Gretchenfrage – direkt oder situativ? Teil 1

Die Frage hat mir ein Kumpel vor kurzem am Telefon gestellt. Wir unterhielten uns nach längerer Pause mal wieder telefonisch. Das machen wir alle paar Monate oder auch mal alle paar Jahre. Aber wir machen es. Immerhin. 😉

Als ich ihn letztes Jahr Zuhause besucht habe, war er noch Single. Ich habe ihn zum damaligen Zeitpunkt als einigermaßen frustriert wahrgenommen und eine Unzufriedenheit gespürt. Hauptsächlich in Bezug auf Frauen. Aber es war letztlich mehr eine Unzufriedenheit und weniger eine Frustration. Und das ist gut. Das war aus meiner Sicht sein großer Vorteil. Ist man unzufrieden, dann ist man bereit zur Veränderung.

In meinem Fall war das lange Zeit anders. Ich war nicht unzufrieden, sondern einfach nur niedergeschlagen und ratlos. Auch frustriert. Viel mehr aber depressiv. Es war keine Unzufriedenheit da, die mich zu Veränderungen hätte bringen können. Ich hätte es mir gewünscht.

Er ist inzwischen, nach einigen Jahren des Single-Daseins, in einer glücklichen Beziehung. Das hat mich riesig für Dich gefreut. Klasse! Jetzt führ Dich nur noch anständig auf! 🙂

2016-08-24

Er fragte mich also: „Beschreib doch mal wie Du das machst mit dem Ansprechen“. Gute Idee, dachte ich mir. Dann sollte ich wohl einen Artikel daraus bauen.

Es gibt nur zwei mögliche Arten eine Frau anzusprechen:

  1. Direkt
  2. Situativ

Der Reihe nach:
Wenn Du eine Frau direkt ansprichst, dann gehst Du auf sie zu und gehst mit hoher Energie in die Eröffnung. So mache ich das jedenfalls. Und jetzt kommt die Überraschung dabei!
-> Was Du sagst spielt absolut keine Rolle! Diesen Satz sollte man sich auf die Stirn tätowieren! Es ist völlig belanglos. Wirklich. Ich bin zwar noch kein Guru, sondern noch im niedrigen drei stelligen Bereich, was die Zahl meiner Approaches betrifft, aber soviel kann ich jetzt schon sagen: Es ist egal was Du sagst, Hauptsache Du sagst etwas!

„Hä? Das gibts doch gar nicht! Was ist denn der richtige Spruch bei der Eröffnung?“, denkst Du Dir da? Vergiss es. Je auswendig gelernter Du agierst, desto gestellter wirkt die Situation. Was sich auf Kosten Deiner Natürlichkeit zu Deinem Nachteil auswirkt. Welche Frau will schon einen Roboter kennen lernen und als Mann an der Seite haben? Naja obwohl… wenn ich so recht überlege… mittlerweile hab ich den Eindruck, dass einige sogar zu einem Roboter als Mann „ja“ sagen würden… Okay, lassen wir das wieder mit dem Sarkasmus.
Sonst denkt noch irgendwer ich wäre frustriert wegen der ganzen Pickup Geschichte. Das bin ich nicht. Ich fühle mich pudelwohl damit. Es bereichert mich jeden Tag. Es kommen ständig neue Situationen und unerwartete Wendungen. Dates werden ausgemacht und wieder abgesagt. Andere melden sich nach Tagen doch noch und wollen ein Date. Was für ein hin und her. Ich lass mich einfach tragen von der Welle und schaue an welchen Strand mich das Meer ausspuckt.

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Außerdem machst Du Dir bei auswendig gelernten Sprüchen unnötig Gedanken darüber, ob dies oder das so oder so richtig ist oder besser oder schlechter. Bla bla bla. Ich hab eine Zeit lang einen Standardspruch verwendet, gerade zu Beginn. Das gibt einem Sicherheit. Inzwischen baue ich selbst in die Eröffnung meistens etwas Situatives ein. Manchmal eröffne ich aber auch einfach, indem ich zur Frau gehe und ihr sage, dass sie mir gerade aufgefallen ist und ich sie süß finde. Oder sie hübsche Haare hat. Oder eine tolle Ausstrahlung. Whatever! Es ist total egal. Und dann sag ich meistens, dass ich sie kennen lernen möchte. Bumm. Das waren die alles entscheidenden Worte. Alles weitere ergibt sich dann. Soviel mal im Kurzabriss zum Thema „direkt“.

Also:
Einfach hin gehen, irgendwas sagen, total egal, aber eben direkt sagen, dass sie Dir gefällt und Du sie kennen lernen möchtest. Welche Worte genau, spielen keine Rolle. Probier es einfach aus.

Zuletzt hab ich einige Male einfach nur ein „Hi, wie gehts?“ zur Eröffnung probiert. Geht auch. Manche sind dann total erfreut und fragen zurück. Manche sind total perplex und wissen nicht was Du von ihnen willst. Manche laufen auch einfach weiter und wollen Dich abschütteln. Wie auch immer.
Da kannst Du dann, wenn sie stehen bleibt oder Anzeichen gibt, dass sie mit Dir reden möchte, immer noch ein „Du bist mir aufgefallen, ich finde Dich süß“ oder irgendwas in der Art hinterher schicken.
Wichtig ist erstmal in ein Gespräch mit ihr zu kommen. Das Eis zu brechen, wie man so schön sagt. Wichtig ist nicht die Art der Eröffnung, wichtig ist, dass die Frau Dich so interessant findet, dass sie bereit ist mit Dir zu sprechen. Darum mache ich die Eröffnung in aller Regel mit sehr hoher Energie. Besonders wenn keine Menschen drum herum sind. Denn dann bekommt niemand Deine Hampelmann-Aktion mit. Aber natürlich auch den sich daraus möglicherweise ergebenden Rockstar-Moment nicht. Ich bin kein Narzist, deswegen ist mir so ziemlich egal ob andere mitbekommen, dass ich gerade einen Treffer gelandet habe. Wichtiger ist für mich das Gespräch mit der Frau und der Erfolg bis zum Number Close.

Für einen Anfänger würde ich aber empfehlen die Frauen anzusprechen wenn sie alleine sind (keine Freundin dabei haben oder sonst was) und wenn sie irgendwo sind, wo es kein anderer Mensch mitbekommt, dass Du sie gerade ansprichst. Denn diese weiteren Faktoren machen Dich am Anfang nur unsicher. Am Anfang! Später sind die meisten äußeren Einflüsse egal. Auf dem Weg bin ich inzwischen schon.

Wichtig ist aber bei der ganzen Sache nicht so sehr WAS Du sagst, sondern WIE Du es sagst. Achte auf eine entspannte aber aufrechte Körperhaltung. Dazu eine eher zu laute als zu leise Stimme und vor allem ein Lächeln. Gerade bei der Eröffnung ist ein Lächeln wichtig. Das ist am Anfang übel schwer. Ich weiß. Was habe ich die ersten Male gezittert und mir gedacht, dass ich das niemals kann. Angst vor Zurückweisung und vor einem Korb. Heute ist das anders. Ich nehm den Korb und lache darüber. Es hat sich ins Gegenteil verkehrt. Unglaublich, aber diese Entwicklung ist nicht nur möglich, sondern definitiv vorhersehbar. Und zwar bei jedem der damit beginnt und dann… vor allem… dran bleibt! Körbe schlucken, Körbe schlucken, Körbe schlucken. Die Frage ist nur, ob Du bereit bist Dich völlig darauf einzulassen und es zu einem Deiner Lebensinhalte zu machen. Du musst Pickup fühlen, nicht testen. Pickup ausprobieren geht am Anfang schief. Das funktioniert so nicht. Und das ist auch gut so. Die Frage ist dann, ob Du weiter machst oder nicht. Es wird weh tun, am Anfang ganz besonders. Bis die ersten Erfolge sich einstellen. Dann wirst Du selbstsicherer. Aber Du wirst immer wieder an eine Kreuzung kommen. Eine, die dich dazu zwingt weiter zu machen oder andere Wege einzuschlagen. Die meisten entscheiden sich sicher von Anfang an es überhaupt nie zu probieren. In Ordnung. Wiederum werden andere es zwar probieren, aber alsbald aufgeben. In Ordnung. Und nur die Harten kommen in den Garten. Geradeaus drauf zu und durch. Voll drauf halten. Nur dann ist Entwicklung möglich. Du lernst beim Pickuppen nicht in erster Linie Frauen kennen, sondern Dich selbst. Deine Ängste, Deine Grenzen. Dein Ego. Die meisten geben dann wohl nach kurzer Zeit auf. Und das ist okay so, sonst gäbe es da draußen in der Welt ja an jeder Ecke Pickupper, dann hätte ich es übel schwer. So aber bin ich ganz entspannt und treffe genügend Frauen, denen so etwas noch nie passiert ist. Großer Vorteil für mich. Und wenn Du es möchtest, dann auch für Dich.
2016-08-25
Es tut am Anfang oft weh. Es kostet Kraft, das hab ich schon öfter geschrieben. Viel Kraft. Du wirst Dich zwischendurch fühlen wie das letzte Stück Elend auf dieser Welt. Das liegt ausschließlich an Deinem Ego. Das ist völlig normal. Du wurdest von klein auf darauf hin erzogen zu funktionieren. Gut zu sein. Im besten Fall besser als die Anderen zu sein. Diese Erziehung findet durch die Gesellschaft und im kleineren Kreis durch Deine Eltern und Deine direkte Umgebung statt. Wir haben es nicht gelernt uns freiwillig wiederkehrend einer Situation auszusetzen, die ganz sicher mehr Misserfolge mit sich bringt als Erfolge. Das ist wie ein Reflex. Sofort schießen Dir Angsthormone in den Kopf. Du hast Angst vor Zurückweisung. Angst davor was andere über Dich denken könnten. „Wenn das jetzt alle mitbekommen, dass die Frau mir einen Korb gegeben hat, bin ich erledigt!“. Ja, denkst Du. DENKST Du. Es hat nichts mit der Realität zu tun. Es sind ausschließlich Deine Gedanken. Vor kurzem schrieb ich einen Artikel über Vorfreude und Freude, Philosophischer Sonntag – Vorfreude statt Freude, und ganz ähnlich ist es hier. Die Angst vor der Situation ist gefühlt viel größer und schlimmer als der Umgang damit nach dem Eintreten des Ereignisses. „Des Ereignisses“ ist gut gesagt. Meistens kommt es nämlich sowieso ganz anders. Sagen wir also lieber „eines Ereignisses“.
Eines ist ein sehr interessantes Phänomen: Hast Du Dich getraut sie anzusprechen, und zwar egal ob erfolgreich oder nicht, dann hast Du danach ein viel besseres Gefühl. Du wirst stolz auf Dich sein. Endorphine sei dank. Du wirst Dir mental selbst auf die Schulter klopfen und zu Dir aufblicken. Genieße diese Momente. Ich war zu Beginn wochenlang wie auf Drogen dadurch. Ich war nur noch in einem Rausch voller positiver Gefühle. Ich dachte, dass mir die Welt gehört. Gut, tut sie ja auch. Zu ganz kleinen Teilen… 😉
Inzwischen ist der Adrenali-Pegel wieder auf ein gesundes Normalmaß zurück gegangen und ich kann auch mal einige Minuten irgendwo sitzen, ohne sofort wieder die nächste Frau ansprechen zu wollen und in den Basketball-Modus zu kommen. Aber Du wirst am Anfang die größten persönlichen mentalen Erfolge erzielen, da bin ich mir sicher. Jeder Approach wird sich für Dich anfühlen als hättest Du Berge versetzt. Unabhängig vom Ergebnis. Und das hast Du tatsächlich. Deine ganz eigenen Berge!

Nichts ist vorhersehbar. Und ich behaupte, dass viele Approaches einen völlig anderen Ausgang genommen hätten, wenn die Frau in einer anderen Situation auf Dich getroffen wäre. Also nimm es nicht persönlich. Es hat wirklich nichts mit Dir zu tun. Es ist ihre Gedankenwelt die sagt: „Nee, heute nicht.“ oder „nee, der gefällt mir nicht.“ oder „nee, ich weiß auch nicht warum, aber ich sag einfach mal nein“. Es ist Gedankengrütze sich darüber Gedanken zu machen. Vergiss es. Die echte und ehrlich Antwort wirst Du nie erfahren. Weißt Du auch warum? Weil ich mich traue zu wetten, dass die Frau selbst nicht mal die richtige Antwort wüsste. Die meisten jedenfalls nicht. Klar gibt es einige Frauen, denen Du einfach nicht gefällst. Logisch. Aber die sehe ich eher in der Minderheit. Stattdessen sind sie so unbewusst und mit Vorurteilen durch die Konditionierung in ihrem Leben abgestraft, dass sie sich nicht mal selbst erklären könnten, warum sie „nein“ sagen.

Kurzer Boxenstopp und Ausritt: Bei einer Quote von… nehmen wir an, an schlechten Tagen von 10 Approaches zu 1 Number Close… sagen also 9 Frauen „nein“ und eine sagt erstmal (!) „ja“.
Mal ehrlich, ich weiß was ich kann und vor allem weiß ich wer ich bin. Die sachlichen Dinge in meinem Leben stimmen alle. Da gibts keine Haken und keine versteckten Klauseln. Alles ist da. Manches sicher auch im Überfluss. Zum Glück strotze ich auch vor Gesundheit. So. Und jetzt soll ich mir selbst einreden, dass ich „total schlecht“ bin und keine mich will? Dass mir nur jede zehnte Frau überhaupt für 2 Minuten bereit ist zuzuhören und mir nach weiteren Minuten des Gesprächs ihre Nummer zu geben bereit sei? Echt, so soll ich denken? Das ist ein Witz. Ehrlich. Ich habe die letzten Wochen einige Frauen kennen gelernt und bei den meisten würde ich für mich sagen, dass sie ein ultra langweiliges Leben führen. Was vollkommen in Ordnung ist. Dabei kenne ich mich selbst einigermaßen gut, würde ich behaupten. Und ich weiß, dass ich ihr Leben um das x-Fache bereichern würde. Aber will ich so eine Partnerin überhaupt? Eine, die sowieso nur an mir vorbei läuft, mich nicht groß beachtet und mit mir nur maximal ein paar Sätze spricht. Will ich diese Frau wirklich kennen lernen? Ich denke nicht.

Und jetzt haben sie einmalig die Chance mich kennen zu lernen und alleine schon beim Ansprechen sagen z. B. 9 von 10 Frauen „nein“. Was bitteschön soll das sein, außer dass die Damen der Schöpfung hier völlig unbewusst agieren? Geprägt von Vorurteilen und konditioniert auf Ressentiments gegen „Neues“ oder etwas „Anderes“. Das hat nichts, aber auch GAR NICHTS mit mir zu tun. Und wenn Du sie ansprichst und einen Korb erhältst, dann hat das ebenfalls GAR NICHTS mit Dir zu tun. Gar gar gar nichts. Merk Dir das bitte. Das ist so wie wenn ich Dir 10 identische Hütchen hinlege und sage, dass unter einem eine Kugel liegt und Du Dir ein Hütchen aussuchen sollst. So ähnlich wie dieses Ratespiel auf Mallorca. Du weißt schon. Mit diesen Hütchenspieler-Tricks. Machst Du es dann mit den anderen 9 Hütchen, die Du nicht gewählt hast, wirklich bewusst, dass Du sie nicht ausgesucht hast? Ich glaube nicht. So ist das da beim Approachen auch. Die Frau wählt in ihrem Leben irgendwann einen Mann aus, fertig. Irgendwann. Irgendeinen. Punkt. Du bist die Kugel unter dem Hütchen. Nur stehen eben viele Hütchen rum. Du kannst sie nicht zu einem Hütchen zwingen. Aber was Du kannst ist so viele Frauen anzusprechen und ihnen das Hütchenspiel anzubieten, bis mal eine dabei ist, die das Hütchen mit Dir als Kugel darunter, auswählt. Früher oder später ist es so weit. Garantiert. Und achja, abgezockt wirst Du dabei sowieso. 😉

Also mach Pickup zu dem was es wirklich ist:
Ein reines Spiel mit dem Zufall.
Erst letzte Woche war ich in einem Gespräch mit zwei Frauen. Social Game. Mit der einen habe ich mich schon einige Minuten ganz nett unterhalten und dann kommt ihre Freundin mit dazu. Wir hatten ein bisschen über Urlaub und ein noch kleineres bisschen über Politik in diesen Ländern gesprochen. Aber echt recht oberflächlich, keine Sorge. 😉 Jedenfalls kommt die Freundin dazu und hat eine Aussage von mir mitbekommen und völlig falsch verstanden. Nicht mal der Kontext war verkehrt, sondern sie selbst hat meine Aussage genau falsch herum verstanden. Beispielsweise in etwa wie: „Ich finde es gut, wenn ab 22 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt wird“. Sie sah mich dann mit verkrampften Augenbrauen und einem fast schon bösen Blick an und hat mir protestierend zu verstehen gegeben, dass sie völlig anderer Meinung sei und dass sie meine Ansicht überhaupt nicht teile. Ich brauchte noch nicht einmal etwas zu sagen, ihre Freundin hat sie sofort eingebremst und die Situation wie selbstverständlich aufgelöst und erklärt, dass ich eben genau das Gegenteil gesagt habe. Die hinzu gekommene Freundin hat sich dann ca. 2 Minuten lang komplett aus dem Gespräch raus gehalten, war sehr misstrauisch, ist aber weiterhin bei uns geblieben und hat nur zugehört. Einige Minuten später war ich dann mit ihr alleine im Gespräch und wir haben uns prächtig verstanden. Sie hat mir allerlei Löcher in den Bauch gefragt.
Warum erzähle ich das?
Es passt an der Stelle einfach perfekt. Ich will damit nur auf die Wichtigkeit der äußeren Einflüsse aufmerksam machen. Nicht nur nicht immer hast Du es selbst in der Hand was am Ende geschieht, sondern sogar meistens gar nicht. Und selbst ein klitzekleiner Zufall kann eine Situation entscheiden. Stell Dir vor die Frau missinterpretiert etwas von Dir auf offener Straße. Oder sie versteht Deine Eröffnung beim direkten Ansprechen nicht richtig (deswegen laut sprechen!), dann ist sie schneller weg als die letzte Dose auf der Tupperparty. Und es hatte gar nichts mit Dir zu tun. Jedenfalls nicht mit Dir als Mensch, mit Dir als Seele. Gar nichts. Es waren ausschließlich äußere Einflüsse, die die Situation entschieden haben. Klar, ein paar Akzente hast Du gesetzt. Aber eben nicht alle. Die wenigsten sogar nur.

Warum ist das wichtig zu wissen? Nun, ich denke von mir selbst, dass ich einen Charakter habe – wenigstens inzwischen, nach dem was sich in mir die letzten Jahre entwickelt hat – den viele Frauen unglaublich toll finden würden. Für mich zählen Werte. Ich habe Werte. Wer hat das heute noch. Ich lebe Werte. Jeden Tag. Und dennoch musst Du 150 Frauen ansprechen, um einige Dates zu generieren, von denen auch relativ oft nicht viel herauskommt. Ironie des Lebens. Es ist so oberflächlich und so schnelllebig, dass die Menschen vor pausenlosem Rennen vergessen einfach mal stehen zu bleiben und nur zu schauen. Sich einfach mal einen Menschen anzuschauen. Trotz der hohen Schlagzahl: Ich mache das. Ich schaue mir bewusst jede einzelne Frau an, spätestens im Date.

Ich will damit nur klar machen wie ich denke und auch klar machen wie ich fühle, wenn ich wieder als Korbsammler unterwegs bin und Basketball spiele. Es perlt weitestgehend ab. Nicht nur die negativen Momente, sondern auch die Positiven. In mir macht sich eine Gleichgültigkeit breit, die genau so lange andauert, bis sich für mich ergibt, dass ich die Frau lieben könnte. Dann fange ich an das Ganze ernst zu nehmen. Vorher nicht. Sicher nicht.

Erst letzte Woche habe ich von mir aus ein Date für letzten Samstag abgesagt. Wenn es sich für mich nicht gut anfühlt und ich das Gefühl habe, dass etwas nicht ganz stimmt oder sie nicht die Richtige ist, weil das Verhalten einfach nicht zu mir passt, dann sage ich ein Date inzwischen einfach ab. Nicht schlimm, es ist dann einfach so. Im Gegenteil, wozu Zeit verschwenden. Freiheit ist wichtig. Ich weiß, dass ich noch viele viele Dates haben werde, wenn ich es möchte. Und wenn ich es nicht möchte, dann muss ich nicht. Punkt.

Zurück zum Thema.
Die andere Möglichkeit ist das Situative:
Da sieht die Sache anders aus, völlig anders. Das ist zu Beginn etwas komplizierter und eine größere Herausforderung. Weil diese Variante mehr Redegeschick erfordert. Du solltest da bereits in der Lage sein spontan angepasst mit Meschen zu interagieren. Aber hey, kein Beinbruch. Das kannst Du lernen und das kannst Du üben. Hab ich auch gemacht. Ich war zwar in meinem Leben noch nie ein schüchterner Typ, wenn es darum ging meine Klappe weit aufzureißen, aber was das Ansprechen von Frauen betrifft, bin ich sicher auch nicht anders gewesen als der Durchschnitt. Herzrasen, schwitzige Hände, Unsicherheit, stottern, zittern usw.

Situativ: Beispielsweise Du siehst eine Frau mit einer Einkaufstüte von einem großen Modelabel oder einem großen Kaufhaus in der Stadt, dann laufe ich einfach zu ihr hin und dort angekommen langsam neben ihr her. Irgendwann eröffne ich das Gespräch zum Beispiel durch ein „cool, bei Zara ist gerade Sale, richtig?“. Andere Möglichkeit: Sie ist in einem Cafe bei der Bestellung vorne an der Theke. Du kommst mit dazu. Sie ist gerade am überlegen was sie sich wohl bestellen möchte. Du eröffnest: „Hi, also als ich das erste Mal hier war hab ich auch erstmal lange überlegt. Inzwischen hab ich meinen Lieblingscafe gefunden. Weißt Du schon was Du nimmst?“ Und schon bist Du im Gespräch. In der Regel zumindest. 🙂
Was ich noch nicht gemacht habe, ist beim Joggen eine Frau anzusprechen. Joggerinnen, die mir entgegen liefen, hab ich schon angesprochen. Klar. Jedoch ich selbst aus dem Joggen heraus noch nicht. Das mache ich aber demnächst sicher auch noch. Nur gehe ich meistens sehr spät erst zum Joggen, dann hat sich das bisher irgendwie nicht ergeben. Aber ich würde dann zum Beispiel einfach neben ihr her joggen und sagen: „Hey, coole Schuhe. Solche hab ich ja noch nie gesehen!“ oder „hey, das ist mal ein irres Tempo für eine Frau“. Ich behaupte, dass es nahezu keine Situation gibt, die sich nicht situativ eröffnen lassen würde. Und das hilft Dir auch für alle anderen Lebensbereiche (z. B. im Job) weiter. Garantiert! Probiers aus!

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Es gibt aber auch hier unendlich viele äußere Variablen, die hinsichtlich ihres Einflusses in ihrer Dimension und Tragweite nicht von der Hand zu weisen sind. Wetter, Lautstärke der Umgebung, Ambiente, Licht, Personen drum herum, Laune, Deine Kleidung, ob sie gerade ihre Tage hat, ob sie gerade Bauchweh hat, ob ihr Kater gerade ihren Kanarienvogel auf dem Rücken Gassi geführt hat, usw. Wirklich wirklich wirklich: Das Wenigste an äußeren Einflüssen kannst Du wirklich verändern und deshalb mach Dir einfach keine Gedanken darüber. Gut, leichter gesagt als getan. Ich mache es inzwischen eben so, dass ich die Einflüsse – da ich sie in aller Regel schon nicht ändern kann – versuche bestmöglich für mich zu nutzen. Steht sie in dem Kaffee und es ist total leise drum herum und jeder würde meine Ansprache mitbekommen, dann warte ich einfach bis sie den Kaffee nach dem Bezahlen in die Hand nimmt und damit in Richtung Tisch geht. Bumm. Mein Moment. Dann geh ich eben beim Laufen auf sie zu. Dann nutze ich die Bewegung als etwas Natürliches für mich. Lebe in der Situation. Sei intuitiv. Das ist keine Garantie dafür, dass irgendwas klappen wird. Aber es macht Dich erst mal sicherer. Das strahlst Du aus. Und dadurch wirkst Du für sie – vielleicht – sourveräner oder sympathischer. Und weißt Du was der Witz daran ist? Vielleicht steht sie auch gar nicht auf sourveräne und sympathische Männer! Ja. Das muss Dir einfach klar sein. Du kannst nicht immer gewinnen. Und das ist das Wichtigste, was ich lernen musste in all der Zeit.

Darum: Zerstöre erstmal Dein Ego. Lass Dich durch viele viele Körbe kaputt machen. Steh immer wieder auf und mache weiter. Erst wenn Dir der einzelne Korb nichts mehr (oder zumindest fast nichts mehr) ausmacht, dann bist Du auf dem besten Weg Pickup zu dem zu machen was es für mich ist: Die Freiheit zu erlangen im Leben tun und lassen zu können was ICH möchte. Auch und gerade in Bezug auf Frauen.

Da das Thema zu komplex ist, gerade auch der Weg hin zum ersten Mal eine Frau anzusprechen, hab ich mich am Ende dieses Artikels entschieden eine kleine Serie daraus zu machen. Beim nächsten Mal gehe ich darauf ein wie ich es „geschafft habe“ mental so frei zu werden, überhaupt Frauen anzusprechen. Das ist der erste Schritt, noch vor der Frage „situativ“ oder „direkt“. Es bleibt spannend…

PS: Wenn Euch irgend etwas dazu besonders interessiert, dann schreibt mir unter den Arikel einfach einen Kommentar mit Euren Fragen. Ich kann dann entweder direkt drauf antworten oder mache einfach einen eigenen Beitrag daraus. 🙂

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