Innere Veränderungen

Heute schreibe ich etwas darüber, was Pickup und mein aktueller Lebensweg für Veränderungen mit sich bringen. Meine inneren Veränderungen.

2016-09-10

Zu Beginn, also vor ca. zwei Monaten, lag mein großer Fokus auf dem Kennenlernen und Finden meiner Traumfrau.
Jedes Date war etwas einzigartiges und besonderes. Jede Frau strahlte für mich auf ihre eigene Art. Egal ob es eine 4, 5, 6, 7, 8 oder 9 war. 10er gibt es für mich übrigens nicht, kann ich mir einfach nicht vorstellen. 🙂
Inzwischen – viele Erkenntnisse weiter und reicher – haben das Wollen des Kennnlernens und Findens dieser einen Traumfrau tatsächlich an Bedeutung abgenommen. Das hat sicher mehrere Gründe. Der Hauptgrund besteht aber darin, dass ich mehr denn je bei mir bin. Bei mir selbst und meinem Inneren. Ich habe mich neu entdeckt. Jeden Tag. Ich lebe als ein völlig neuer und anderer Mensch, im Gegensatz zu früher. Aktivität hat die Passivität abgelöst. Täterdenken hat Schuld- und Opferdenken abgelöst. Vergebung hat eigene und fremde Reue abgelöst.

Und das wirkt sich auf meinen täglichen Umgang mit Menschen stark aus. Ich merke es einfach. Auch wenn es nicht so sehr in Worte fassbar ist, nicht alles. Darum ist mir wichtig, dass die Leser meines Blogs sich nicht zu sehr auf einzelne Worte konzentrieren, sondern mehr auf die Botschaft. Zwischen den Zeilen lesen. Senden und empfangen. Und es kommt auf die Frequenz der Schwingung an. Nicht auf einzelne Worte. Und dann wird auch klarer, was ich ausdrücken möchte. Versuche zu fühlen, nicht zu denken, was ich sagen möchte.

Letztes Wochenende war ich wieder einmal in einem Club. Es war ein schöner Abend, es gab wieder einmal Grenzen zu sprengen. Meine Grenze war ein 8er Set in einem Club. Das hab ich so auch noch nicht gemacht, bisher nur auf offener Straße. Jedenfalls bin ich auf die 8er Gruppe zugegangen und zu zwei Frauen aus der Gruppe hin und habe sie konkret angesprochen, mit hoher Energie. Dazu ein oder zwei lustige Sprüche, kombiniert mit einer oder zwei Fragen. Und schwupp. Warst Du Teil des Ganzen. Interessant ist dann wahrzunehmen wie die einzelnen Gruppenmitglieder reagieren. Teilweise gelangweilt, „was will der denn hier?“. Teilweise perplex, „was ist denn hier los?“. Teilweise beeindruckt, „cool, toll, dass Du uns ansprichst!“. Ja. Und die letzte Kategorie ist dann meine. Ich stürze mich, ganz wie in der Fachliteratur gepaukt, natürlich auf die zukünftige Braut. Es war eine Art Junggesellinnenabschied. Also schnell herausfinden wer die Braut ist, am Äußeren hat man das nicht erkennen können. Es war keine kitschige Gruppe mit Tütü und dämlichen Faschingshüten. Es war auch keine Gruppe Mädls, es war keine Gruppe Frauen, es war eine Gruppe Damen. Ja, einfach drauflos und zu. Das Ganze spielte sich im Außenbereich des Clubs ab, dort wo man sich auch unterhalten kann. Wie ich ja öfter schon schrieb: Das ist meine Welt. Ansprechen können, im Club geht das mehr durchs Tanzen. Aber beim Ansprechen, da fühle ich mich wohl. Einfach reden. So war es dann auch, einige Minuten unterhalten, mal mit der Einen, mal mit der Anderen. Letztlich aber bin ich an Einer hängen geblieben. Sie schien mir am Interessiertesten. Ich bin mit so hoher Energie und so viel guter Laune in die Gespräche, dass die Frauen dann abwechselnd Kontakt mit mir aufgenommen haben. Und es war umgekehrt für mich sehr leicht jede Frau aus der Gruppe in ein Gespräch zu bringen. Aber Hauptziel war erstmal die Braut auf meine Seite zu ziehen. Gehört Dir die Gunst der Braut, gehört Dir die Gruppe. So einfach. Wer traut sich schon was gegen den tollen Abend der Braut zu sagen. Wundervoll diese gruppendynamischen Prozesse. Ich liebe sie inzwischen. Man muss nur Eins werden damit. 😉

Später im Club habe ich mich dann beim Tanzen mitten in der Gruppe wiedergefunden. Die zukünftige Braut hat mich dann auf einen Sekt eingeladen und wir haben alle einfach nur getanzt.
By the way: Ich wurde noch nie in meinem Leben von einer Frau in einem Club auf ein Getränk eingeladen – es sind die kleinen Dinge, die man wahrnehmen muss, um den eigenen Erfolg überhaupt zu bemerken. Viel zu wundervolle Dinge würden sonst spurlos an uns vorbei ziehen. Es gibt so unendlich viele kleine Dinge, die sich entwickeln. Worüber ich so froh bin. Unendlich froh. Jeden Tag.
Nach einiger Zeit habe ich ihr gesagt, dass ich fahren muss, weil meine Begleitung mit dem Auto da ist und ich sonst nicht heim komme. Dann hat sich für mich etwas völlig Neuartiges abgespielt. Die Frau hing nur noch an mir und wollte mich mit aller Gewalt dazu überreden hier zu bleiben. Es wäre so schön und ich könnte doch mit dem Taxi heim. Und außerdem wären einige Mädls aus ihrer Gruppe Singles und ich sollte mich doch mit denen unterhalten usw. Jedenfalls haben wir so eng umschlungen miteinander gesprochen und uns umarmt, dass aus der Gruppe heraus ein Monster kam und die Braut von mir weg gezogen hat, mit den Worten: „Sorry, nichts gegen Dich, aber wir wollen sie mal für uns haben.“ Und schwupp, war die Braut umzingelt von ihren Damen und wurde gegen befürchtete Anwerbeversuche von mir geschützt.
Ironie des Lebens. Ich hatte gar nichts vor. Und ich wollte sie auch nicht anwerben. Weder für mich noch für den Mossad. (Ja ich hab gerade Mossad geschrieben. Unglaublich, aber bestimmt lesen auch die Geheimdienste mit. Ich bin über jeden Blogbesucher froh. Auch ihr seid willkommen 🙂 ) Wir haben uns einfach nur prächtig verstanden. Für wenige Minuten gab es eine kleine seelische Verbindung, so hatte ich das Gefühl. Für die spießigen Freundinnen sah das natürlich so aus als würde ich kurz vor der Hochzeit das romantische Kartenhaus zwischen Braut und Bräutigam zum Einsturz bringen. Haltet mal die Luft an, meine Lieben! Ich hab mich nur mit ihr unterhalten und eigentlich ging es mehr um den Rest der Gruppe. Sie hatte es für Euch gut gemeint und so eine halbe Verkupplungsshow mit mir gestartet. Für Euch. Nicht für sich. Na, so ist das halt. Ich hab die Gelegenheit genutzt und bin dann wortlos davon gezogen. Man soll gehen wenn es am Schönsten ist. Es gab gratis Sekt für mich, wenn auch nur ein Schlückchen. Denn ich trinke nicht beim Feiern. Ich trinke nicht beim Weggehen. Und ich trinke auch sonst nicht. Mehr als ein Gläschen ist nicht drinnen. Ich liebe es top fit zu sein und trotzdem meinen Spaß zu haben. Das ist für die aller Meisten völlig undenkbar. Aber wenn man es viele Jahre gewöhnt ist, dass man nichts trinkt beim Weggehen, dann ist es so sehr die Normalität, dass es merkwürdig wäre, wenn man plötzlich Alkohol trinken würde. Da sieht man mal wieder seine eigene Perspektive im Gegensatz zu „Normalperspektive“.

Ich hätte da bleiben können. Ich hätte länger da bleiben können. Natürlich hätte ich auch mit dem Taxi heim fahren können. Natürlich hätte ich noch dies oder das oder jenes. Aber ich habe für mich zu der Uhrzeit entschieden, dass ich gerne nach Hause möchte. Und ich habe das getan wonach mir am Meisten war. Zu gehen.

Und was ich in all den Wochen an mir selbst gesehen habe, denn das ist der Kernpunkt meines Artikels: Ich habe tatsächlich festgestellt, dass eine Beziehung nicht alles im Leben ist. Sie bringt nicht die totale Glückseeligkeit. Nicht alleine. Nicht nur die Beziehung an sich. Es kann ein Baustein sein. Aber nicht mehr und nicht weniger. Der aller größte Teil des Lebens spielt sich in Dir selbst ab. Nach unzähligen Dates in den letzten zwei Monaten, bin ich näher an mir selbst als ich es jemals zuvor in meinem Leben an einer Frau hätte je sein können. Ich bin ich. Und ich mache was ich möchte. Weil ich keine Frau brauche. Im Moment nicht. Das spüre ich mehr und mehr. Ich brauche sie nicht. Das habe ich in den letzten zwei Monaten gelernt. Dass ich sie nicht brauche. Es ist schön wenn es sie gibt, die Richtige. Und daran halte ich weiter fest. Das Kind in mir lebt immer noch und das ist weiterhin auf der Suche. Wenn mir die Prinzessin über den Weg läuft, dann werde ich sie mir schnappen. Aber bis dahin… mache ich es wie in der Geschichte oben. Ich gehe, wann mir danach ist. Vielleicht am Höhepunkt des Abends. Vielleicht hätte sich auch noch etwas entwickeln können mit einer aus der Gruppe. Wer weiß. Die Zeichen standen gut. Nur ist es mir egal gewesen, an dem Abend. Und zunehmend auch insgesamt.

Das wirklich Interessante dabei ist: Je mehr ich festgestellt habe, dass ich gar keine Frau möchte oder brauche und je mehr ich festgestellt habe, dass das alleine nicht das alles Entscheidende ist, desto mehr Erfolg verspüre ich im Moment. Die Dates laufen besser. Ich fühle mich besser. Die Frauen sind aktiver mir gegenüber. Während der Woche haben mich zwei Frauen nach einem kurzen Smalltalk vor einer Kneippe unbedingt überreden wollen noch weiter zu ziehen und sie zu begleiten. Nein, sie waren nicht mein Typ. Aber das ist alleine schon so viel Wert. Denn ich bin auf einem guten Weg. Erstmal zu mir selbst. Und dann vielleicht auch zu meiner Traumfrau. Irgendwann. Sicher sogar.