Ich liebe Basketball – meine Art Basketball

Heute schreib ich etwas darüber, wie es ist ein Basketballspieler zu sein.
Ich habe in meinem Leben nie Basketball gespielt. Ja gut, ein paar Mal in der Schule. Aber die Sportart finde ich nicht sonderlich spannend. Sorry. 🙂

2016-08-11

Warum bin ich dann ein Basketballspieler?

Ich mach mir einen Spaß daraus und wenn ich auf die Straße gehe und Approache, dann ist das für mich ein Spiel. Ein Spiel mit dem Zufall. Ein Spiel mit der Statistik. Ein Spiel mit Höhe und Tiefen. Aber vor allem ist es für mich ein Basketballspiel. So sehe ich es. So betrachte ich dann die Welt. Nimm es ernst genug, aber nimm es auch locker.

Ich bin dabei kein Michael Jordan. Der interessiert mich nicht. Es ist mein eigenes Spiel. Die Regeln mache ich. Und ich spiele wann ich will und solange ich will. Solange die Motivation da ist und ich mich danach fühle. Ich bin aktiv.

Es hagelt Körbe ohne Ende. Das ist mir vorher schon klar. An manchen Tagen wird es widerlich. Ein Korb nach dem anderen. Und alle gehören sie mir. Du bekommst Körbe von hübschen Frauen, von weniger hübschen Frauen (wobei ich inzwischen nur noch mindestens 6er Frauen anspreche). Von wahnsinnig charmanten Frauen. Von Singles und von Verheirateten. Von verlobten und von gerade getrennten Frauen.Von lustigen und von durchgeknallten Frauen. Und ja… auch einfach mal von ekeligen Ziegen.

Mähhhhhh! 2016-08-11_03

Die Ziegen sind zum Glück verhältnismäßig selten. Und doch kommen sie fast täglich vor. Bisher hab ich nur eine Korrelation feststellen können zwischen einem gehäuften Auftreten von ekeligen Ziegen und Regenwetter. Die miesesten Körbe und die schlecht gelauntesten Frauen treten bei Regen gehäuft auf. Da soll mal einer sagen, dass das Wetter keinen weiteren Einfluss auf uns hat.
Was mein Ansprechverhalten betrifft hat es wenig Einfluss. Ich bin immer aktiv wenn ich draußen bin. Nur inzwischen sinkt meine Motivation an Regentagen etwas, nicht wegen mir, sondern wegen den Frauen. Man lernt aus Erfahrung. Und wenn man immer wieder feststellt, dass es bei Regen zerstörerisch wird, dann brennt sich das ein. Automatisch hat man dann weniger Lust. Wetter hin und Wetter her. Keine Ausflüchte! Um eine Passage aus einem Lied von Bushido zu zitieren, „es gefällt mir wie ein Cowboy durch die Stadt zu reiten“. Keiner kann sich das Wetter aussuchen. Und auch ein Cowboy reitet im Regen. Auch Michael Jordan spielte während dem Regen, er konnte sich das Wetter auch nicht aussuchen, wenn er drinnen in der Halle war und sich seine Körbe abgeholt hat. Klar, er hatte ein Dach über dem Kopf. Aber wie dämlich wäre das denn von mir, wenn ich nur an Sonnentagen aktiv wäre? Den Luxus brauch ich nicht.

Ich hole mir meine Körbe bei Regen und bei Sonnenschein ab. Bei Regen statistisch mehr. Bei Sonnenschein statistisch weniger. Vielleicht ist das nur eine Momentaufnahme und es ändert sich mal. Vielleicht gleicht es sich auch irgendwann mal aus. Vielleicht ist der Kreislauf aber auch genau anders herum richtig: Nicht die Frauen wirken auf mich zickig und deshalb hab ich dann nicht so viel Spaß beim Approachen, sondern weil ich mir nur denke, dass sie bei Regen zickig sind, ändert sich meine Ausstrahlung. Und nur deswegen sind sie zickig?! Mir fehlt dazu noch die langfristige Erfahrung. Aber ich hinterfrage ständig. Besonders mich selbst. Lernen ist der Schlüssel. Ich will weiterkommen. Auf allen Ebenen. Das geht nur wenn Du schonungslos ehrlich zu Dir bist. Knallhart und auf den Punkt.

Zurück zum Beginn. Ich also spiele Basketball. Herzlich Willkommen in meinem Spiel! Die Regeln sind hier etwas anders als bei dieser sonst so beliebten Sportart. Hier entstehen die Ergebnisse ausschließlich auf Basis des Zufalls, nicht weil eine Mannschaft ein paar bessere Spieler hat oder der Schiedsrichter von einen Team mehr schwarze Geldkoffer bekommen hat als vom anderen Team.
Nein, nur der Zufall entscheidet. Du kannst den Zufallsgenerator aber marginal manipulieren. Zu Deinen eigenen Gunsten. Dazu gehört sicher mein Beitrag Gedanken zur Optik. Etwas verbessern kann man seine Chancen schon. Und man wird natürch beim Spielen besser. Was man aber auch wird, und darum geht es mir hier hautpsächlich im Beitrag, ist, mit Niederlagen umgehen zu lernen. Und jetzt wird es interessant. Ich lerne nicht nur damit umzugehen. Sondern ich gehe aktiv damit um. Jeden Tag wenn ich draußen bin. Ich nehme die Niederlage als ein Teil des Spiels an. Ich akzeptiere die Niederlagen. Ich nehme die Körbe an. Noch nicht immer gerne. Aber das kommt auch noch. Das ist mein Ziel. Dass ich lerne die Körbe auch einfach gerne mitzunehmen. Je mehr, desto besser. Warum?

Eines ist klar: Je mehr Frauen Du ansprichst, desto mehr Körbe bekommst Du. Logisch. Aber ein weiteres ist auch klar: Je mehr Frauen Du ansprichst, desto mehr Erfolg hast Du.

Hat Michael Jorden die Bälle geworfen und wusste vorher immer, dass er trifft? Sicher nicht. Im Gegenteil. Ihm war zu jedem Zeitpunkt sicher klar, dass es alleine statistisch eine riesige Anzahl an Versuchen geben wird. Ohne Punkte. Ohne Erfolge. Er warf trotzdem immer wieder. In dem sicheren Wissen, dass er… auch mal… wieder… treffen wird! Mindestens „auch mal wieder“!

Darum spiele ich seit einigen Wochen Basketball. Ich hole mir die Körbe, mit dem sicheren Wissen, dass ich nicht immer treffen werde. Gestern zum Beispiel stand es im Regen irgendwann einmal 6 zu 0. Das heißt 6 Körbe nur für mich. Direkt ins Gesicht. Nix Internet. Nix Whatsapp. Nix Facebook. Willkommen in der nicht mehr virtuellen Realität!

Finger weg, die hier gehören alle mir:

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(Ein paar kurze Worte an die Frauen von gestern: Vielen Dank. Ihr wart mal charmanter. Mal weniger charmant. Ich nehme Eure Körbe alle. Das macht mich stark. Mit Dank. Ihr seid so gütig zu mir! Wenn Ihr wüsstet was für einen Gefallen Ihr mir tut, dann würdet Ihr mir wahrscheinlich gar nicht mehr so viele Körbe geben, so selbstverliebt wie Ihr manchmal seid! So. Genug Bashing betrieben.)

Hab ich dann aufgegeben? Nein. Warum denn. 6 Stück in Folge ist eine super Quote.
Super Quote??? Hä??? Ja! 6 Stück in Folge ist schon mal echt gut. Statistisch dauert es nach 6 Körben in Folge nicht mehr lange bis Du wieder mal triffst. Du kommst Deinem Ziel also mit jedem Korb näher. Weltklasse! Und dann war es so weit. Das 7 zu 1 kam mir buchstäblich entgegen. Passt. Läuft. Dafür mach ich das. Geht doch! 😉 Natürlich geht es. Das sagt ja schon alleine der Zufall. Es liegt viel weniger an mir, als man selbst am Anfang denkt. Du hast es einfach zu wenig in der Hand. Hat sie einen guten Tag, dann klappt es. Hat sie einen schlechten Tag, dann halt nicht. 7 zu 1. Es hat geklappt. So und dann… nach der Aktion weiter… es folgte das 8 zu 1. Da war er wieder, der nächste Korb. Einfach ein tolles Gefühl. Nach dem 7 zu 1 freust Du Dich. Du weißt, dass alle Wahrscheinlichkeit für ein 8 zu 1 spricht. Zwei erfolgreiche Approaches in Folge sind die Ausnahme. Du weißt das vorher schon. Dennoch gibst Du wieder alles. Du machst Dich wieder zum Affen, zum Hampelmann, zum Teilzeit-Charmeur, zur Lachnummer oder zu sonstwas. Manchmal aber auch zum Helden und zum Rockstar. Und beides gehört eng zusammen. Ich bin lieber Held und Rockstar als Hampelmann. Klar, wie auch nicht. Die Statistik verspricht mir meine Rockstar-Momente. Die kommen fast von ganz alleine. Ja gut, das Ansprechen muss ich schon noch selbst übernehmen. 😉

Und wie ging der Abend zuende? Mit einem 9 zu 2 ging es zwischenzeitlich weiter und bei 10 zu 2 wurde das Spiel abgepfiffen. Ich hab da kurz mal Schiedsrichter gespielt. Für gestern hat es gereicht. Erfolgreich und zufrieden ging ich später schlafen.

Manchmal werde ich gefragt wieviele Frauen ich immer so anspreche. Ganz unterschiedlich. Montag zwei, Dienstag drei, Mittwoch zehn. Das hing mal wieder vom Wetter ab. 😉

10 an einem Tag war für mich vor Wochen undenkbar. 10 in den Situationen, wie sie gestern vorkamen, waren für mich vor Wochen undenkbar. Es ist eine Entwicklung. Heute lache ich in den meisten Fällen innerlich. Ich weiß, dass es ein Spiel ist. Und dass ich jeden Tag besser werde. Achso. Ja. Zwei plus drei plus zehn ist 15. Du hast mitgezählt, ich weiß. Und Dich bestimmt gefragt wie erfolgreich ich an den anderen Tagen war. Montag 2 zu 1, damit steht es jetzt Mitte der Woche 15 zu 3. Absolut im Schnitt. Mir geht es hier weniger um die Zahlen als viel mehr um die Gefühle, die bei all dem Basketballspielen entstehen.

Ich bin auf dem besten Weg dazu zu erkennen, dass die Körbe bei meiner Art des Basketballspielens keine Niederlagen sind. Es sind eigentlich Siege. Ganz kleine. Viele kleine Siege. Sie bringen mich dem nächsten Treffer näher. Und was würde ich machen, wenn ich mal eine Durststrecke habe? Naja der Rekord liegt bei mir bei 13 Körben in Folge, an einem Tag. Und der Tag ging dann trotzdem noch 14 zu 1 aus. Darüber hab ich hier geschrieben: Selbstmotivation

Was nehme ich also für mich mit. Was kannst Du für Dich mitnehmen?

  1. Verliere
  2. Lerne mit Niederlagen umzugehen
  3. Mach aus jeder Niederlage einen kleinen Sieg
  4. Siege
  5. Lerne mit Siegen umzugehen
  6. Sei ein Gewinner

Noch reißen mich manche Körbe ziemlich nieder. Die fiesen Körbe. Oder bei den Körben, die einem wortlos hingestellt werden. Aber auch das ist nur ein Gedankenkonstrukt. Eigentlich sind fiese Körbe nicht mehr oder weniger Wert als hübsch verpackte Körbe. Korb ist Korb. Ein Kumpel von mir sagt oft mit einem strahlenden Lachen: „Alle Vögel können fliegen!“ Wie recht Du hast, Junge! 🙂

Verbal fiese Körbe sind selten. Im Gegenteil. Meistens ist es eine Freude zu sehen, dass die Frauen Spaß haben. Manchmal schäme ich mich aber auch nur fremd. Für die Frau. Manche sind so unglaublich selten dämlich und manche sind so unglaublich selten unmenschlich, dass es mir für sie leid tut. Das ist wirklich selten. Darum gibts auch nichts zu klagen. Das ist Teil der Statistik. Teil des Spiels. Es gibt immer solche und solche. Aber ich steh mehr auf… solche! 😉

Was passiert in mir?
Ich spüre inzwischen oft schon wenn ein Korb droht und spare mir die weitere Konversation, dann ist situativ angepasstes Verhalten gefragt. Hey… sagmal… Du bist…. (ich wollte eigentlich sagen: „… mir aufgefallen und….“) hier… zufällig und weißt vielleicht… äh… wo ist denn die nächste Eisdiele?!
Haha! Schnell gedreht. Manchmal war sie dann optisch aus der Nähe einfach nicht mehr mein Fall. Oder sie hat eine Ausstrahlung aus der Nähe wie zwei eingetretene Rücklichter an einem alten Traktor. Nein danke. Ich passe. Das ist dann der Moment in dem ich innerlich Körbe verteile. Der Unterschied ist nur: Ich bin nie fies. Wenn mich eine Frau ansprechen würde, die einfach nicht mein Fall ist, dann würde ich mich freuen. Auch mit ihr. Aus zwei Gründen:

  1. Toll, dass sie so einen Mut besitzt mich anzusprechen
  2. Toll, dass ich alleine durch ihren Mut mich anzusprechen so ein nettes Kompliment bekommen habe und die Chance sie kennen zu lernen

Bei noch so vielen Körben kann ich Euch eines garantieren:
Ich bleib wie ich bin. Ich bleib wer ich bin. Ich bleibe weiterhin unglaublich cool, charmant und einfach ich. Nicht für die Körbe, sondern für mich und vor allem für die Frau, die dieses Projekt mit mir beenden wird. Meine Frau fürs Leben.

Und am Ende werde ich sagen, ganz frei nach Frank Sinatra… I did it my way!