Dich mal locker.“
Ja, und was wäre das Resultat? Zu Hause alleine auf der Couch zu sitzen und meine schöne rote Wand gegenüber anzuschauen…? Und was…? Nix.
Genau. Eben.
Ich sag ihm aber auch nicht: „Hör mal auf mit Deinem ganzen Tinder-Quatsch. Mach Dich mal locker. Irgendwann spricht Dich schon mal Eine an. Irgendwo. Vielleicht.“
Genau. Und wenn nicht, dann gehst Du eben als ewiger Single ins Grab.
So einen Stuss kann ich kaum mehr hören. Wenn Du was im Leben erreichen willst, dann musst Du kämpfen. Und die Resultate sehe ich bei aller „Anfänger-Professionalität“ auch bei mir sehr stark inzwischen.

Es gilt wie immer im Leben: Lass Dich nicht abbringen von Deinem Weg. Höre nicht auf Menschen mit Meinungen, die Dich nur nach links oder rechts runter von der Fahrbahn ziehen (vgl. meinen Artikel: Zitat – Dr. Seuss).

Wenn Du vor der Situation stehst einen Job anzunehmen, dann musst Du was tun? Ja, richtig! „Mach Dich mal locker, irgendwann kommt schon ein Job für Dich!“
Echt? Bei mir war das noch nie so. Ich musste immer zumindest ein paar Bewerbungen verschicken. Aktiv werden. Mich aktiv bemühen. Hinfahren. Bewerbungsgespräch. Auch mal eine Niederlage einstecken. Und ohne Jobangebot heim kommen. Ja gut, das ist mir selten passiert. Bisher hab ich noch fast jedes Jobangebot bekommen. Das ist im Pickup natürlich anders. 🙂

Ihr versteht was ich meine. Deshalb ist es wichtig „professioneller“ zu werden. Nicht rumstochern mit dem Zahnstocher, bis man mal was trifft. Das machen alle (Männer) so. Das sind keine Tappas, wo man die Oliven mit dem Zahnstocher nach viel gestocher irgendwann schon mal aufgespießt bekommt. Da kommt es tatsächlich nicht drauf an mit einer Spießbewegung zu treffen. Stocher also nicht wild rum wie Chucky die Mörderpuppe. Sondern gehe kalibiert vor. Und weil das kaum ein Mann kann, trifft kaum einer gezielt und regelmäßig.

Man fährt auch nicht mit einem 40 Tonner über eine kleine Holzbrücke. Hier ist dann ein Fahrrad oder ein kleines Auto das Maximum. Man kalibiert. Und wenn man spürt, dass die Brücke trägt, dann nimmt man vielleicht einen Kleintransporter usw… man geht gestuft und gestaffelt vor. Wenn man mal zurück rudern muss, dann macht man das. Um dann wieder neu anzugreifen.

Aaaaber: Ich hätte den Korb verhindern können. Und das alleine wäre schon nicht so schlecht gewesen.
Beispiele?
Wenn ich mehr auf die Körpersprache geachtet hätte, dann hätte ich besser merken können, wie groß das Interesse wirklich war. Spiegelt sie meine Bewegungen, mal als Beispiel. Wenn ich meine Arme hoch nehme, nimmt sie sie dann auch hoch? Wenn ich mich im Gesicht berühre, fasst sie sich dann durchs Haar und solche Dinge.
Außerdem:
Wenn ich eskaliert hätte, durch körperliche Berührungen, dann hätte ich an dem Punkt schon festgestellt, ob Interesse da ist. Wäre sie zurück gewichen, dann hätte ich gewusst, dass eine Frage nach einem Date noch zu früh kommen würde.
Aber vor allem hätte ich sie aus dem sozialen Umfeld herausbringen müssen, isolieren nennt man das. Dann hätten wir draußen unter dem coolsten Heizstrahler der Welt (was nicht stimmt, aber wenn es mit der 7,5 zu einem Date geführt hätte, dann wäre es defintiv der coolste Heiztrahler der Welt für mich geworden!) weiter Nähe aufbauen können. Ich hätte da draußen noch ein bisschen Hollywood gemacht. Und dann ganz kalibriert mehr sog. Comfort aufgebaut.

Und dabei hätte ich dann merken können, ob es etwas geworden wäre. Hätte.
Sicher wissen kann man es nie.Aber was ich sicher weiß: Ich habe Fehler gemacht. Und davon nicht zu wenige an diesem Abend, bei dieser Frau.

Kurzum die Fehler auf den Punkt gebracht, in zwei Kategorien:
Nach außen: Zu wenige emotionale Themen, zu wenige Berührungen, keine Isolation.
Nach innen: ZU SELBSTVERLIEBT! ZU SELBSTSICHER!

Dass es einen Korb gab, juckt mich inzwischen nicht mehr. Es ist Teil des Spiels. Körbe sind da um sie mitzunehmen. Ohne Korb gibt es keinen Treffer. Deshalb freue ich mich auf jeden Korb. So wie es ohne die Stille keine Musik geben kann (Eckhart Tolle… 😉 ).

Sondern was dann am Ende am Schlimmsten ist:
Die verlorene Zeit. Es war zwar eine Erfahrung. Aber es war auch eine verlorene Zeit. In der Zeit des Schnatterns mit der Frau liefen einige richtig tolle Lieder im Club. Und ich hätte gerne getanzt, mit meinem Wingman an dem Abend. Das haben wir danach auch noch. Aber eben nicht mehr lange. Und es war ein geiles Gefühl, dass in so einem Nobel-Schuppen die ganzen Typen zwar dicke Kohle haben mögen (was definitiv natürlich nicht stimmt), aber alle nur um die Bar herum stehen, mit ihrem Getränk in der Hand. Und auf der Tanzfläche sind dann nur Frauen und mein Wingman und ich. Da weißt Du wer Du bist, wenn Du da ausgelassen feiern und tanzen kannst. Weil kein Ego mehr existiert. Kein: „Mimimi, ich trau mich nicht.“
Und es gibt noch einen Grund, warum es eine verlorene Zeit war: Ich hätte sinnvollerweise in der Zeit ein bis zwei andere Frauen ansprechen können. Und diese Chance hat mir die 7,5 genommen. Ich war ihr gut genug, um eine Stunde mit mir quatschend zu verbringen. Aber eben nicht potenziell ein ganzes Leben. Und das muss ich lernen schneller, zielgerichteter und exakter herauszufinden. Selektion.

Aber ihr könnt mir glauben: Ich hab mir echt ans Schienbein getreten danach. Es tat weh. So lernt man.
Und ich hab es gleich während der Woche besser gemacht…

Selbstreflexion – Schonungsloser geht es nicht – Teil 1 von 2

Also kommen wir, wie gestern angekündigt, zum Bar- und Clubgame am Wochenende.

Da war ich also erst in einer Bar, kurz mal meinen Kumpel hinter der Theke begrüßen. Kurz einen Bitter Lemon trinken. Mit drei Mädls aus London zum warm werden los starten. Englisch. Puh. Okay. Ihr hattet echt einen coolen Dialekt. Oder eine coole Aussprache. Ich mag das. Und Euch drei mochte ich auch irgendwie. Ich fand Euch cool. Man konnte Spaß haben beim Reden. Ein bisschen rumblödeln. Einfach aufwärmen. Auf Mädls aus dem Ausland hab ich eigentlich kein Interesse. Ich hatte mal vor ein paar Wochen ein Date mit einem Mädchen aus Aserbaidschan. Eine 7,5 würde ich sagen. Das war schon lustig. Den ganzen Tag in Englisch zu verbringen war schon cool. Ich hätte sie geheiratet. Sie war klug und familiär. Aber sich danach nicht mehr sehen zu können war eben nicht so cool. Was solls. Jedenfalls bin ich seit dem etwas gebrandmarkt, was ausländische Frauen betrifft, die nur mal eben zum Urlaub hier sind. Es heißt ja Projekt Beziehung. Nicht Projekt Horizontale.

Die Älteste von den Dreien fand ich am coolsten. Sie hat mich gefragt, also hab ich ihr dann noch eine andere Bar empfohlen. Gleich ums Eck. Und ihr gesagt, dass wir – ich war nicht alleine unterwegs – später auch noch dort seien.
Also kurze Verabschiedung, ein paar High Fives verteilt. Und raus.
Draußen vor der Bar war mein Wingman schon im Gespräch mit ein paar anderen Frauen. Okay also ab mit ihnen in die nächste Bar. Da sie auch nicht aus der Stadt waren, haben wir sie einfach mitgenommen. Wir sind einfach unglaublich nett.

Also. Und los in die nächste Bar. Puh war das Ding voll. Aber eine gute Stimmung in dem Schuppen. Aufgewärmt durch die drei London-Mädls war ich also auch schon energetisch aufgeladen. Wichtig fürs Clubgame. Noch viel wichtiger als im Daygame. Clubgame ist Hollywood. Clubgame ist Action. Da musst Du auf die Pauke hauen. Trommeln. Einen Regentanz aufführen. Egal was. Aber mach was! Später mehr dazu.

Irgendwohin zu gehen und schon ein paar Frauen im Schlepptau zu haben ist immer gut, egal ob hübsch oder hässlich. Das Spiel keine Rolle. Wichtig ist der soziale Status. Im Clubgame besonders. Hast Du eine Frau dabei, dann hast Du eine Frau dabei. Erstmal Punkt. Also weiter mit den Frauen und meinem Wingman unterhalten. Spaß gemacht. Show gemacht. Hollywood eben. Und immer wieder das hin-und-weg-Spiel gespielt. Rein ins Gespräch. Wieder raus aus dem Gespräch. Keine Bedürftigkeit. Wozu auch. Frauen gibt es genug dort. An der Bar entlang saßen drei ganz attraktive Mädls, sofort hin. Spring von einer zur nächsten. Oh. Total offen und nett, alle drei. Aber eben auch alle aus Slowenien. Puh. Wieder Englisch. Auch wenn sie mir ganz lieb von ihren Taccos angeboten haben, aber für mehr als ein bisschen mit ihnen sehen lassen, hatte ich keine Lust. Wichtig ist trotzdem weiter den eigenen Fluss auf- und auszubauen. Immer schön Energie und Stimmung tanken. Nein, das ist nicht egoistisch. Denn ich geb auch gut was ab von meiner Stimmung. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Also alles gut, auch buddhistisch gesehen. 🙂

Dann wieder zurück zu meinem Wingman, der noch mit seinen Bekanntschaften am Quatschen war. Dann war es einfach so eng an der Bar, dass ich mich nur umgedreht habe und da saßen drei weitere Mädls. Eine 1, eine 5,5 und eine 6. WAS??? EINE 6???? Los gehts!

Unglaublich, aber war. In normalen Bars ist eine 6 schon echt etwas Besonderes, an manchen Tagen. Zumindest wenn sie nicht abgekapselt irgendwo an einem Tisch sitzen, weit weg außerhalb der eigenen Reichweite. Man könnte Kellner spielen und versuchen den Tisch zu sprengen, klar. Gelegentlich mache ich das auch. Aber geht das Ding schief, dann bist Du in dem Laden „verbrannt“, zumindest in dem Sichtfeld der nächsten Gäste. Dennoch ein interessanter Punkt. Denn manchmal muss man das einfach machen. Willst Du die 7 oder die 8, dann musst Du auch eine 7er oder 8er Aktion bringen.

Aber meine Zeit sollte noch kommen…

Also zu meinem Wing gesagt: „Schau mal da, die wäre was für mich. Die find ich attraktiv.“
Dann hat er mal direkt die Eröffnung übernommen für mich. Manchmal rast er dann einfach los. Und ich lass ihn gerne machen. So hab ich mich dazu gesellt. Kurz Hollywood. Bla bla. Und herausgefunden, dass nur eine von den Dreien aus meiner Stadt ist. Hm. Gut, dann schwenke ich eben auf die 5,5, immerhin ist sie von hier. Sie war ganz nett und aufgeschlossen. Wieder das hin-und-weg-Spiel gespielt. Ein paar mal gesprungen von den anderen Frauen von vorhin zu den Sloweninnen. Und wieder zurück zu meiner 5,5.

Mein Wing wollte weiter gehen, in eine andere Bar. Also musste ich etwas drauf drücken. Sie ist erst seit kurzem in der Stadt und so. Jedenfalls hat es für ein Date gereicht. Vereinbart, Nummern getauscht. Klassiker. Zu dem Date gibts dann nochmal einen eigenen Artikel.
Es war mein 2 zu 1 an dem Abend. Denn das 1 zu 0 hab ich mir vorher noch im Daygame auf der Straße abgeholt. Mit dem 2 zu 1 im Gepäck ging es dann weiter in einen Nobel-Schuppen.
Also gut, noch mehr Hollywood. Noch mehr Action. Wir waren in Stimmung. Wir waren in Fahrt. Also volle Fahrt voraus.

2016-10-26

Angekommen, rein gekommen, Handbremse lösen. Einen Gang nochmal runter schalten. Und drauf drücken. Und das nicht mal bewusst. Denn wenn man super gut drauf ist, dann ist man super gut drauf. Ja, natürlich ohne einen Tropfen Alkohol! Genau das ist einer der Schlüssel!

Oh, was höre ich da. Ein paar Mädls unter einem Heizstrahler. Vier nebeneinander. Läuft bei Dir. Also schwupp und eröffnet. Und schon war ich mitten drinnen. Mein Wing kam dann kurz darauf mit dazu, so musste ich hier nicht mehr den Alleinunterhalter spielen. Da war ich froh. Das kostet schon Kraft vier Frauen gleichzeitig auf Trab zu halten. Inzwischen weiß ich wie sich die Animateure auf Mallorca fühlen müssen. Ich hab echt Mitleid mit Euch. Ihr seid echt hart.

Ich hab es auf die blonde Große abgesehen, ich würde ihr aber „nur“ eine 6 geben. Sie sah mir aber am „einfachsten“ aus. Puh bist Du jung. Hätte ich nicht gedacht. Liegt wohl an Deiner Größe. Und das Zeug das Du laberst ist jetzt nicht so sonderlich attraktiv für mich. Okay, und was macht mein Wing? Der hat sich die links daneben ins Gespräch gezogen. Sie war die definitiv Hübschere. Eine 7. Oder doch eher eine 7,5. Meinem Wing zu verstehen gegeben, dass wir tauschen müssen. Geiles Ding. Der richtige Wingman an der Seite ist einfach Gold wert! Danke Dir!

Charmant getauscht. Er versteht mich inzwischen blind in diesen Dingen.

Fortan mit ihr im Gespräch geblieben. 10 Minuten unter dem Heizstrahler. Dann das hin-und-weg-Spiel, aber diesmal eingeleitet durch sie. Sie wolle mal wieder rein an ihren Tisch, wo sie auch reserviert haben. Dort sind auch die anderen Kolleginnen. Oh, dachte ich mir. Da brauch man so ein Bändchen, sonst kommt man nicht in den Bereich. Hm… okay… also gut, dann ist die nächste Aufgabe so ein Bändchen zu organisieren.

Auch die Hürde nach ein paar Minuten genommen. Das muss man sich alles dynamisch vorstellen. Man macht einfach. Man ist im Fluss.
Und direkt den Tisch von meiner neuen 7,5 angesteuert. Lounge Bereich. Super Musik. Nicht zu voll. Und sie sitzen schön abgetrennt auf einer Couch um eine drei Liter Flasche Sekt oder Champagner auf Eis herum. Was weiß ich. Die Flasche interessiert mich ja nicht. Von hinten angeschlichen, am Hals leicht gedrückt und nochmal begrüßt. Ob sie einen Platz für mich neben sich frei hat. Bei all den Mädls. Ja klar, ich solle einfach dazu kommen.
Na das lass ich mir bestimmt nicht zweimal sagen.

YES! Dachte ich mir. Das ist der Jackpot in dem Club. 5 oder 6 Mädls und ich. Vorher hatte ich ja schon alle unterhalten, also war ich auch erstmal für alle schon bekannt. Und offensichtlich sympathisch, denn auch die anderen haben immer mal wieder mit mir geredet. Ich hab die Zeit da sehr genossen.
Wie ich denn jetzt rein gekommen bin, wollte sie wissen. Ja, kein Thema. Man muss sich halt was einfallen lassen, ein bisschen Show und so, hab ich ihr gesagt, dann bekommt man so ein Bändchen halt. Nicht mehr dazu gesagt. Understatement. Das ist in diesen Situationen meins.

Ich merke, dass es bis hier in ein langer Artikel wurde. Für den Teil mit der Selbstreflexion muss ich Euch auf morgen vertagen. Wir sind schon bei über 1300 Wörtern. Ich hab mir vorgenommen die Artikel nicht mehr allzu lang zu machen. Also… Schnitt am Höhepunkt. Bis morgen…!

Wochenrückblick 2016 KW 42

Wie gestern angekündigt, gibt es heute einen Wochen(end)rückblick.

Über den Anfang der letzten Woche habe ich in meinen vorangegangenen Artikeln ja immer wieder ausführlich berichtet. Also legen wir direkt mit dem Wochenende los.

2016-08-16

Es war ein Gutes. Aus mehrerlei Gründen.

Ich gehe mal priorisiert vor… von weniger wichtig bis nach unten hin zu wichtig…

  • Ich habe mittlerweile meinen Gin erstanden. Den mit der Vanille (vgl. den Betrag: Gin). Nur probiert hab ich ihn noch nicht. Weil ich vor ein paar Tagen, genauer gesagt letzten Donnerstag, ein bisschen Alkohol (zuviel) getrunken habe. Was normal nie vor kommt, da ich so gut wie nie trinke, aber dann finde ich das so ekelhaft, dass ich erst mal eine Zeit lang gar keinen Alkohol mehr mag.
    Also bleibt der Gin erstmal weiter zu in der Vitrine, bis ich ihn mal genießen kann. Sieht auch so schön aus.
  • Die Zeit um zwischendurch zu entspannen war da. Wenn es auch hauptsächlich ansonsten eher Action am Wochenende war.
  • Am Sonntag bin ich mit einem Hund Gassi gegangen und habe dabei ein Mädchen angesprochen. Also auch mit Hund geht das. Ja. 1 zu 0. Aber immerhin wollte sie meine Telefonnummer, für den Fall, dass sie irgendwann mal Single ist. Dann würde sie sich bei mir melden. Ja. Weihnachten und Ostern fallen irgendwann vielleicht auch mal auf einen Tag. Nur ob man das in diesem Leben noch erleben wird, das ist die Frage.
    Gute Erfahrung, ganz unabhängig von dem einen Mädl. Generell finden sie so einen Hund wohl alle ganz putzig. Ist mir so aufgefallen. An den Blicken. Erst der Hund. Dann ich. Dann die Augen wieder geradeaus.
    Aber einen Hund mag ich zur Zeit trotzdem nicht haben. Ich wüsste gar nicht wann ich mich um ihn kümmern soll. Das ist dann was für die Zeit mit Familie und so. Wer weiß.
  • Am Wochenende war ich draußen. Bar- und Clubgame. Wieder mal ein bisschen eintauchen und mitspielen bei Hollywood. Zuletzt bin ich kaum mehr im Daygame draußen gewesen. Eigentlich gar nicht mehr. Zur Zeit ist nur Bar- und Clubgame angesagt. Aber das passt schon so. Gefällt mir zur Zeit besser. Abwechslung schadet nicht.
    Es lief wirklich verdammt gut. Dachte ich.
    Aber was solls. Es war ein echt verdammt guter Abend dabei. Einer, der Lust auf mehr macht. Und das werde ich tun. Mehr.

Was mir dabei im Clubgame passiert ist, darüber schreib ich morgen. Es wird ein schonungsloser Selbstreflexionsbericht. Nur so viel: Es ging am Wochenende insgesamt 4 zu 1 aus. Und ich schreib nicht über die 1, sondern über die 0 aus dem Clubgame…

Es ist Zeit auch mal Danke zu sagen

Es ist Zeit auch mal Danke zu sagen.

Danke für mittlerweile vier Follower auf meinem Blog. Es sind offiziell fünf, aber einer ist man immer selbst. Also bleiben netto vier.
Danke für mittlerweile 20 Likes. Die alle nicht von Freunden oder aus der Familie sind! Die Likes von der Familie bekomme ich persönlich. Die Likes von meinen Lesern bekomme ich hier. Das freut mich sehr. Danke meinen Lesern, hauptsächlich aus Deutschland. Und auch aus Österreich. Und aus der Schweiz. Und hin und wieder auch aus Frankreich.

2016-10-24

Ich weiß nicht wie Ihr zu meinem Blog gefunden habt. Denn ich mache dafür keine aktive Werbung.
Und ich weiß auch, dass vier Follower und 20 Likes kein Meisterwerk in der Welt des Bloggens sind. Aber ich sehe, dass mein Projekt hier wächst. Ich als Mensch. Und auch mein Blog. Und damit mein Projekt als Ganzes. Und Ihr seid längst ein Teil davon. Und der Weg ist mein Ziel. Und damit bin ich mehr als zufrieden.
Ich habe innerhalb meines Projektes kontiunierlich Erfolge. Auch wenn sie extrem mühsam sind, aber sie sind da. Von Woche zu Woche. Nicht immer direkt zählbar und ablesbar. Vieles kann ich in kleine Anekdoten und Geschichten verpacken. Erfahrungen aus dem Alltag. Für viele wäre das dauerhaftes Hollywood. Für mich ist es inzwischen Alltag. Die Erfolge passieren nur äußerlich ablesbar in Zahlen. Aber sie passieren – und das ist viel wichtiger – in jedem Gespräch. Egal ob mit Kollegen oder mit Freunden oder mit (fremden) Frauen. Es geht um die innere Veränderung. Ich spüre was sich tut. Und es fühlt sich unglaublich kraftvoll und energiegeladen an, was in mir stattfindet.

Als ich mit diesem Projekt Ende Juli begonnen habe, hätte ich nicht gedacht, dass solche Entwicklungen in einem Menschenleben möglich sind. An mir selbst sehe ich sie. Und ich bin verdammt stolz auf mich.

Ich schreibe nach wie vor hauptsächlich für mich. Das Literarische und die Prosa jedoch für Euch. Es soll ja auch mal spannend, mal mitreißend, mal enttäuschend, mal lustig, mal langweilig, mal ganz normal, mal abenteuerlich, mal lächerlich, mal irre und mal unglaublich sein. Und noch mehr.
Und darum bemühe ich mich bei jedem Artikel. Einer pro Tag ist schon nicht wenig.

Ich muss dann schon oft lachen, wenn ich mit Kumpels oder Freunden oder mit der Familie spreche und sehe, dass sie oft meine Artikel auch (mal) nicht lesen. Dann kommt meistens:
„Ich hab momentan viel zu tun, ich komme nicht dazu jeden Tag Deine Artikel zu lesen.“
Nee, is klar. Und wie schaffe ich es dann sogar jeden Tag einen ganzen Artikel zu schreiben?! 🙂
Ich lese meine Artikel meistens selbst mehrmals durch, bevor sie online gehen. Das dauert jedes Mal nur wenige Minuten. Das Lesen selbst ist für mich dabei eine pure Entspannung. Ich liebe meine Artikel. Jeden Einzelnen. Ja. So wie ich über meine eigenen Witze am meisten lachen kann. Meinen Humor kenne ich eben am Besten. So wie meine Artikel. 🙂

Aber vielleicht gibt es eines Tages doch noch den einen Menschen, der meinen Humor noch besser kennt, als ich… Okay, es sollte eins Dankes-Beitrag werden, kein Traum-Beitrag. 😉

Und dann lese ich noch einige andere Blogs regelmäßig. Dazu finde ich die Zeit gerne. Ich gönne mir damit auch etwas. Andere Mütter haben bestimmt auch hübsche Blogger-Töchter. Aber eben auch einfach nur sehr inspirierende Blogger-Töchter. Und Söhne. Und bei Euch schaue ich wahnsinnig gerne auch einfach vorbei und nehme doch meistens etwas für mich mit.

Und ich weiß auch, dass man – wenn man möchte – aus meinen Artikeln jederzeit etwas für sich mitnehmen kann. Die Welt ist ein Geben und Nehmen. Und ich bin nach meiner Fasson immer schon mehr Geber als Nehmer gewesen. Und das bleibe ich auch zukünftig! Versprochen!

Das Tolle am Bloggen und noch mehr am Blogs lesen ist, dass man ehrliche und aufrichtige Worte von „normalen Menschen“ mitbekommt. Es ist das echte Leben. Kein Hollywood, keine Negativ-Presse. Keine Lügenpresse. Kein Mainstream. Sondern ganz normale Menschen aus Fleisch und Blut. Und deren Gedanken. Ich hab mich verliebt. In das Lesen von Blogs ganz normaler Menschen. Wie Du und ich.

Und durch die steigenden Leserzahlen weiß ich auch, dass es für Andere etwas Positives mitzunehmen gibt, aus dem was ich hier tue. Und das freut mich. Wirklich aufrichtig.

Wenn ich mir für meinen Blog nur etwas wünsche, dann eine Sache. Ich wünsche mir nur mehr Interaktion. Ein paar mehr Kommentare. Mehr Dialog. Wenn jemand weiß was hier in der Bloggerwelt dazu nötig ist, dann schreibt mir gerne. Gerne auch einfach hier drunter als Kommentar. Mich interessiert nämlich sehr, was Euch an meinen Artikeln gefällt. Wenn ihr liked oder wenn ihr followed. Dann würde ich gerne wissen warum. Warum genau. Was gibt es am Schreibstil zu verbessern oder beizubehalten. Was ist inhaltlich interessant und ausbaufähig… und und und… 😉

Morgen gibts einen Wochen(end)rückblick.

Und bis dahin freue ich mich einfach darüber, was ich hier erreicht habe.

Danke Euch!

Philosophischer Sonntag – Der Unterschied zwischen „Du Arschloch“ und „Sie Arschloch“

Provokanter Titel. Der Unterschied zwischen „Sie Arschloch“ und „Du Arschloch“. Und das für einen Beitrag aus meiner Rubrik „Philosophischer Sonntag“.

Heute wird es ein Mix, Philosophisches gepaart mit einer witzigen Story aus dem Alltag.

Los gehts. Letztens spricht mich meine Mama an. Sie hätte ein nettes Mädchen beim Arzt entdeckt. Oha, dachte ich mir. Wieder so ein Ding wie mit der Flugzeug-Frau. Okay, sie sei sehr nett. Und sehe gut aus.
Naja, dann kann ich da ja auf jeden Fall mal näher hinschauen.
Übrigens: Kaum jemand in der Familie kennt meinen Frauen-Geschmack offensichtlich besser als meine Mama. Ich bekomm ständig von Menschen aus meiner Familie irgendwelche Bilder gezeigt von ach so hübschen und tollen Mädchen. Meistens über deren Facebook Profil. Oder beim Weggehen wird mir die oder jene Frau als attraktiv dargestellt oder vorgestellt.
Mama, Du hast Geschmack. Deine Auswahl ist schon in Ordnung. Mach weiter so! 😉
Zur Ehrenrettung: Mein bester Freund kennt meinen Geschmack auch ganz gut. Du weißt, dass Du gemeint bist. Aber Mama kannst Du nicht toppen! 🙂

Beim ersten Mal wollte das Mädchen ihre Nummer wohl nicht sofort herausgeben. Verständlich, erklärte ich meiner Mutter. Auch meine Mama kann nicht zaubern. Mir geht es da ganz ähnlich, ich brauche ungefähr 7 Körbe, um dann bei der Nummer 8 zum Nummern tauschen zu kommen. Die Dates sind dann nochmal weniger. Also da steckt ja schon Arbeit drinnen. Aber der „Mama-Bonus“ scheint auch nicht gerade sein Ziel zu verfehlen. Die Mädls finden das wohl toll, es waren aber auch zwei jüngere Mädls. Keine Ahnung wie da „echte Frauen“ drauf reagieren. Probier es aus, feel free! 😉

Jedenfalls hat sie wohl vorgestern erneut dem Arzt einen Besuch abgestattet und meinen Tipp durchgezogen. Ich erklärte meinen Eltern nämlich letztes Wochenende: „Schaut mal. Das Schlechteste was man im Pickup machen kann ist, dass man gar nichts macht. Alles ist besser als nichts. Wenn Sie ihre Nummer nicht hergeben möchte, dann gebt ihr einfach meine und sagt ihr, dass sie sich melden kann, wenn sie will.“

Ich weiß aus Erfahrung heraus, dass ca. eine von 10 Frauen dann tatsächlich schreibt. Aber es ist und bleibt ein Zufallsspiel. Und Zufälle kann man provozieren. Also fahren wir die Zahlen hoch, wie ich immer sage.

„Seid nicht enttäuscht, wenn das Mädchen dann nicht schreibt. Das machen die meisten Frauen nicht. In dem Fall hat sie mich ja noch nicht mal gesehen.“

Obwohl ich natürlich weiß, dass meine Mama mich mehr in Szene setzt als alle Spotlights im Madison Square Garden auf der Bühne es je könnten. Du hast Deine eigene Art zu pickuppen, Mama. Du bist cool.

Andere Pickupper schämen sich ihrer Familie gegenüber dafür, was sie machen. Ich nicht. Ich hab alle von Anfang an mit eingebunden. Aus mehreren Gründen. Man soll mich verstehen, meinen Weg mitgehen, soweit jeder möchte. Und natürlich ist auch Eigennutz dabei, denn wenn ich mal eine hübsche Frau draußen sehe, dann will ich mich nicht zurück halten müssen. Dann will ich einfach für ein paar Minuten verschwinden können, ohne dass dann komisch herum getan wird.

Ehrlichkeit zahlt sich eben doch aus.

Jedenfalls hat sich vorgestern das Mädl bei mir gemeldet, tatsächlich. Über Whatsapp. Meine Mama hätte ihr meine Nummer gegeben und sie würde mich gerne mal auf Facebook oder woanders auf einem Bild sehen.

Ich musste laut los lachen. Das ist mir selten passiert in den letzten Wochen. Auf ein Ereignis laut lachen zu müssen. Welche Mutter geht aktiv zum Pickuppen für ihren Sohn?! Hahaha.

Facebook hab ich nicht. Ich stehe noch auf echte Gespräche. Aber das nur am Rande.

Sie hat eine erstaunlich hohe Trefferquote, die Mama. Die Flugzeug-Frau und nun die Arzthelferin. Die Flugzeug-Frau ist längst Geschichte. Schauen wir mal wie es dann weiter ging mit der Arzthelferin:

Ich wusste bereits, dass sie jung ist. Vielleicht zu jung für mich. Aber gut, wenn ich eines gelernt habe in den letzten Monaten, dann dass man Vorurteile – über was auch immer – einfach mal ablegen sollte. Alter spielt für mich kaum mehr eine Rolle. Es gibt unglaublich dämliche 18 jährige Menschen und unglaublich reife. Genauso wie es unglaublich dämliche 60 jährige Menschen gibt und welche, die mit 20 schon 35 sind.
Die Seele hat kein Alter.Und ich will die Seele kennen lernen, nicht die Hülle drum herum.
Das ist ein Statement. Und dazu stehe ich.

Wir haben uns also ein paar Nachrichten hin und her geschickt. Natürlich kam auch das Alter zur Sprache. Und dann? Mimimi… ohje… Du bist ja schon älter als ich… mimimi. Ja gut, ich hab zwar erst ein paar Wochen vorher ein Mädchen gedatet, das sogar noch ein Jahr jünger war als Du und wir haben uns gut verstanden, aber ja. Wenn das Alter so unglaublich wichtig ist für Dich, dann ist es das für Dich eben. Wir reden hier nicht von 15 Jahren. Wir reden hier von wenigen Jahren. Aber so ist die Generation Tinder eben. Passt ein Merkmal nicht ins Raster, dann…  wisch ihn sofort weg!

2016-10-23

Dann hab ich gestern früh ein paar Fotos von mir rausgesucht und ihr geschickt. Ihre Reaktion: „Du bist total hübsch.“ Und zwei Bilder weiter: „Du siehst aus wie ein Model.“ Und dann noch dieses Tiefgründige – Sarkasmus an – „aber Dein Alter…“.

Ja, mein Alter. Stimmt. Ich bin auch auf der Welt. Hätte ich kein Alter, wäre ich nicht da.

Ich hab ihr geschrieben, dass ich kein Interesse an Frauen habe, die oberflächlich sind. Und für mich sind das viele jüngere Frauen leider. Ein bisschen provozieren ist an der Stelle schon gut, damit die Dame mal von ihrem hohen Ross runter kommt. Im Pickup nennt man das „die Frau sich qualifizieren lassen“. Man gibt der Frau damit zu verstehen, dass man nicht unter ihr steht. Was der Hauptfehler der meisten Männer ist. Das eben nicht zu tun. Aber das ist jetzt nicht weiter das Thema. Da kann ich ein anderes Mal drüber schreiben. 🙂

Da ich inzwischen ganz frei und nicht mehr angewiesen bin auf eine einzelne Frau, kann ich mir das ganz locker schenken. Und nach ihrer letzten rechtfertigenden Nachricht alá „ja weißt Du, ich hab einmal eine schlechte Erfahrung gemacht mit einem Älteren“ kann ich mir das auch leisten ihre Nummer ohne weitere Rückantwort von mir einfach zu löschen. Es ist die Zeit nicht wert. Sie ist es nicht wert.

Und das Schöne und Lustige an der Geschichte ist – neben der ganzen Aktion von Mama (!!!) – dass es mal ein charmanter Korb war. „Du bist hübsch“ und „Du bist ein Model“. Ich bin auf Deine Komplimente nicht angewiesen. Wirklich nicht. Aber es war nett.

Man kann eben „Du Arschloch“ sagen, oder „Sie Arschloch“.
Ich finde es netter es per Sie gesagt zu bekommen.
Aber am Ende ist es doch so, Arschloch bleibt Arschloch.

Gin

Da waren wir also einem Spirituosen-Fachgeschäft. Wie kam es dazu?
Ich war Montag und Dienstag viel draußen. Und dabei hab ich so einen speziellen Laden entdeckt, der allerlei Gin, Whiskey und Rum verkauft.

Vor ein paar Monaten hab ich zum ersten Mal Gin-Tonic getrunken. Zu Hause bei einem Freund. Ich trinke normal fast keinen Alkohol. Das Getränk fand ich aber mal zur Abwechslung echt gut. Wobei ich nicht viel davon trinken könnte. Den Geschmack finde ich dazu etwas zu monoton auf Dauer.

Jedenfalls ist doch momentan ein riesiger Hype um Gin. In allen Geschmacksrichtungen gibt es den, hab ich in dem Laden gesehen. Wusste ich nicht. Ich dachte, dass das wie mit dem Bier ist. Innerhalb derselben Sorte schmecken die auch alle fast gleich. Ja. Finde ich schon. Asche auf mein Haupt. Ich weiß. Aber hey. Ein Helles ist ein Helles. Ein Weizen ist ein Weizen. Punkt.

Jedenfalls hab ich einen Gin entdeckt, mit 60% Alkohol. Mit Vanille. Wahnsinn. Hat mit dem „üblichen“ Gin nichts zu tun. Ich wusste nicht, dass es solche Unterschiede gibt. Und da würde ich dann wahrscheinlich auch keinen Tonic rein mischen. Das wäre viel zu schade, finde ich. Na gut, probieren kann man es mal. Aber auf Dauer? Man mischt guten Whiskey auch nicht mit Cola. Die Flasche kostet online 60 Euro, im Handel vor Ort 75 Euro. Also auch kein Schnäppchen. Aber das war ein irres Erlebnis, den durfte ich im Laden probieren.
Man nimmt einen kleinen Schluck, dann wartet man darauf was wohl passiert und dann passiert etwas Irres. Zuerst schmeckt man die Vanille. Und dann entzündet sich das Ding im Mund explosionsartig und wird richtig heiß. Und beim Schlucken ist keine Spur von einem sonst stechenden Abgang wie von anderen Spirituosen. Es ist eher süß. Jedenfalls sehr angenehm.

2016-10-22

Ich glaube, dass ich mir den diese Woche noch gönne. Eine Flasche. Aber nicht auf einmal. 🙂
Man gönnt sich ja sonst nichts.

Bisher hab ich mich mit direkten Empfehlungen ja immer zurück gehalten. Nur den Gin nenne ich einfach beim Namen. Er ist zu gut. Es ist der Gin Bora Bora von der Gesandter Manufaktur aus Speyer.

Und es ist manchmal echt toll zu sehen, dass man auch mit einer Frau in so einen Laden gehen kann, obwohl sie gar keinen Alkohol trinkt. Und ich auch fast nie. Und trotzdem fanden wir es beide danach total amüsant, was man da so entdecken und sich erklären lassen kann.