Ein außergewöhnlicher Clubabend

Am Wochenende war ich mit einem Kumpel feiern. In einem echt tollen Club. Für mich war es der tollste Disco-Abend meines Lebens bisher. Dick aufgetragene Worte? Nein.

2016-09-01

Es war ein Motto-Abend, das wussten wir vorher nicht. Wozu auch. Einfach rein und Spaß haben. Egal ob heute alle in weiß sind, alle in bayerischen Lederhosen oder alle im Smoking. Interessiert mich nicht. Weg gehen kannst und sollst Du immer so wie Du Dich wohl fühlst. Nicht so wie Dir irgendwer sagt, dass Du Dich kleiden sollst. Kommst Du dann nicht rein, ist das auch kein Ding. Zieh weiter und hab Spaß. Egal wo. Aber nicht egal mit wem.

Und das war der Hammer. Mit meinem Kumpel war ich zuletzt vor einigen Jahren tanzen. Zeiten ändern sich eben nicht!

Drinnen war die Stimmung nicht so mega euphorisch, aber es war ganz cool. Zunächst normale Dance Musik. Trallala. Ich mag das nicht. Aber das kommt in diesen schicken In-Clubs ja meistens. Ein bisschen mitgetanzt und so getan als ob. Ein wenig in Fahrt kommen und dann war es einfach nur noch irre. Black, R’n’B, Hip Hop. Der DJ war der beste, den ich in meinem Leben je live gehört habe. Unglaublich. Wir zwei sind abgegangen, dass ich den Eindruck hatte, dass der Club uns zwei gehört. wenn ich sagen würde, dass alle da drinnen auf 50% bis 60% liefen, dann liefen wir zwei auf 100%. Ich weiß nicht wie lange, aber wir haben einfach nur noch getanzt und die wahrscheinlich meisten Quadratmeter für uns beansprucht. Ich hätte einen Golf auf die Fläche parken können und das hätte nur knapp gereicht.

Mir waren für die Zeit sämtliche Frauen total egal. Einfach nur getanzt und miteinander Spaß gehabt. Es war einfach nur zu cool. So getanzt hab ich seit Jahren nicht mehr. Danach war er komplett nass geschwitzt und mir ging es auch nicht viel anders. Das war ein echt cooles Kalorien-Programm zu den besten Songs aller Zeiten.

Wir haben mal so ungefähr den ganzen Laden dann zunehmend zu zweit gefühlt um 1000% in der Stimmung in den Himmel gehoben. Ein irres Gefühl, wenn man selbst den Eindruck hat, dass die Anderen sich wohl denken müssen, dass man auf Koks sei. Aber hey, es ist einfach nur zu cool, wenn man so gut drauf ist, dass mir in dem Moment völlig Schnuppe ist, was der Rest denkt. Ich hab mich gefühlt wie der König der Black Musik. Erinnerungen an früher, wir waren nicht oft zusammen weg, aber es war immer cool.

Bereits auf dem Weg in den Club haben wir uns auch wieder über das Thema Pickup unterhalten. Mir kam die Idee, dass er – da er auch gerne schreibt – doch als Gast-Autor hier auf dem Blog auftreten könnte…
Denk drüber nach! Ich glaube das würde das Ding hier bereichern! 🙂
Lass uns den Abend unbedingt wiederholen! Daumen hoch! Auch ohne Facebook. Und plus eins, auch ohne Google.

Mein Wingman ging gegen 3 Uhr und so war ich noch bis 5 Uhr alleine im Club. Interessanterweise hat sich beim Tanzen nichts ergeben, auch im Club hab ich keine angesprochen. Aber draußen im Außenbereich hab ich zwei zweier Sets angesprochen. Mit den ersten beiden Mädls hab ich mich vielleicht 15 Minuten unterhalten. Nummern getauscht. Naja. Zu jung eigentlich, aber was solls. Nicht voreilig urteilen, dachte ich mir. Anschließend gab es ein richtig ausgedehntes langes Gespräch, ich glaub das ging über eine Stunde, ebenfalls mit zwei Mädls. Ich hab mir in dem Moment echt gedacht, dass daraus durchaus ein Date werden könnte.

Ich war einfach gut drauf und ich glaube, dass ich das mehr als ausgestrahlt hatte. Durch das Tanzen hab ich alles raus gelassen was an überschüssiger Energie da war. Einfach nur raus. Ohne Ziel. Und draußen wollte ich entspannen und hab ein bisschen im Handy gesurft und ein paar meiner Blogeinträge gelesen. Und die beiden geschilderten Male ergab sich eben jeweils ein Gespräch. Naja klar, was heißt „ergab sich“. Dadurch dass ich sie angesprochen habe natürlich nur. Logisch.
Interessant ist das für mich, da ich dann trotz Clubgame in meinem üblichen Daygame Schema weitermachen konnte. Ansprechen, aber gar nicht mal mit hoher Energie rein, eher beiläufig. Ich hatte da gar keine konkrete Absicht. Aber dann hab ich mich erinnert an den Artikel Eine (Zwischen-)Analyse und mein Vorhaben: Mehr Attraction und mehr Comfort einzubringen. Das hab ich versucht. Also hab ich in der Attraction Phase mehr Show gemacht und anschließend in der Comfort Phase mehr wert auf vertrauensbildende Maßnahmen gelegt. Es war auch überhaupt eine richtig tolle Unterhaltung. Hätte ich so nicht erwartet. Nebenbei auch über ein paar sachliche Dinge unterhalten, die mich wirklich interessiert haben. Nicht das übliche Laber Rhabarber.

Die Ältere der Beiden aus dem zweiten Set wollte am Ende gar nicht mehr gehen. Aber sie musste dem Druck der Jüngeren nachgeben. Ich hab mal getestet wie es ankommt, wenn ich zeige, dass ich mich da nicht einmische und hab das genau so kommuniziert. Eigentlich hab ich damit zu verstehen gegeben, dass ich da nicht drauf angewiesen bin was die Beiden machen. Beim nächsten Mal teste ich genau das Gegenteil. Keine Ahnung was da besser gewesen wäre.

Es gab dann erst eine Verabschiedung mit „hat mich echt gefreut Dich kennen zu lernen und lass Dich mal umarmen und Bussi links und rechts“ und bla bla. Und dann kam trotzdem nochmal ein kurzes Gespräch zustande. Anschließend die gleiche Prozedur mit der Verabschiedung. Ich hatte das Gefühl, dass das Set perfekt lief. Von der älteren der Beiden hatte ich zunehmend den Eindruck, dass sie interessiert war. „So toll, dass Du uns angesprochen hast, endlich mal ein tolles Gespräch in einem Club. Toll, dass es doch noch ein schöner Abend wurde“. Ja. Bla bla. Inzwischen weiß ich, dass das nur bla bla ist. Selbst wenn sie es ernst meinen, in dem Moment wirklich ernst meinen. Frauen sind so. Was gerade noch gilt, zählt fünf Minuten später gar nichts mehr. Sie scheinen ausschließlich ein Kurzzeitgedächtnis zu haben. Fünf Minuten später würden sie einen gar nicht mal mehr erkennen, kommt mir manchmal so vor. Aber das ist ja auch egal. Ich such ja die Ausnahmen, nicht die Regelfälle. Und es gibt sie, die Ausnahmen! Irgendwo bestimmt. 🙂

Am Anfang sah das noch anders aus. Die Ältere zeigte kaum Interesse an der Interaktion. Aber im zunehmenden Verlauf des Gesprächs mit der Jüngeren konnte ich das Ding drehen. Worüber ich mega glücklich bin. Nicht wegen dem Mädchen speziell, sondern wegen meiner Leistung. Es geht hier um das Lernen. Ich stehe noch am Anfang und das was ich hier mache, mache ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließlich für mich. Wenn dabei etwas Positives als Nebeneffekt heraus springt, dann ist das gut. Aber es ist nicht das Primärziel. Wir haben zum Ende Nummern getauscht. Am nächsten Tag habe ich sie angeschrieben…

und sie hat geflaked. Danke Pickup. So bist Du. So wirst Du immer sein. Ein Spiel mit dem Zufall. Völlige Normalität. Abhaken, weiter gehts. Sie war sowieso nur maximal eine 6. 😉 Und so sind die Frauen. Das lässt sich nicht ändern. Und es wird auch wieder eine Frau kommen, mit der Du nur 2 Minuten Kontakt hattest und mit der es dann zu einem Date kommt. Hatte ich ja vor kurzem auch schon. Und vor noch kürzerem schon wieder. Das kann man nicht verstehen. So sind sie. So ist Pickup. Man kann es nur hinnehmen, akzeptieren und weiter machen. Es hat eben nichts mit einem selbst zu tun. Das bestimmt alleine Fortuna. Aber Fortuna hat ihre eigenen Regeln. Nicht rational, nicht logisch. Liebe Fortuna, Dir sagt man gemeinhin die Macht über Glück und Schicksal nach. Ich aber spreche lieber von Zufall. Glück klingt so hoffnungsvoll. Und das Hoffen sollte man beim Pickuppen dringend aufgeben. Wer hofft, verhofft sich nur unnötig. Die Zeit kann man sinnvoller nutzen. In die eigene Persönlichkeitsentwicklung stecken und zu dem, was den Zufall am meisten zu den eigenen Gunsten beeinflusst:

Ansprechen, ansprechen, ansprechen!