Gretchenfrage – direkt oder situativ? Teil 2

Heute folgt Teil 2 zu Gretchenfrage – direkt oder situativ? Teil 1.

Eigentlich ist dieser Teil 2 der leise und heimliche Teil 1. Während des Schreibens des ersten Artikels habe ich bemerkt, dass das Thema zu komplex wurde und zu komplex ist. Dass es etwas Vorlauf bedarf. Ein paar mehr einleitende und erklärende Worte. Aber ich ändere die Reihenfolge nachträglich nicht. Das hier ist kein sachlicher Blog. Es ist ein emotionaler. Gefühle stehen im Vordergrund und der Weg. Mein Weg. Wir sind nicht auf einem OP-Tisch, es ging nichts schief und demzufolge müssen wir auch nichts sezieren. Alles gut. Also ist Teil 2 einfach das Prequel. Und Teil 1 darf trotzdem Teil 1 bleiben und es ist selbst inhaltlich-chronologisch genau so völlig korrekt.

Bevor wir also wieder weiter machen mit der Frage „situativ oder direkt?“, beschreibe ich erst mal meinen Weg hin zu den ersten Apporaches.

Und der führt uns über einen schwierigen holpigen Weg, einen steilen Aufstieg auf einen Berg. Viele Höhenmeter nach oben. Noch lange bevor Du zum ersten mal bewusst eine Frau ansprichst, um sie kennen zu lernen.

2016-09-05

Jeder von uns hat seine eigene Lebensgeschichte. Bei manchen ist es auch eher eine Leidensgeschichte. Ich gehörte da zuletzt sicher auch dazu. Letztens sagte ein Freund zu mir: „Stell Dich nicht als Opfer dar und komm raus aus Deinem Opferdenken!“ Ja, Du hast sicher recht. Man fühlt sich auch als Opfer. Aber nicht nur. Manchmal widerfahren einem Dinge, die einen einfach runter ziehen. Die man so nie gewollt hat. Und die man eigentlich auch nicht verdient hat. Zumindest aus dem jetzigen Augenblick betrachtet. Jahre später sieht alles ander aus. Darum mache ich das hier und mache weiter. Es wird schon besser. Auch und vor allem dank Pickup. Aber der Reihe nach. Rom ist auch nicht in einem Tag gebaut worden. Also fangen wir beim Start an und hangeln und mogeln uns vor bis ins Ziel. 🙂

Da gibt es also Dich und Deine Lebensgeschichte. Im Moment bist Du wahrscheinlich Single, wenn Du Dich direkt für das Thema Pickup interessierst und hier nicht nur regelmäßig liest, weil Du mich persönlich kennst. So ging es auch mir. Und ich hab mir einfach immer wieder die Frage gestellt, was ich wohl tun kann, um mein passendes Gegenstück (ich würde lieber sagen: „Mitstück“ anstatt „Gegenstück“) zu finden. Naja. Einfache Frage. Einfache Antwort: Mein passendes Gegenstück finden! Logisch. Aber wie? Also machen wir uns Gedanken darum. Darin sind wir ja gut, wir Menschen. Im sich Gedanken machen, anstatt zu handeln. Also bitteschön, dann machen wir uns eben Gedanken. Rein in den Kopf. Raus aus dem Kopf. Der nächste Gedanke. Und noch einer. Oh, der ist auch schon durchgespielt. Ja prima. Und schwupp, dann ein neuer Gedanke her. Und so weiter.
Wie finde ich also meine Frau fürs Leben? Einfach, dachte ich mir. Ansich ganz einfach. Ich schau mal wie das die anderen Männer so machen. Na gut, nicht Otto Normalbürger. Denn der hockt mit seinem Bier Zuhause auf der Couch, schaut Hartz-IV TV und freut sich über seine Tiefkühlpizza für 1,59 Euro. Ja, der hat aber auch keine Frau. Und wenn doch? Ja… 🙂 Du willst Du nicht haben! Glaub mir!

Also machen wir es doch einfach so, wie wir das machen würden, wenn wir uns mit jedem anderen Thema auf der Erde ernsthaft beschäftigen möchten. Wir schauen wie es Andere machen, aber eben nicht irgendwelche Anderen, sondern die Besten der Besten. Du willst Profi-Fußballer werden? Dann schaust Du als kleiner Junge ziemlich sicher Videos von Messi und Ronaldo. Gut, ich schau noch immer sehr gerne die von Ronaldinho, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls kannst Du Ronaldo mögen oder nicht, aber er ist einfach der Beste. Und wenn Du seine Tricks kannst, dann gehört Dir die (Fußball-)Welt. Dann hast Du Erfolg. Und vielleicht kannst Du dann eines Tages sogar davon leben. Und wenn es nur als Staßenkünstler in Paris ist. Das spielt per se erstmal keine Rolle.

Du willst Dich mit dem Thema Finanzen beschäftigen? Aktien haben Dich immer schon interessiert, aber Du hast Dich damit nie auseinandergesetzt und Dich bisher nie getraut Deine drei Mark fünfzig da rein zu stecken? Dann wird Dein Werdegang wahrscheinlich so aussehen:
Du gehst voller Euphorie an das Thema. Steckst auf eigene Faust Dein sauer Erspartes da rein und wenn Du Glück hattest, dann hast Du ein paar Euro raus ziehen können. Um dann weiter zu machen und spätestens dann eine Bruchlandung hinzulegen. Die meisten erleiden aber direkt Schiffbruch und lassen dann für immer die Finger davon. Die Aktienquote in Deutschland ist im Vergleich zu den USA unglaublich gering. Angst und Zweifel fressen Vernunft und Rationalität.
Das ist beim Thema Frauen nicht anders. Du hast eine Freundin oder hast dann später eine zu Deiner Frau gemacht, wie auch immer. Irgendwann erleidest Du Schiffbruch, das ist in der Natur so vorgesehen. Dem kannst Du nicht entkommen. Alles was schön ist, hat ein Ablaufdatum. Aber umgekehrt ist nicht alles mit Ablaufdatum auch schön. Es gibt immer zwei Seiten. Es kann keinen Gewinner ohne Verlierer geben. Und Du kannst auf Deinem Niveau stagnieren und Dich zurück ziehen, das ist eine Möglichkeit. Die komfortabelste sicher. Die bequemste und einfachste! Aber dann heißt es auch für den Rest Deines Lebens: „Manchmal gewinnen die Anderen und manchmal verlierst Du.“

Die Regel lautet also: Du willst in einer Sache oder einem Thema gut werden? Dann schau Dir an was die Profis tun!
Kauf Dir Bücher zum Thema Investment und Trading oder eben Bücher zum Thema Pickup und Persönlichkeitsentwicklung.(Oder ein Geheimtipp: Kauf Dir erstmal Bücher zum Thema Persönlichkeitsentwicklung, noch weit vor Pickup, Fußball oder Börse!)
Achja: Und tu Dir selbst den Gefallen die Bücher auch zu lesen. Sei kein Gewissensapostel wie die meisten anderen Menschen da draußen, da landet die größte Zahl der Bücher nämlich für immer ungelesen im Regal. Die meisten spenden ja auch einmal im Jahr an irgend eine Hilfsorganisation quer über den ganzen Globus und denken dann, dass sie die Welt gerettet haben. Und mit ihren Nachbarn nur 10 Meter nebenan liegen sie wie eh und je im Clinch. Verrückt. Einfach nur verrückt.

So hab ich das jedenfalls auch gemacht, als ich die ersten Blogs und Bücher zu diesem Thema gelesen habe. Erstmal ist es wie Fernsehen. Man schaut sich einfach an was Andere so machen. Wie sie das Thema angehen. Man versucht einen Strohhalm zu finden, den man greifen und an dem man sich festhalten kann. „Achso. So geht das also!“ Ja genau. So geht das. Oder auch ganz anders. Das liegt alleine an Dir. Aber zu Beginn ist es eine gute Orientierungsmöglichkeit einfach zu schauen wie Andere das machen. Einfach nur mal gedanklich den Horizont kurz zu erweitern. Mal den Teller vor Dir beiseite stellen und mal schauen was es sonst noch außerhalb dessen gibt. Und Du wirst völlig irritiert sein, was offensichtlich möglich ist. Bis jetzt hast Du noch nichts getan. Außer anonym zuzuschauen und zu lesen. Mehr nicht. Bis hier her hast Du so etwas wie Angst noch gar nicht haben müssen. Einfach nur schauen! Du hast unglaublich großen Spaß dabei. Und das ist schön! Staune und entdecke! Der erste Schritt ist getan.

Nach einiger Zeit bist Du in der Thematik auf einem theoretisch ganz vernünftigen Niveau. Du kennst die Begriffe der Szene. Wie im Fußball. Erstmal die Regeln lernen, bevor ich mein erstes Punktspiel mache. So, dann weißt Du schon recht viel aber hast bisher null Komma null Übung. Und es kommt der Punkt an dem Du Dir denkst… „Oh je, aber… ich würde das auch gern mal probieren. Nur wie. Das klappt ja nie! Ich bin nicht so gut wie die da in den Videos.“ Außerdem dies und das. Das schaffe ausgerechnet ICH ja nie. Schau mal wie ich aussehe. Und oh Gott hier und oh Gott dort. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Deswegen ist der Aufstieg auf den Berg, wie am Anfang beschrieben, so steil. Das ist ganz normal und immer so. Auch im Fußball. Auch bei Aktien und Immobilien. Auch beim Kochen. Auch beim Studieren. Auch beim Holz hacken. Auch beim ersten Mal eine Sandburg bauen. Aber es gibt gute Fachliteratur. Gute Videos. Gute Trainer. Und es gibt Dich und Deinen Intellekt. Dich und Deine Persönlichkeit, oder das, was mal zu einer werden könnte. Oder eben nicht. 🙂

Am Anfang stehst Du da wie ein Stück Elend. Ein Haufen von nichts. Auch das ist immer so. Das ist ganz normal und immer so. Wie gesagt. Auch, oder besser ausgedrückt besonders, beim Thema Frauen. Sicherlich härter als die meisten Themen der Welt. Weil es eine direkte Resonanz gibt. Nix Facebook, nix anonyme Bücher lesen, nix verkriechen hinter anderen Menschen. Keine Gruppe in der man geschützt wird. Keine andere Person die sich für einen vorne hin stellt und macht. Nein. Du musst eine eigene Gruppe gründen. Nur diesmal besteht die Gruppe aus nur einem Mitglied. Du selbst. Jetzt bist Du mal dran. Zeit in den Spiegel zu blicken. Und alles was Du sehen wirst, ist einen Menschen, dem einfach nur Panik ins Gesicht geschrieben steht. Angst. Pure Angst vor dem ersten Mal. Wie beim ersten Punktspiel. Wie bei den ersten 1000 Euro an der Börse. Oder auch wie vor dem ersten Approach… okay, der erste Approach ist heftiger. Ich spreche aus Erfahrung. 😉

Wie ich das mit dem Besiegen der Angst praktisch hinbekommen habe, beschreibe ich in Teil 3… Fortsetzung folgt…