Wochenrückblick 2016 KW 34

Schon wieder ein Wochenrückblick? Nein, nicht schon wieder. Nur wieder. Nicht schon wieder.
Soll so ein Rückblick jetzt jeden Montag kommen? Gibts dann neben dem „Philosophischen Sonntag“ eine neue Rubrik „Rückblick-Montag“ oder wie? Nein!

Aber wenn es sich mal anbietet, dann mache ich das.
Los gehts!

2016-08-16

In meinem Artikel Wochenrückblick 2016 KW 33 habe ich darüber geschrieben, dass es die Woche mit meinem schlechtesten Wochenschnitt gewesen wäre. 26 zu 2.

Das war letzte Woche genau anders herum. Faktisch sah es so aus: 22 zu 7. Das ist fast ein Verhältnis von 3 zu 1. Ein neuer Positiv-Rekord!!! Oleeee! Das ist unglaublich. 22 Frauen zu 7 Nummern. Die Flake-Quote ist es aber auch, unglaublich. Unglaublich hoch.

Nun, was habe ich anders gemacht als in der Woche zuvor?
Es waren wesentlich mehr situative Eröffnungen dabei. Weniger direkte. Und ich habe versucht nicht so kopfgetrieben zu sein. Sondern mehr den Moment im Vordergrund zu sehen. Weniger das Ziel die Telefonnummer zu bekommen, sondern mehr das Ziel das Gespräch zu genießen. Wobei ich auch zugeben muss, dass das nicht immer sehr leicht fällt. Genießen ist vielleicht auch der falsche Ausdruck. „Mich darauf einlassen“ trifft es besser. Die wenigsten Frauen geben mir das Gefühl, dass sie intellektuell mitkommen. Also muss ich mit ihnen mitkommen. Und das kostet Kraft. Man zieht dann eine Handbremse an, nein halt, zwei. Und dann soll man losfahren. Ja. Gut. Geht schon. Ist aber trotzdem Mist. Außer man steht eben auf viel Staub und Rauch um nichts.

Das Einzige, worauf ich mich vordergründig konzentriert habe, ist das, was ich in einem meiner letzten Artikel (Eine (Zwischen-)Analyse) beschrieben und mir vorgenommen habe. Attraction- und Comfort-Game. Also mehr Hokus Pokus eins zwei drei und weniger ich selbst sein. Hilft ja nix. Ist halt so. Frauen wollen unterhalten werden. Unterhalten kommt von unten halten. Verstehe das wer will. Meins ist es nicht. Aber können tu ich das schon. Da das Ding hier ein Weg ist und nicht der heilige Gral, probiere ich mich und das Ding einfach mal komplett aus. Die volle Bandbreite. Also liegt der Fokus weiterhin auf Attraction- und Comfort-Game. Pickup ist eben wohl doch eine Kunst.

Aber manchmal hat man das Glück, dass sich auch Gespräche ergeben über Themen, die mich interessieren. Das ist etwas, das ich inzwischen gerne mache. Ich versuche in der Interaktion Gesprächsthemen zu finden, von denen ich keine Ahnung habe. Wenigstens zwischen durch mal. Dann lasse ich sie reden und erzählen. Das hat gleich zwei Vorteile: Ich schlafe dann gedanklich nicht ein, weil es für mich neuen Input gibt. Und außerdem trainiere ich damit gleichzeitig souverän zu wirken und souverän zu bleiben, obwohl ich keine Ahnung vom Thema habe. Es gibt doch dieses SATVA-Prinzip: „Sicheres Auftreten trotz völliger Ahnungslosigkeit“. Das Ganze mache ich also deshalb, weil es dann wenigstens etwas gibt, das mich sachlich interessiert. Emotionale Themen (Beziehung, Liebe, Werte) sind sowieso losgelöst von der intellektuellen Ebene. D.h. die „Softskills“ bringt die Frau mit oder eben nicht. Meistens eben nicht. Aber hey, wie auch. Das ist nur was für Hollywood. Hab ich mal gehört.

Es ist schon so, dass man sich selbst motivieren muss, um das eine oder andere Gespräch echt durchzustehen. Manchmal ist es das wirklich, ein „Durchstehen“. Aber da ich mich als totalen Anfänger sehe, habe ich mir vorgenommen die Gespräche nicht zu früh zu beenden, sondern so lange wie möglich drinnen zu bleiben. Man lernt ungemein, vor allem lernt man Geduld und das Schauspielen. Es ist eine Kunst in einem Gespräch so zu tun als ob mich das Gesprächsthema interessieren würde und dabei gleichzeitig so viel Gefühl rüber zu bringen, dass man sich emotional näher kommt.

Klingt ein bisschen verlogen, heuchlerisch oder unehrlich? Nein. Ganz im Gegenteil. Gütig, hingebungsvoll, aufopferungsvoll und durchhaltend. Denn die Gespräche sind für beide Seiten mehr Fassade als wirklich etwas wert. Sie ist vielleicht etwas nervös. Sie hatte vielleicht einen schlechten Tag. Sie weiß vielleicht nicht was sie sagen soll. Sie will sich vielleicht von der besten Seite zeigen. Und so weiter und so weiter.
Und was will ich?
Genau all das nicht. Sondern die Frau kennen lernen. Den Menschen hinter der Fassade. Das geht aber nicht in dem ersten Gespräch. Also muss ich mitspielen. Um Zeit zu „gewinnen“, Zeit zu einem Wiedersehen. Durch ein Wiedersehen. Und inzwischen kann ich das zunehmend besser. Denn es ist einfach auch anstrengend. Für sie ist es ein Gespräch in der Woche, weil sie „Glück“ hat und beim Feiern im Club von irgendeinem besoffenen Dödel angesprochen wird. Für mich ist es hingegen oft ein Gespräch pro 15 Minuten. Letzte Woche 22 Stück in 7 Tagen. Da zähle ich noch nicht mal all die Frauen rein, die ich anspreche und aus dessen Gesprächen ich relativ früh raus gehe, z.B. weil sie ihre Sonnenbrille runter nimmt und ich erst dann merke, dass es eine 4 ist. Das schlaucht. Gewaltig. An manchen Tagen, besonders wenn ich am Abend zuvor im Club war, hab ich gar keine rechte Lust auf das Gelaber. Nur dann setzt mein Instinkt ein und sagt mir: „Junge, dieses Projekt lebt. Du lebst. Also heb Deinen Arsch hoch und tu was dafür!“

Darüber bin ich froh. Inzwischen mache ich oft das, was ich am wenigsten will, einfach trotzdem. Zum Beispiel joggen gehen. Oder eben auch weiter Frauen ansprechen, obwohl ich gar nicht in der Stimmung dazu bin. Manchmal sind mir die 15 Meter bis zu ihr sogar zuviel. Immer dieses Hinterher. Wenn sie dann nicht mindestens eine 6 ist, lasse ich es inzwischen in aller Regel völlig sein. Bei den 7 Nummern von letzter Woche war vielleicht eine 5 dabei. Der Rest lag zwischen 6 und 8. Es ist nicht nötig hässliche Frauen anzusprechen, wirklich wirklich wirklich nicht. Das kann ich wirklich nur als Mantra immer wiederholen. Sei Dir selbst was wert, subjektiv. Aber sorge auch dafür, dass Du objektiv etwas wert bist. Kümmere Dich um ein interessantes und ausgefülltes und erfülltes Leben. Dann hast Du etwas zu bieten und musst Dich nicht verstecken. So funktioniert das nun mal. Leider. Das kennen lernen funktioniert eben nur ganz ganz selten seelisch. Und dann nennen wir es „Liebe auf den ersten Blick“. Ich wünsche mir, dass das nochmal im Leben gelingt. Einmal hatte ich das. Vor fast genau 9 Jahren. Klingt perspektivisch gesehen nicht sehr optimistisch. Muss man auch nicht sein. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass das bald wieder passiert. Da kann man noch so viele Frauen ansprechen. Man hat dann eben viele Dates und viele Kontakte. Aber man hat deswegen noch lange nicht die Frau fürs Leben und noch lange nicht den einen besonderen Funken, der überspringt. Aber zumindest erhöht man die Chance etwas. Man hat etwas dafür getan. Und das zählt letztlich oft auch.

Seit dem Wochenende hab ich von einem Freund einen Zugang für einen dieser neumodischen Video-Streaming Dienste bekommen. Ihr wisst schon, diese Dinger im monatlichen Abo. Wo man Serien und Filme schauen kann. Neulich, vor zwei oder drei Wochen, hab ich nach einem Jahr Pause mal wieder einen Film gesehen. Einfach so. Zuhause auf der Couch. Und dann gleich so einen! James Bond jagt Dr. No. Unglaublich wie ich mich gefühlt habe dabei, es war wie ein völlig neues Erlebnis. Ich habe die Szenen bewusst wahrgenommen und mich voll und ganz auf die Handlung eingelassen. Das hab ich früher nie. Da lief der Film einfach und gut ist. Und nun am Wochenende… hab ich mal mit einer Serie begonnen. Keine Ahnung ob das was für mich ist. Ich schaue so gut wie nie fern. Die Kiste ist fast immer aus. Und ich bin ja auch fast nie Zuhause. Aber es war entspannend. Die erste Folge von Breaking Bad. Ich hätte aber auch Schneewittchen und die sieben Zwerge schauen können. Es spielt keine Rolle. Hauptsache mal nichts tun, mal einfach nur auf die Couch legen und berieseln lassen. Sollte ich öfter machen.

2016-08-29

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