Kein neuer Rekord

Wie angekündigt, standen für die laufende Woche bis einschließlich Freitag fünf Dates an. Plus das eine Date von letzten Sonntag. Macht sechs Dates in sechs Tagen. Mein Rekord liegt bei vier Dates in vier Tagen. Ich hatte vor den Rekord zu brechen. Heute ist Donnerstag, heute wäre Date fünf dran gewesen. Darüber habe ich Montag schon geschrieben, in Der etwas andere Wochenrückblick – Nennen wir sie einfach Jessy.

2016-09-08_03

Wie es nicht anders zu erwarten war, gab es gestern Abend eine Absage für heute. Es tut ihr Leid. Bla bla und haste nicht gesehn. Ja. Ich finde es toll, dass Du zumindest am Tag zuvor absagst. Nicht erst 10 Minuten vorher. Eigentlich hat sie alleine dafür schon einen Strauß Blumen verdient, das Herzblatt.

Und wie ich am Montag auch schon schrieb, bin ich ganz glücklich darüber, dass wenigstens ein Date von den sechs abgesagt wurde. Somit wird es heute kein so langer Abend draußen. Vier Dates sind schon extrem anstrengend. Irgendwann geht es etwas an die Nerven. Nicht im Negativen. Es ist und bleibt positiv. Aber es kostet Kraft und bringt einen selbst an den Rand der geistigen Erschöpfung. Es verschlingt eine wahnsinnig hohe Energie. Vor allem wenn man viel zu geben hat. Ich könnte mir vorstellen, dass das für Max Mustermann im Schema 08/15 einfacher zu handhaben wäre. Nur wenn Du Dich jedes Mal erneut voll auf die Frau einlässt, dann bist Du mit Deiner geistigen Energie bald am Rande Deiner Möglichkeiten. Jeder von uns trägt Akkus in sich. Die meisten – so behaupte ich – nur die ganz kleinen Knopfzellen. Hätte ich Knopfzellen, dann würde es wohl maximal für ein Date pro Monat reichen. Inzwischen sind die Akkus größer. Der Weg zu mir selbst hat mir das ermöglicht. Es sind große Akkus. Aber auch die müssen mal geladen werden.

Und es waren vier völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Gut, manche sind noch keine Persönlichkeiten gewesen. Sie sind geistig erst noch dabei eine Frau zu werden. Aber nicht aufgrund des Alters. Und manche meinen auch nur, dass sie welche sind. Meinen. Ja. Meinen ist leicht. Das kann jeder. In Wahrheit sind sie nämlich ein Mann. Ich hab es nicht kontrolliert, aber sie erwecken den Anschein. Manche werden es aber auch nie werden, Persönlichkeiten, und wissen das auch. Sie lassen nichts zu, um sich zu entwickeln. Verharren und Zurückziehen auf das Normalmaß und die eigene Komfortzone. Solche Frauen leben jeden Tag ihre Vergangenheit aus. Vielleicht haben sie schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht ein Trauma aus der Kindheit oder Ähnliches. Es ist aber nicht mein Problem. Erst wenn sie die Frau an meiner Seite wäre, wäre es mein Problem. Nur darauf kann ich auch verzichten. Und wiederum manche merken spätestens im Gespräch mit Dir, dass sie noch keine Persönlichkeiten sind.

Das ist das Gesündeste, hatte ich den Eindruck. Eine Art „hallo wach“. Toll, dass ich geben konnte. Es bereitet mir Freude. Es ist immer wieder bereichernd zu sehen, welche Vielfalt an Früchten diese Erde ausbildet. Man selbst kennt eben nur sich selbst. In den letzten vier Tagen habe ich dankenswerterweise vier neue Menschen kennen lernen dürfen. Zwei werde ich wahrscheinlich wieder sehen. Die anderen zwei vermutlich nicht. Und an all den Eindrücken und unterschiedlichen Erfahrungen wachse letztlich ich, in meiner Persönlichkeit.

Und so bleibt es bei vier Frauen in vier Tagen. Tag fünf gehört einem Freund, das ist eine tolle Abwechslung. Kein Date. Einfach nur einen Freund treffen.

Und morgen?
Morgen steht erneut ein Date an.
Ich fühle mich und meine Entwicklung, und so dämlich es klingt, aber ich merke, dass ich besser werde. Wie beim mehrtägigen Wandern. Die ersten Tage tun die Füße weh, irgendwann nicht mehr. Und vermutlich würden die Füße irgendwann weh tun, wenn man nicht mehr wandern würde. Und auf meinem Weg bin ich inzwischen zumindest so weit, dass die Füße nicht mehr weh tun.