Von 4ern, 5ern und von 6ern – Teil 1

Körbe gibt es wie Sand am Meer. Körbe gibt es auf alle erdenkliche Arten. Ich erzähle ein bisschen über meine Erfahrungen beim Basketballspielen und den Körben von 4er und 5er Frauen.

Inzwischen spreche ich weitgehend keine 5er Frauen mehr an. Drunter sowieso nicht. Aber auch selbst 5er nur noch selten. Es lohnt nicht. Gehen wir der Sache in diesem Artikel erstmal auf feststellender Ebene auf den Grund und steigen wir in einem weiteren Artikel ein in die Psyche von Frauen, die auf den Laufstegen in Mailand, Madrid und London keine Chance hätten. Aber an der Garderobe würden sie einen Job finden. Möglicherweise. Vielleicht.

Es gibt ein Naturgesetz das immerzu gilt: Körbe kann es immer und überall und von den allermeisten Frauen geben. Es gibt aber Ausnahmen. Ich sprach schon mal von meinem persönlichen Schnitt. Der liegt langfristig irgendwo im Bereich von 8 zu 1. Also sieben Körbe zu einem Nummer Close. Der Schnitt ändert sich je Woche sicher, aber langfristig stimmt der in etwa. Egal ob ich am Anfang auch 4er Frauen angesprochen habe oder zuletzt nur 6er und drüber.

Wir Männer heben die Frauen gedanklich gerne auf ein Podest, noch bevor wir sie kennen. „Oh, die sieht so gut aus. Die ist bestimmt total arrogant. Die spreche ich nicht an, die steht nur auf Model-Typen.“ So oder so ähnlich schellt es dann im Kopf des Mannes. Das kennt man aus den Gesprächen unter Männern, doch da geht es noch nicht einmal darum die Frau anzusprechen. Da wird einfach nur unter Männern an der Bar gequatscht und ein bisschen gelästert oder sich lustig gemacht. Aber nicht nur. Es wird sich gedanklich eben auch ehrfürchtig vor der ach so toll aussehenden Prinzessin verneigt. Und nochmal verneigt. Und noch ein kleiner Knicks gemacht. Und sich selbst Pech und Schwefel über die Schulter geschüttet und dann selbst geteert und gefedert. So ist das meist bei mitteleuropäischen Männerrunden. Südländer sind da wesentlich extrovertierter. Die trauen sich viel mehr. Die pfeifen so einer Frau sogar mal hinterher. Wow. Ich bin beeindruckt.

2016-08-27

Und während sich die Herren noch gedanklich selbst schlechter reden als Obama den Putin, und die Südländer mitten in der neunten Sinfonie von Beethoven ein Pfeifkonzert der Extraklasse abhalten, gibt es eben IHN.
Nennen wir IHN John. Der denkt nicht, der pfeift nicht. John spricht einfach an.
Klingt simpler als es ist… und ist jedoch in Wahrheit simpler als es scheint. Eine Frage der eigenen Realität. Diesmal tatsächlich eine Frage der eigenen Gedanken. Hier geht es ausnahmsweise nicht um das Gefühl, an das ich sonst immer appelliere. Sondern diesmal darum ein Gedankenkonstrukt zu erschaffen. Eines das zu Deiner neuen Realität wird. Es ist wie mit einer neuen Sprache, die Du lernst. Am Anfang schämst Du Dich. Sie (aus) zu sprechen. Später machst Du es dann, mit Fehlern und mit Lachern beim Gegenüber. Und noch später machst Du es mit Stolz. Die meisten geben unterwegs auf. Auch beim Sprachen Lernen. Ein paar machen aber weiter. Wie immer im Leben. Es gibt immer ein paar, die anders sind.
Gandhi hat einmal gesagt: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
So ist es auch ein bisschen beim Pickup, habe ich oft das Gefühl.

Und während unsere Herren an der Bar selbst vielleicht sogar 6er oder 7er Männer wären oder sein könnten, reden sie sich zu 0ern und 1ern. Die Gruppe mit seinem Gruppeneffekt sorgt schon dafür. Wir hatten das Thema Gruppe schon mal, hier: Alleine unterwegs sein. Gruppen können gut sein, aber auch unendlich schädlich für die eigene Entwicklung. Besonders wenn der Gruppenführer spricht. Der kann die ganze Gruppe zu einer Gruppe aus 8er Männern machen oder auch zu einer Gruppe aus 2er Männern. Zum Pickup bin ich nicht durch eine Gruppe gekommen, sondern selbst. Alleine. Dein bester Freund wird der Spiegel, aber er wird auch Dein größter Feind. Bist Du schwach, dann haut er Dich schneller K.O. als Muhammad Ali. 1965 gegen Sonny Liston in der ersten Runde. Wenn Du Abends nach Hause gehst und Dir beim Zähneputzen in die Augen siehst, dann weißt Du was Du heute getan hast. Oder was Du eben an Möglichkeiten (aus)gelassen hast. Dein Spiegel ist gnadenlos. Viel härter als die Realität. Aber das schadet nicht. Es trennt nur die Spreu vom Weizen. Jeder hat seinen eigenen Spiegel. Aber die meisten Spiegel bringen das Spiegelbild zum Aufgeben. Spiegel sind mächtig. Viel mächtiger oft als sein Gegenüber. Ziel ist, dass Du eines Tages sagen kannst: „Neulich stand ich vor dem Spiegel, hab eine kleine Bewegung gemacht und der Typ da drinnen ist zusammen gezuckt.“ Dann hast Du es geschafft, vorher nicht! 😉

Mir tun inzwischen nicht mehr die Körbe weh, sondern die Situationen vor denen ich mich gedrückt habe. Früher waren das viele Situationen. Es werden täglich und wöchentlich weniger. Ich kann abends immer befreiter in den Spiegel sehen. Vor ein paar Wochen noch gab es mehr Situationen, vor denen ich davon gelaufen bin als geradeaus drauf zu halten.

Beispiele (nicht abschließend, eher exemplarisch)

  1. Die Frau sah „zu gut“ aus
  2. Die Frau war irgendwo, wo Menschen meine Ansprache hätten mitbekommen können (wie peinlich!)
  3. Die Frau war gerade am Telefonieren (irgendwie eine natürliche Hemmung)
  4. Die Frau war mit ihrer Freundin unterwegs (ohje, dann gibts doppelt so schlimme Körbe und noch dazu im Doppelpack!)
  5. Die Frau war mit mehreren Freundinnen unterwegs (ohje, mehr als nur doppelt so heftige Körbe, da haut gleich die ganze Gruppe zu!)
  6. Die Frau war in einer Gruppe unterwegs, in der ein Mann dabei war (geht gar nicht, hernach gibt es noch Ärger mit ihm!)
  7. Die Frau war mit ihrer Mutter unterwegs (geht überhaupt nicht!)
  8. Die Frau war mit ihrem Papa unterwegs (er tötet Dich!)

Wahrscheinlich hatte ich noch viel mehr Ausreden für allerlei Situationen. Aber jetzt kommts: 1 bis 7 ist für mich überhaupt kein Problem mehr. Vor der 8 hab ich noch Respekt. Aber hey: Das Ding nehm ich auch noch auf in meinen Werkzeugkasten!

Erst neulich wieder Nummer 7 abgehakt. Das Gespräch erst mal mit der Mutter eröffnet. Die war cool. Leider nur schon vergeben die Süße. Die Tochter… Nicht die Mutter! AH! 🙂

Also nehmen wir uns mal den „leicht zu bekommenden“ 4er Frauen an. Wie es so weitläufig heißt. Ein Unsinn! Da bekommst Du den gleichen hässlichen, den gleichen unmenschlichen, den selben gleichgültigen, den gleichen unfassbaren Korb wie von einer 8er Frau. Natürlich auch die gleichen süßen, aber auch die gleichen „ich bin schon vergeben“ Körbe, die gleichen „es ist so unglaublich mutig von Dir, das finde ich echt toll von Dir. Mach weiter so!“ Körbe.
Ich hatte kürzlich ein Date mit einer 9er Frau, die in ihrem Leben noch nie derart wie von mir direkt angesprochen wurde. Innerlich dachte ich mir, dass sie mich auf den Arm nimmt. Es gab in all den Jahren in ihrem Leben keinen Typen, der sich getraut hat sie einfach anzusprechen?! Wow. Verrückte Männer in einer verrückten Männerwelt. Sie können Ferrari fahren. Breitling tragen. Nespresso schlürfen. Moët schnabulieren. Armani tragen. First Class fliegen. Und was weiß ich nicht alles. Aber mehr auch nicht. Mehr auch nicht…

Also, Hauptaufgabe: Keine Frau mehr auf ein Podest stellen! Wir sind nicht im Museum. Die Frauen, die das toll finden, auf einem Podest zu stehen, sollen das alleine und von sich aus tun. Aber vergiss Eines nicht, nämlich dass die sich dafür auch bezahlen lassen, dass sie da oben tanzen und sich begaffen lassen. Und am Ende ist es in beiden Fällen das Gleiche: Schauen und bezahlen erlaubt, anfassen nicht. Nein danke.
Sie ist genauso wie ich ein Mensch. Zwar im Gegensatz zu mir weiblich, nur das ist auch der einzige wesentliche Unterschied. Alles andere weiß man vorher nicht. Deswegen will ich sie ja erst noch kennen lernen.

Unser John von da oben ist in Wahrheit eigentlich ein John Doe. Aber John Doe spricht an. Und das alleine macht ihn zu einem Helden. Erst nur für sich. Einige hundert Approaches später auch zählbar und sichtbar für Andere. Dann wird er zum Rockstar. Gandhi hat einfach Recht.

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