Mein erster Doppelapproach

Am letzten Wochenende war es soweit. Mein erster Doppelapproach! Tadaaaa!
Darum dazu ein kurzer Artikel.

2016-08-19

Lasst uns eine Flache Schampus aufmachen und feiern!

Ich steh an einem Cafe und genieße meinen Cappuccino. Dann kommt da ein blondes Mädchen mit ihrem Fahrrad vorbei und schaut orientierungslos in der Gegend herum. Da sie eine Sonnenbrille auf hatte, hab ich nicht richtig sehen könne wer es ist und wie gut sie wirklich aussieht. Die Figur habe ich gesehen, die war okay. Der Klamottenstil war zwar nicht ganz mein Fall,  vor allem der Rock nicht. Der wäre eher was für Oma als Putzlumpen gewesen. Aber egal. Kann ja nicht jeder modisch sein. Wichtig ist ja der Mensch unter dem Rock, also unter den Klamotten. Egal jetzt. Also sie kommt da entlang und schiebt ihr Rad und biegt in eine schmale Gasse ab. Zu meinem Kumpel am Cafe sage ich, dass ich schnell weg muss. Er weiß längst Bescheid über all das. Vier Augen sehen mehr als zwei. Und darum sagt er mir auch schon immer wieder wenn er etwas für mich entdeckt und wann ich los starten kann. Dann renne ich. Fast wie Forrest Gump. Oder wie ein Footballer zum nächsten Touch Down. Auch diesmal. Als ich dann neben ihr gehe eröffne ich das Gespräch situativ:
„Hey, Du hast so orientierungslos herum geschaut. Alles okay?“ Daraufhin antwortet sie: „Ja, alles okay, ich hab nur gerade mal sehen wollen, ob ich hier richtig bin.“ Daraufhin kommt von mir: „Du bist mir einfach aufgefallen, deswegen hab ich Dich angespr….ooo…ch…eeee…n. Hm…“ Irgendwas war hier faul, dachte ich mir. Die Gesichtskonturen kenne ich doch?! Dann nahm sie ihre Sonnenbrille ab und sagte: „Sagmal, kennen wir uns nicht irgendwoher?“ Und ich hab das Überlegen angefangen. Irgendwoher definitiv, aber woher? Puh. Bei inzwischen weit mehr als 150 Frauen in 4 Wochen? Ich weiß es nicht. Irgendwer warst Du. Irgendwer bist Du. Aber halt auch nur irgendwer. Längst wieder vergessen. Deinen Namen habe ich mir nicht gemerkt. Wozu auch. Wenn Du für mich nicht irgendwer wärst oder hättest sein wollen, dann würdest Du ja morgens neben mir aufwachen und mit mir jetzt in dem Moment je ein Fahrrad durch eine enge Gasse schieben, anstatt alleine eines.
Oh, ich weiß, ich drifte wieder in die Poesie ab…
Sie erklärte, dass ich sie schon mal angesprochen hätte. Und dann wird mir klar wo und wie. Ja. Genau. Sie fragte, ob ich sie denn gerade gar nicht erkannt hätte, weil ich sie so neuartig angesprochen habe. Da ich diese Situation noch nicht hatte, war ich in dem Moment nicht souverän. Ich antwortete: „Ja, irgendwoher kamst Du mir bekannt vor…. deswegen hab ich Dich angesprochen. Ich wusste nur nicht mehr woher. Aber irgendwo her ja…“ Bla bla. In Zukunft sage ich einfach wie es ist: „Du bist mir aufgefallen. Kennst Du den Film 50 erste Dates?! Da verliebt sie sich auch immer wieder neu in ihn. Und ich mach das genauso.“

Wir haben uns noch zwei bis drei Minuten unterhalten. In der Zeit hat sie sich gerechtfertigt warum sie sich mit mir nicht treffen möchte. Ich hab immer wieder versucht sie zu unterbrechen. Was bringt mir so ein sinnloses Gelaber. Sie hatte mir damals ihre Nummer gegeben und mir im Nachgang geschrieben und gesagt, dass sie kein Interesse hat. „Jedenfalls im Moment nicht.“ Haha, was für ein Schwachsinn. Man hat „im Moment“ kein Interesse. Einem neuen Menschen gegenüber „im Moment“ kein Interesse. Aber mir die Nummer geben?! Ja. Klingt logisch. Würd ich auch so machen. Oder auch ganz anders. 🙂

Kurze Verabschiedung. Weg war ich. Und ich hab meinen Cappuccino weiter genossen. Was nehme ich für mich mit: Wieder eine neue Situation. Das erste Mal ist immer etwas Besonderes. Beim nächsten Mal wird mich eine solche Situation nicht mehr beeindrucken. Es ist nun ein Teil meiner Geschichte. Und was man einmal erlebt hat, lässt sich einfach wieder abrufen. Erfolgreich die Komfortzone erweitert. Wieder mal.